Media Monday #555 : die häufigste Vorwahl im Film

Jedenfalls war es früher so: Wann immer es um eine Telefonnummer in den USA ging, fing diese mit 555 an. 555 ist aber nicht bloß eine Schnapszahl, sondern die Nummer des aktuellen Media Monday, der für mich eine kurze Woche einläutet, da ich einen Tag frei habe. Für mich ist das die Gelegenheit, mal etwas anderes zu tun und mich verschönern zu lassen. Jetzt geht es aber auch schon los mit dem

Media Monday # 555

1. Der Hype um den Super Bowl interessiert mich genau wie der um die olympischen Spiele oder um jedes sportive Großereignis – nämlich gar nicht.

2. Apropos (mediale) Großereignisse: Da fällt mir nur noch der Eurovision Song Contest ein, den ich schon lange nicht mehr verfolgt habe, obwohl es für mich auch bei dieser Veranstaltung den ein oder interessanten Beitrag gab, wie z.B. „Calm after the storm“ von den Common Linnets (2014) aus den Niederlanden oder „City lights“ von Blanche (2017) aus Belgien, und weil’s so schön ist, gibt’s den jetzt hier:

https://youtu.be/xbomdE81_mA?t=0

3. Aber auch der Valentinstag steht vor der Tür und von all den filmischen verarbeiteten Klischees wird zur Zeit die Werbetrommel ganz groß für den Film „Marry me“ mit Jennifer Lopez und Owen Wilson gerührt, aber ob das Publikum diese Paarkonstellation den Machern des Films auch tatsächlich abnimmt? Ich kann es mir nicht vorstellen, trotz des Klischees „Superstar meets Nobody“ – da fand ich „Notting Hill“ oder „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ um Längen spannender.

4. Überhaupt scheint es ja in Hollywood unausgesprochene Regel zu sein, dass Romantik immer untrennbar mit Kitsch verbunden ist, dabei habe ich gar nichts gegen einen schönen Liebesfilm.

5. Da lobe ich mir doch Werke wie North & South, schließlich sind nicht nur die Darsteller ein Traum, sondern auch Kostüme und Bühnenbild, und um eine niveauvolle Literaturverfilmung handelt es sich dabei auch.

6. A propos Literaturverfilmung: „And then there were none“ als dreiteileiger Fernsehfilm der BBC von 2016 braucht sich aber auch nicht zu verstecken, denn Agatha Christies Klassiker über zehn Leute, die auf einer abgelegenen Insel vor der englischen Küste nacheinander nach dem Muster eines uralten Abzählreims sterben, fand ich in dieser Fassung nicht nur ziemlich düster, sondern glänzte auch durch durchweg hervorragende Schauspieler.

https://www.youtube.com/watch?v=HfFqHONPUa0

7. Zuletzt habe ich den Sonntagnachmittag mit dem Schreiben für verschiedene Projekte und Musikhören verbracht (in dem Fall zur Abwechslung mal die schottische Band Big Country) und das war eine richtig produktive Phase, weil ich nicht nur noch eine ABC-Etüde für Christianes Blog verfasst, sondern auch an meiner Rückschau auf im Februar gesehene Kinofilme weitergearbeitet habe. Das eigentliche Highlight jedoch war das Verfassen neuer Kapitel für eine Geschichte, mit der ich an dem Open Novella Contest bei Wattpad teilnehme.

12 Kommentare zu “Media Monday #555 : die häufigste Vorwahl im Film

  1. Den Beitrag der Common Linnets fand ich sogar besser als der damalige Sieger-Song.

    Den neuen Film von J. Lopez finde ich von der Prämisse schon dermaßen unglaubwürdig, dass die Story bei mir nie funktionieren würde und die Hauptdarsteller tragen auch nicht dazu bei. Nehme denen ein Liebespaar überhaupt nicht ab.

    • Mir gibt Football gar nichts. Vor Jahren habe ich mal ein Spiel live gesehen. Das spannendste daran war noch das Grillen davor, aber diese ständig abgestoppten kurzen Spielzüge, zwischen denen lange Pausen lagen, fand ich eher ermüdend.

  2. Pingback: Media Monday #555: Footballfans, Oscars, Liebesdreieck, charakterlose Romantik, La La Land, Once & Marvel | Sneakfilm - Kino mal anders

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