Neulich im Messeturm-Restaurant… Kinder, freut euch: Mag die Speisekarte auch nichts hergeben, was euch mundet – eine Pilzsuppe als Hauptgericht geht immer…
Nein, ich poste heute kein Foto von diesem leckeren Gericht, zubereitet mit Mischpilzen (vermutlich mit denen aus der Konserve) – auch wenn Stepnwolf für sein Projekt „Das Werk zum Wort“ in der 44. Kalenderwoche (2. bis 8. November) das Thema „Pilz“ genannt hat. Ein Thema, das mich zunächst ratlos zurückließ und ich daraufhin im Geiste alle möglichen Kriminalromane und -filme durchgegangen bin, bis ich kurz davor stand, ein Werk zu nennen, das den gefürchteten Atompilz als Ausgangsbasis hat…
Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch, fotografisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.
… den Begriff habe ich mir nicht ausgedacht, es gibt ihn wirklich. Aber zum Glück kann der bleiben, wo der Pfeffer wächst, denn heute Morgen ist mir dann doch noch ein Werk eingefallen, in dem es um leckere Speisepilze geht: In der 1234. Folge der Fernsehserie „Die Fallers“, die am 27. Oktober dieses Jahres um 19:15 im SWR ausgestrahlt wurde, dreht sich ein Teil der Handlung um den Hofladen der Familie Faller, in dem die Aushilfe Pfifferlinge und andere Köstlichkeiten anpreist und für eine rasch anschwellende Bestelliste sorgt. Leider kann sich Franziska nur kurz über ihre geschäftstüchtige Idee freuen.
Screenshot aus der Folge in der Mediathek *** https://www.ardmediathek.de/video/die-fallers/folge-1234-ohne-meldung/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIxMjMwMDQ
Denn hier erfährt nicht nur sie, sondern auch ich, dass für das Pilzesammeln strenge Regeln gelten. Bei 11:15 liest Jenny ihrem Mann einen Text vor, demzufolge man pro Tag zwei Kilo Pilze aus dem Wald holen darf, und das auch nur für den Eigenbedarf, weil Pilze unter Artenschutz stehen. Was bedeutet, dass man aus dem Naturschutzgebiet gar nichts mitnehmen darf. Und Verkaufen ist sowieso nicht erlaubt, weil man – so Sebastian – sich damit strafbar macht.
In heller Panik, weil er seinen Job als Ranger in Gefahr sieht, weist daraufhin Sebastian Jenny an, den Verkauf im Hofladen zu stoppen, weil sonst zehntausend Euro Strafe drohen. Sackzement! Nun ist guter Rat teuer, und die „Wetterhex“ Lioba muss ihre schwere Last aus dem privaten Waldstück eines Verwandten wieder mitnehmen.
Doch Opa Hermann weiß Rat: Wir kochen uns einfach einen schönen Eintopf aus drei Kilo Pfifferlingen und vertilgen ihn im Kreis der Großfamilie. Eigenbedarf gerechtfertigt. Experiment geglückt. Nur die Bestelllisten der Hofladenkundschaft – die ist Schnee von gestern.
