Mit diesem Oberbegriff fasse ich jetzt einfach mal all die Filme zusammen, die ich in diesem Jahr schon gesehen habe und noch folgen werden. Entweder spielen die Filme in dem betreffenden Land und/oder wurden dort gedreht oder auch gleich dort produziert. Einziger Nachteil: In vielen Fällen geht es nicht ohne Untertitel. Aber solange die Filmschaffenden ihr Handwerk verstehen, soll es mir recht sein.
Keine Untertitel braucht es allerdings für den Media Monday und seine 763. Ausgabe.
1. Wäre es nicht großartig, wenn die sogenannten „kleineren“ Filme öfters genauso großen Zulauf bekämen wie die Vorstellung, die ich mir gestern in der „Harmonie“ in Frankfurt ansehen durfte? So voll wie kurz vor 18 Uhr habe ich dieses Arthouse-Kino schon lange nicht mehr erlebt. Gespielt wurden „Silent Friend“ im größeren der beiden Säle und „Die Stimme von Hind Rajab“ – dem tunesischen Beitrag, der bei den Oscars für den besten ausländischen Film nominiert wurde – im kleinen Saal.
2. Brad Pitt ist eine einer der Größen der Zunft, der zusammen mit Joaquin Phoenix und Alfonso Cuarón als ausführender Produzent an „Die Stimme von Hind Rajab“ beteiligt war – das konnte ich im Abspann lesen.
3. Von einer Zeitreisegeschichte wie der französischen Komödie „Die progressiven Nostalgiker“ hätte ich mir so viel mehr erhofft als das vorhersehbare Ende.
4. Die Druckwerkstatt in meiner Stadt ist nun wirklich ein Kleinod, aber nicht an allen Tagen, an denen ich sie nutzen könnte, habe ich auch tatsächlich Zeit.
5. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schnell das Jahr verstreicht, wenn ich mir vor Augen halte, in welchem Tempo die letzten Wochen scheinbar nur so dahin geflogen sind.
6. Das Drama „Rule Breakers“ (Rule Breakers – Die Schule des Mutes) von Bill Guttentag mit Phoebe Waller-Bridge in einer Nebenrolle punktet mit einigen sehr einfallsreich gefilmten Szenen, in denen die Straße und die vorbeifahrenden Fahrzeuge zu Projektionsflächen von vorbeiziehenden Codes der Programmiererin werden, die auf sie schaut und sich dabei vorstellt, wie sie die Mädchen für Computer und das Bauen von Robotern begeistern kann.
7. Zuletzt habe ich festgestellt, dass einige Filme, die ich bisher gesehen habe und mir noch anschauen werde, entweder für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert sind oder es zumindest bis in die Vorauswahl geschafft haben – und das war neben „In die Sonne schauen“ (Vorauswahl) aus Deutschland „Die Stimme von Hind Rajab“ (Nominierung) aus Tunesien. Den irakischen Film „Ein Kuchen für den Präsidenten“ (Vorauswahl) schaue ich mir demnächst noch an, weil ich die Beschreibung dazu erst am Freitag gelesen habe, aber bisher noch keine Zeit dafür hatte. Außerdem reicht mir ein Film pro Tag, denn das Gesehene und Gehörte will ja auch verarbeitet werden.