Architekturfotografie : Brutalismus ~ 1

Unter dem Motto „Die Schönheit des Brutalismus“ bekamen wir nach und nach sechs verschiedene Aufgaben gestellt:

Dafür hatten wir je eine halbe Stunde Zeit. Für die ersten beiden Aufgaben gingen wir im Freien auf Motivsuche. Und da komme ich auch schon zur ersten Hürde. „Zeig jemand Fremdem, wo wir sind“. Der naheliegende Gedanke: Nimm den Schriftzug „RATHAUS“ auf – doch den verwarf ich schnell, weil der im grellen Sonnenlicht einfach nichts hergab. Warum dann nicht statt dessen die Adresse des Rathauses? – Leider hatte ich dabei übersehen, dass der Bezug zu unserer Stadt in den Bildern auch noch auftauchen sollte – da war für mich die zweite Aufgabe besser umsetzbar: „Zeige das Rathaus aus verschiedenen Perspektiven“. Und da zu dem Rathaus noch zwei Pavillons gehören, nahm ich auch diese ins Visier.



Hier habe ich mit unterschiedlichen Belichtungszeiten experimentiert – so wie zuvor schon bei der Plattenkamera.

*** Wird demnächst fortgesetzt ***

Ankündigung : meine ersten bzw. erneuten Gehversuche mit der Kamera

Wie bereits kurz erwähnt, habe ich bei einem Volkshochschulkurs zum Thema Architekturfotografie mit meiner schon länger nicht mehr in die Hand genommene Kamera ausprobiert, da ich etwas aus der Übung war. Das hat man nun davon, wenn man zum Fotografieren jahrelang nur noch das Smartphone benutzt hat. Da ich aber auf Dauer damit nicht glücklich werde, fand ich, dass sich diese Veranstaltung zum Wieder-Reinkommen bestens eignete. Unsere fünfköpfige Gruppe (ohne Kursleiterin) durfte sich dabei rund um unser im Juli 1971 eingeweihtes Rathaus (und dabei natürlich auch in seinem Inneren) austoben, denn der Kurs stand unter dem Motto „Die Schönheit des Brutalismus“.

Jetzt höre ich schon die verständnislose Frage „Brutalismus – hä? Was um Himmels Willen ist an so einem klobigen Betonbau schön?“ – Gute Frage, ich kenne die Innenstadt nicht anders, aber das kann ja wohl nicht die einzige und alles erklärende Begründung sein: Nö – mir hat schon immer sein Innenleben mit Fliesen in warmen Farbtönen und bunten Wandelementen gefallen. Und man hat von oben einen tollen Blick über die Stadt.


Nun aber sollten wir das Gebäude und die dazugehörenden Ensembles mit der Kamera erkunden, und weil wir uns am Schluss die Ergebnisse gemeinsam anschauen wollten, war die Digitalkamera das Medium der Wahl. Und da hatten wir auch schon die erste Ausnahme: Ein Teilnehmer hatte etwas ganz Besonderes am Start – eine Plattenkamera…

… die wird jedoch nicht mit Glasplatten bestückt, wie zur Frühzeit der Fotografie, sondern mit Planfilm. Ein teures Vergnügen, das außerdem keine Ergebnisse liefert, die man sofort begutachten kann, weil a) die großformatigen Filmblätter erst noch im heimischen Labor entwickelt werden müssen und b) der Fotograf nur 12 Aufnahmen machen kann, was sorgfältiges Arbeiten mit längerer Vorbereitungs- und Belichtungszeit erfordert. Einfach drauf halten und losknipsen wie bei dem Rest der Gruppe, war in seinem speziellen Fall nicht drin.

Mit vollen Akkus und leeren Speicherkarten stürzten wir uns nach einer kurzen Einführung auf die einzelnen Aufgaben, für die wir jeweils 30 Minuten Zeit hatten. Na, mit fotografischen Aufgaben habe ich doch inzwischen Erfahrung, also nix wie ran. Gestellt wurden uns folgende Aufgaben:


Wie ich die Aufgaben umgesetzt habe? Da ich so viele Bilder gemacht habe, die den Rahmen dieses Artikels sprengen würden, folgen demnächst weitere Beiträge mit den Ergebnissen zu jeder Aufgabe sowie ein Abschlussfazit.

NEON, Baby! ~6~ : Nachschub

Nach meinem Ausflug zu in der Vergangenheit liegenden Veranstaltungen zum Thema Lichtkunst kommen hier wieder neue Fundstücke, die ich auf meiner Suche nach in Form gegossenen Leuchtstoffröhren eingesammelt habe. Wobei es Suche nicht ganz trifft, denn bis auf das erste Stück waren alle übrigen Zufallsfunde, denn diesmal war ich mit einer Freundin abends aus.


Dieses Automatenlädchen (anscheinend genauso der letzte Schrei bei uns wie die plötzlich an mehreren Stellen in der Stadt auftauchenden „Spätis“) zeigt mit diesem Hinweis, dass man hier rund um die Uhr shoppen kann:


Und nun zu unserem kulinarischen Abend in der Stadt, bei dem wir nicht nur neue Gerichte auf dem Teller entdeckten, sondern herauszufinden versuchten, wo uns die Cocktails besser schmecken. Womit ich nicht gerechnet hatte, war das Ergebnis unseres Streifzugs – genauso wenig wie diese Entdeckung an der Wand hinter dem Tresen:


Auf dem Nachhauseweg kamen wir an drei Neonröhren bzw. -reklamen vorbei, von denen jedoch nur zwei beleuchtet waren. Die erste in einer Pizzeria:

Und die zweite in einem kleinen Reisebüro:

Diesen nochmal als „Doppelbelichtung“:


Im Prinzip hätte ich diese Ausgabe auch unter das Motto „Alles Weiß“ stellen können. Und das Ergebnis unseres Cocktailtests: Die Drinks schmeckten in beiden Lokalen ausgezeichnet.

~ wird fortgesetzt ~