Heute geht es bei passion-of-arts um die Helden und Heldinnen der Serien unserer Kindheit. Bei mir sind es hauptsächlich Serien, bei denen ich hauptsächlich in den 1970er Jahren regelmäßig mitgefiebert habe. Ich gehe dabei, wie immer, in chronologischer Reihenfolge vor, wobei ich versucht habe, zeitliche Überschneidungen, so gut es geht, zu vermeiden.
1972 – 1973: „Margreth Thursday – das Mädchen, das an einem Donnerstag geboren wurde“. Im Original, das auf dem Roman „Thursday’s Child“ basiert, heißt das Mädchen noch Margaret (was auch m.E. mehr Sinn ergibt), aber manchmal passieren solche kleinen Schnitzer eben, wenn man eine Kinderserie für das deutsche Fernsehen adaptiert. Ob Margaret oder Margreth, ich habe bewundert, wie das Waisenmädchen mit einem befreundeten Brüderpaar aus dem Waisenhaus bei nach und Nebel ausbricht und sich die Kinder gemeinsam auf einem Kanalboot und einer reisenden Theatertruppe durchschlägt.
bei Schreckschraubenalarm hilft nur die Flucht *** https://www.youtube.com/watch?v=NpgB9UHFL7o
1972 – 1974: Ist ja tierisch! Wahrscheinlich fing damals mein Wunsch, eines Tages mal nach England zu reisen mit der englischen Fernsehserie „Black Beauty“ an. Das namensgebende Pferd war mein Favorit, während meine Schwester lieber die Abenteuer von Fury verfolgte.
das Glück der Erde… *** https://youtu.be/hasBJ1Gkjy8
1974: Der erste Zeitreisende, den ich auf dem Bildschirm bewundern durfte, war Catweazle. Den Hexenmeister aus der Zeit der Invasion Englands durch die Normannen verschlägt es durch ein Missgeschick in das 20. Jahrhundert, wo er verzweifelt versucht, wieder in seine eigene Zeit zu gelangen. Anscheinend fanden auch andere diesen Schussel, der permanent scheitert, so kultig, dass man 2021 eine völlig neue Geschichte daraus gebastelt und seine neuen Abenteuer mit Otto Waalkes (als Catweazle) auf die Leinwand gebracht hat.
1977: Die beiden Schwestern Pimmi und Nauka aus dem Volk der Roma machen sich in der 1970er-Jahre-Fernsehserie „Mond Mond Mond“ auf die Suche nach dem Rest ihrer Familie, nachdem sie bei einer Polizeirazzia von ihnen getrennt wurden. Ziel der Reise: Saintes-Maries-de-la-Mer, wo alljährlich die Wallfahrt zur Schwarzen Sara stattfindet.
1984 – 1987: Was habe ich mich gefreut, als die Actionkomödie „The Fall Guy“ mit Ryan Gosling in der Rolle des Colt Seavers in die Kinos kam. Wem der Name nichts sagt – bei dem Herrn handelt es sich um den namensgebenden Stuntman, der in der 1980er-Jahre-Serie „Ein Colt für alle Fälle“ als Kopfgeldjäger hinter untergetauchten Verbrechern her war.
damals noch ohne Ryan Gosling *** https://www.youtube.com/watch?v=5WvoPWGy9o0
Außer Konkurrenz laufen heute bei mir noch …
… die beiden Trucker Sonny Pruitt und Will Chandler in der Serie „Abenteuer der Landstraße“ (Movin‘ on) zwischen 1974 und 1976 (mit Musik von der Country-Legende Merle Haggard) …
… und Demelza, die weibliche Protagonistin der History-Drama-Serie „Poldark“, die in England von 1975 bis 1977 lief und die ich Ende der 1970er Jahre im Bayerischen Fernsehen entdeckt habe (Fun Fact am Rande: Eine Darstellerin aus Margreth Thursday hatte in der Serie ebenfalls eine Rolle).