Bei Passion of Arts geht es in der aktuellen Ausgabe der 5 Besten am Donnerstag heute um Filme aus aller Welt, mit drei Ausnahmen: Kanada, die USA und Europa sollen dabei außen vor bleiben. Nun denn, dann bleiben ja noch genügend andere Kontinente übrig: Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika sowie Ozeanien (Australien und Neuseeland).
Deshalb befinden sich in meiner chronologisch geordneten Liste auch nur Filme, bei denen das genannte Land das alleinige Produktionsland war. Meisterwerke wie „Frida“ mit Salma Hayek als mexikanische Malerin Frida Kahlo tauchen darum also nicht in ihr auf.
Südkorea : Parasite (2019) ~~~ Fangen wir doch mal mit dem jüngsten Werk an, das auch gleich vier Oscars abräumen durfte und das ich als ersten Film des damals noch jungen Jahres 2019 gesehen habe. Die sehr komplexe und wendungsreiche Handlung bringe ich jetzt nicht mehr zusammen, aber ich weiß nur noch eins: dass ich so ziemlich begeistert der Meinung war, dass „Parasite“ die Auszeichnungen zu Recht erhalten hat. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=5xH0HfJHsaY)
Neuseeland : 5 Zimmer, Küche, Sarg (2014) ~~~ Regie bei dieser „Mockumentary“ (Parodie auf Reality-Dokus) über eine WG aus unterschiedlich alten Vampiren mit unterschiedlichen Gewohnheiten und Verhaltensweisen führte Taika Waititi. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=INm3W544jrA)
Japan : Ring (1998) ~~~ Ein Video mit verstörenden und scheinbar nicht zueinander passenden Filmsequenzen als Quelle für eine Serie grauenhafter Tode – als ich das amerikanische Remake mit Naomi Campbell im Kino gesehen habe, bin ich mit einem mulmigen Gefühl nach Hause geschlichen. Die aus dem Brunnen kriechende Gestalt mit ihren grotesken Bewegungen war nicht unschuldig daran. Auch wenn ich die US-Version persönlich stimmungsvoller fand, so habe ich mich bei der japanischen Originalversion, bei der besagte Gestalt noch furchteinflößender rüberkommt, wesentlich stärker gegruselt. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=0_f3vfflnOE)
Australien : Strictly Ballroom (1992) ~~~ Der etwas andere Tanzfilm. Kein Wunder, denn mit diesem quietschbunten Filmspaß nahm Baz Luhrman die seltsame Welt der Tanzschulen und Tanzturniere aufs Korn und arbeitete nebenbei noch das immer wieder gern genommene Klischee von der Verwandlung des hässlichen Entleins zum schönen und stolzen Schwan ab. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=7dtfxf3FFx4)
Australien : Dogs in Space (1987) ~~~ Zu einer chaotischen Mischung in den Top Five gehört für mich auch ein Film über chaotische Leute: die Melbourner Punkszene gegen Ende der 1970er Jahre. Unter der Regie von Richard Lowenstein entstand ein 103 Minuten langer Film mit einem eher sparsamen Plot, der dem Alltag einer Gruppe von Leuten rund um die titelgebende Band namens „Dogs in Space“ folgt – die gemeinsam in einer veritablen Bruchbude hausen und zu viel Zeit und zu wenig zu tun haben. Einzig Anna (Saskia Post), die Freundin des Sängers der Band (dargestellt von Michael Hutchence), steuert etwas Geld zum täglichen Leben bei, doch da am Ende anscheinend niemand außer ihr Miete gezahlt hat, wird der zusammengewürfelte Haufen am Ende vor die Tür gesetzt. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=WsqTRUr7vWA)
PS:
Nicht unerwähnt lassen möchte ich den thailändischen Thriller „The Pool“ von 2018 und das indische Epos „Asoka – Der Weg des Kriegers“ aus dem Jahr 2001. Mit 152 Minuten in der Kinofassung und 169 Minuten in der Fernsehfassung ein wahrlich schwerer Brocken, der mir erst hinterher eingefallen ist.
