Davon gab es für mich genau zwei: Das bereits erwähnte Judas-Priest-Konzert auf dem Hessentag und zwei Tage später ein irisch-schottischer Abend in einem Ort, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur unter schwierigen Bedingungen erreichbar ist – jedenfalls zur Zeit, denn da sind mal wieder keine S-Bahnen zu kriegen. Hoffen wir mal, dass sich dieser Zustand bald bessert.
1. Könnte ich nur einmal noch einen Künstler, Künstlerin oder Band, von der ich in meiner Jugend hin und weg war, live erleben – so denke oder dachte ich mir öfters, doch dann bin ich wegen der Ticketpreise skeptisch, weil meine persönliche Schallgrenze bei 100 Euro liegt. Jetzt touren gerade Duran Duran, was ich erst gestern mitbekommen habe – aber erstens sind die Konzerte vermutlich ausverkauft, zweitens zu weit weg (Düsseldorf, Berlin, Dublin…) und drittens fangen die Preise bei 85 Euro an – da ist nicht mehr viel Luft nach oben. Macht nix, so dringend ist mein Bedürfnis jetzt auch nicht.
2. So manches Urgestein des Rock oder Metal ist begnadet darin, das Publikum stets aufs Neue zu begeistern, in diesem Fall waren es am letzten Mittwoch die drei Bands „Phil Campbell and the Bastard Sons“, „Accept“ und „Judas Priest“ – und das Beste daran, gezückte Smartphones sah ich kaum. Die Leute waren alle selig und genossen den Moment. Ein Moment, der vier Stunden anhielt.
3. Es ist jedes Mal eine Freude, wenn ich etwas Neues entdecke, das sich für die Rubrik „Dienstagsgedudel“ eignet – eine Aktion zum Mitmachen, ins Leben gerufen vor ein paar Jahren von nellindreams.
4. Der Aufenthalt im Freien, z.B. bei Ausflügen oder anderen Aktivitäten zu Fuß wird erst dadurch richtig rund, dass die Füße in Ordnung sind. Deshalb gönne ich mir heute mal wieder einen Besuch bei der Fußpflegerin meines Vertrauens. So ein Dilemma wie neulich, als wir von Bar zu Bar wanderten, möchte ich kein zweites Mal erleben. Bereits auf dem Nachhauseweg brannten die Ballen wie Feuer bei jedem Schritt, und als ich dann endlich zu Hause war, konnte ich am nächsten Tag zwei Tage lang nicht vernünftig auftreten. Autsch!
5. Ich will es nicht beschwören, aber als ich herausfand, dass dieses Jahr Whiskywanderungen veranstaltet werden, kann ich mir gut vorstellen, da mitzulaufen.
6. Schienenersatzverkehr im Notfall taugt leider nichts, denn ausgerechnet dann, wenn ich auf eine S-Bahn angewiesen wäre (also am Abend vor einem Feiertag oder vor einem Wochenende), fahren entweder Busse, in denen man sich fühlt wie eine Sardine in der Dose, oder Ersatz-S-Bahnen, die verspätet kommen und blöderweise auch noch von anderen Gleisen aus fahren. Da kann sich so eine Fahrt auch mal locker 90 Minuten anstatt 30 Minuten ziehen. Schön ist anders – aber wie ich zu Beginn des Jahres sagte: „Das Schöne daran, dass ich nicht mehr arbeiten gehen muss, ist, dass es egal ist, wann ich nachts nach Hause komme, denn ich kann am nächsten Morgen lieben bleiben“.
7. Zuletzt habe ich mit Joghurt, Milch und Mango experimentiert und das war eine ganz neue Erfahrung, weil ich Mango Lassi bisher nur aus indischen Restaurants kannte, aber noch nie selbst gemacht habe. Jetzt bin ich um eine Erfahrung reicher und weiß, dass ich mir dieses Getränk demnächst öfters zubereiten werde.