Die 5 Besten am Donnerstag : Lost in space…

Nicht überall, wo Astronaut*innen mitmischen, steht auch Science Fiction drauf. Was es mit diesem Satz auf sich hat? Nun, das aktuelle Thema bei den 5 Besten am Donnerstag bei Passion of Arts lautet „Lost in Space: Filme mit Astronaut:innen“ – da sollte die Richtung eigentlich klar sein. Wären da nicht meine persönlichen Top Five, die zeigen, dass es auch anders geht und nicht immer der Stoff, aus dem die Helden sind, verfilmt werden oder man die Apollo-13-Mission in epischer Breite auswalzen muss.

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen (2016): Bevor jetzt Einwände kommen und Bedenken geäußert werden, dass es in dem Biopic ja „bloß“ um drei Mathematikerinnen der NASA geht, darf sich als Erklärung anhören, dass in dem 127 Minuten langen Drama mit Octavia Spencer,  Janelle Monáe und Taraji P. Henson sehr wohl ein Astronaut auftaucht – nämlich John Glenn. Nur spielt der eben nicht die wesentliche Rolle, sondern die Ehre gebührt hier den Wissenschaftlerinnen, die laut Wikipedia „maßgeblich am Mercury- und am Apollo-Programm der NASA beteiligt waren“. Vielleicht hätte es ohne sie die letztgenannte Mission in dieser Form nie gegeben und somit auch nicht den Film mit Tom Banks, Kevin Bacon und Tom Paxton. Und aus diesem Grund habe ich „Hidden Figures“ an den Anfang meiner Liste gesetzt (Wer im Trailer Sheldon Cooper entdeckt hat, hat richtig geraten: https://youtu.be/brS10KpcTMY).

Gravity (2013): Das Etikett „Science Fiction“ passt auch hier nicht so ganz. Denn gezeigt wird bereits existierende Technik, in diesem Fall das Hubble-Teleskop, an dem ein Team Reparaturen durchführen soll. Leider macht ein herannahendes Trümmerfeld die Mission zunichte, und sorgt dafür, dass die Teammitglieder (u.a. dargestellt von Sandra Bullock und George Clooney) von ihrem Schiff weggeschleudert werden, die nun ihrerseits versuchen, zur Raumstation ISS zu gelangen. Schade, dass mir der Genuss dieses Dramas in 3D entgangen ist, aber auch in 2D liefert Sandra Bullock eine beeindruckende Leistung ab (Bremsen unmöglich… Da wird mir schon in 2D schwindelig – Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=OiTiKOy59o4).

Interstellar (2014): Und damit verlassen wir nun die Realität und wechseln hinüber in das Science-Fiction-Genre. Den Anfang macht eine 169 Minuten lange Dystopie von Christopher Nolan. Hier versuchen Wissenschaftler, durch ein Wurmloch in eine andere Galaxie zu gelangen, um dort nach bewohnbaren Planeten zu suchen. Denn das Leben auf der Erde ist für die Menschheit dank immer schlechter werdenden Umweltbedingungen dem Untergang geweiht. Was mich hier besonders fasziniert hat, war die Darstellung der fünften Dimension mittels eines Tesserakts (Wenn Ingenieure nicht mehr gebraucht werden – Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=dFM14DoQ3m0).

Der Marsianer – Rettet Mark Watney (2015):

Und noch eine vorzeitig abgebrochene Mission – diesmal auf dem Mars. Nachdem seine Kollegen übereilt den Mars verlassen mussten und es Mark Watney nicht rechtzeitig an Bord geschafft hat, muss er nun zusehen, wie er alleine auf dem Mars zurechtkommt. Mit baldiger Hilfe ist nicht zu rechnen, allein die Reise eines Rettungsteams würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen, und ob der Proviant so lange reicht? Womit jedoch niemand gerechnet hat: Mit den ihm verbliebenen Mitteln gelingt es Watney (Matt Damon), sein Überleben zu sichern und obendrein noch ein Signal an die Erde zu senden (Sponsored by NASA? Findet das versteckte Logo im Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=7umltpveti4).

Náufragos – Gestrandet (2001): Durch eine Havarie strandet ein fünfköpfiges Team auf dem Mars und muss feststellen, dass die vorhandenen Vorräte nur für 14 Monate reichen, während es fast doppelt so lange dauern würde, bis ein Rettungsteam endlich da wäre. Klingt fast wie das Szenario in dem gerade erst genannten Film mit Matt Damon. Nur dreht sich hier die Handlung der spanischen Produktion um die Frage, welche drei sich freiwillig opfern, damit wenigstens zwei der Teamkollegen bis zum Eintreffen des Rettungsteam durchhalten können. Und weil die drei Freiwilligen nichts mehr zu verlieren haben, können sie bei der Gelegenheit auch gleich noch eine eigenartige Region auf dem Mars zu erkunden. Wer wilde Action bei diesem Film sucht, der mit einem Budget von um die sechs Millionen Dollar realisiert wurde, wird vermutlich enttäuscht werden – dafür stehen eher philosophische Fragen im Vordergrund. Und nicht umsonst lautet die bedeutendste Frage, die auf der DVD-Hülle zu finden ist: Was würdest Du tun? Interessante Informationen am Rande: Die Außenaufnahmen entstanden auf Lanzarote (die Stelle habe ich in einer bestimmten Szene sofort wiedererkannt) und Johnny Ramone (ja, der Gitarrist der Punkband) spielt einen Astronauten, dem es gelingt, zur Erde zurückzukehren (keine Angst, das ist kein Schwarz-Weiß-Film – auch wenn das Standbild des Trailers so aussieht: https://www.youtube.com/watch?v=4bjTxrjAGAc).

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PS: Wer noch zum Astronaut wurde?   Der kleine Aufräumroboter WALL·E, der durch das All düst, um „seine“ EVE wiederzufinden: gesehen in „WALL·E, der Letzte räumt die Erde auf“. Und Jennifer Lawrence und Chris Pratt in „Passengers“, sofern man Passagiere, die auf einen anderen Planeten umgesiedelt werden sollen und 90 Jahre zu früh erwachen, dazu zählen kann.

Das kleine Goodie zum Schluss: Burn-E! Der Pechvogel vom Dienst (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ppfSPzbAQYc):