Dass am Rosenmontag nicht alles vorbei ist, zeigt mir der Blick in meinen Kühlschrank, denn da gibt es noch genug Labskaus für heute und morgen. Den habe ich nach einem Rezept aus dem Hamburg-und-die-Nordsee-Kochkurs gekocht, denn außer einem kleinen Happen (der mir aber sehr gut geschmeckt hat), habe ich beim Kochkurs nichts abbekommen.
Genauso wie von der Friesentorte, aber da konnte ich die im Rezept genannten Mengenangaben bequem halbieren, damit das unverschämt leckere Dessert nicht Gefahr läuft, mir zu den Ohren herauszuhängen. Unlösbare Aufgaben sind das nicht
Da ich außer mit Backen und Kochen auch mit dem Lösen von Rätseln beschäftigt war, gibt es meinen Beitrag zum 764. Media Monday nun halt erst jetzt.
1. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich bei Quizshows im Fernsehen vor lauter Aufregung entweder gar nichts raus bekomme bzw. zu langsam bin oder die falsche Antwort gebe. Mehr dazu verrät Lückentext Nummer Zwei – denn der dreht sich um ein aktuelles Beispiel bei einer Show, die ich früher oft gesehen habe, mir jetzt aber nicht mehr anschaue, weil ich den Sender nicht mehr empfangen kann.
2. Zu sehen, wie manche Kandidaten in Quizshows mit ihren Antworten voll daneben hauen, wie von mir zuletzt bei der BBC-Rateshow „Pointless“ in einem Youtube-Video gesehen, ist mitunter heftig, wenn ich dann mir dann aber wieder ins Gedächtnis rufe, wie stressig die Situation im Studio für die Kandidaten ist, dann glaube ich nicht, dass ich an deren Stelle die Sache besser gemacht hätte. Und vielleicht wären mir dann bei der Frage nach mit C anfangenden Ländern in der englischen Schreibweise eventuell auch Corsica, Crete (Kreta) oder Chechnya (Tschetschenien) eingefallen, obwohl diese zu Frankreich, Griechenland und Russland gehören.
3. Der Mut, einen Film wie „Wuthering Heights“ in grell leuchtenden Farben, nicht zur dargestellten Ära passenden Musik und nur grob an die literarische Vorlage angelehnt zu drehen, kann ganz schnell nach hinten losgehen, wenn diejenigen, die den gleichnamigen Roman von Emily Brontë lesen, feststellen, dass sie es mit einer ganz anderen Geschichte zu tun haben.
4. „Die Handlung des Films ‚Ein Kuchen für den Präsidenten‘ wirkt extrem vielversprechend und spannend“, war mein erster Gedanke, als ich die Zusammenfassung überflog. Ich zitiere als Quelle den Verleih:
„Der Irak in der 90er-Jahren. Während Diktator Saddam Hussein trotz Not und Mangel seinen Geburtstag landesweit feiern lässt, zieht die 9-jährige Lamia in ihrer Schule ein gefürchtetes Los: Sie muss den Kuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, denn im Land sind alle Lebensmittel knapp. Eier, Zucker und Mehl sind es erst recht. Doch sie muss es schaffen, sonst drohen ihrer Familie harte Strafen. — Mit nur zwei Tagen Zeit, der Unterstützung ihres Klassenkameraden Saeed und begleitet von ihrem Hahn Hindi bricht sie auf, um in der nächsten Stadt die Zutaten aufzutreiben. Es ist eine abenteuerliche Suche durch eine Welt voller Ungewissheit und Entbehrung, aber auch kleiner Wunder, in der Lamia immer wieder Momente von Humor, Freundschaft und Hoffnung erlebt. Einen Kuchen für den Präsidenten backen, während das Land hungert? Aus dieser einfachen Prämisse entwickelt Autor und Regisseur Hasan Hadi einen bewegenden und bittersüßen Abenteuerfilm, in dem kindliche Unschuld auf die harsche Wirklichkeit eines unterdrückten Landes trifft. Und in dem die Menschlichkeit immer wieder kleine, aber entscheidende Siege erringt. — Hadi verarbeitet mit seinem Debütfilm seine eigene Kindheit in den betörend schönen Marschlandschaften des Südirak und erzählt sie mit einem reinen Laien-Ensemble, in dem die kleine Baneen Ahmed Nayyef alle überragt. Ihr Herz, Optimismus und unterschwelliger Humor tragen die Reise der kleinen Lamia, die nicht aufgibt und gegen alle Widerstände in der männerdominierten Welt ihren Weg geht.“
Dass es bald schon um mehr als nur die Beschaffung der Zutaten geht, darauf war ich nicht gefasst, und die ein oder andere Szene hat mich sprachlos zurückgelassen.
5. Es hätte nicht viel gefehlt, um mir als sechsten und letzten Film in diesem Monat auch noch „Hamnet“ anzuschauen. Aber ich habe beschlossen, fürs erste eine Pause vom Kino einzulegen – jedoch nicht, weil mir der Spaß zu teuer würde (in diesem Fall hat sich mein „Filmfreund:in“-Pass längst amortisiert). Der Grund ist ein anderer: Ich möchte mich in dieser Woche voll und ganz auf ein bestimmtes Projekt konzentrieren und kann deshalb keine Ablenkung gebrauchen. Auch nicht durch das Lösen von Mathe-Rätseln oder anderen Quizfragen.
6. Yorgos Lanthimos (und mit ihm Emma Stone) hat wirklich ein Übermaß an Talent – selbst in einem Werbefilm für den Super Bowl, der mich an eine Mischung aus „Poor Things“ und „Der Leuchtturm“ erinnert. Dabei geht mir Werbung generell auf den Nerv, aber hier habe ich doch glatt mal eine Ausnahme gemacht.
Achtung – Werbung *** https://youtu.be/wHhCTCT-lWY
7. Zuletzt habe ich den Sonntagabend mit dem Lösen von Mathematikaufgaben im Rahmen eines Quiz verbracht und das war für mich wie ein Ausflug in meine Teenagerzeit. Aber obwohl ich damals Mathe oft sehr mühsam fand, habe ich gerne versucht, die zehn Aufgaben zu lösen, weil die Youtuberin mit ihrem Kanal ihre Themen so interessant und verständlich erklärt, dass ich mir wünschte, ich hätte so eine Art der Nachhilfe schon in den 1980er Jahren gehabt. Aber da gabs nur den staubtrockenen Telekolleg der ARD in den dritten Fernsehprogrammen.