Die Wörter für die aktuelle bis zum 4. November andauernde Etüdenrunde (hier, bei Christiane) stammen von Gerhard (und seinem Blog „Kopf und Gestalt“) und lauten:
Lehrer – grob – hauchen
Klingelingeling, hier kommt der Spinnenmann, in Form einer App, die die Welt nicht braucht:
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Spiderman
Das musste ja kommen! Da hatte ich mich immer aufgeplustert und die allseits beliebte Panzerglasfolie als überflüssigen Schnickschnack abgetan, und nun widerfuhr meinem Mobiltelefon das gefürchtete Schicksal: der Besuch Spidermans.
Spiderman? So jedenfalls bezeichnete mein Kollege, der sich mein Mobiltelefon ansah, auf dessen Display sich ein weitverzweigtes Netz von Sprüngen ausgebreitet hatte, den angerichteten Schaden. Nachdenklich kratzte er sich am Kopf:
„Ich will ja nicht den Oberlehrer raushängen lassen, aber wenn man mit seinem Handy so grob umgeht wie du bei jeder Gelegenheit, muss man sich nicht wundern, dass es irgendwann sein Leben aushaucht. Da kann nur noch ein Handydoktor helfen…“
Herr Lehrer, ich weiß was? Nämlich einen Reparaturdienst – und der haucht dem armen, scheintoten Ding neues Leben ein? Was in der Theorie gut klang, war aber genau das, was ich mich nicht traute. Nicht umsonst hatte ich das Gerät ausgeschaltet, nachdem die Risse aufgetaucht waren und sich Kristalle an die Oberfläche gewagt hatten, um eine feine Kruste zu bilden.
Am Abend folgte dann der nächste Schock: Für mein drei Jahre altes Modell gab es keine Ersatzteile mehr, und so erübrigte sich der Gang zu einem solchen Servicebetrieb. Da half nur noch der Kauf eines neuen Telefons und das Hoffen darauf, dass das zerstörte Altgerät so lange durchhielt, bis alle Daten auf das neue übertragen waren.
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216 Wörter für ein Missgeschick, das ich meiner eigenen Unachtsamkeit verdanke.
