Hier musste ich mich erst mal ein wenig einlesen, was mit „ohne Franchise“ gemeint ist – denn das ist der Zusatz zum Genre in der aktuellen Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ auf dem Blog von Passion-of-Arts, wo ich folgende Erklärung finde:
„Science-Fiction-Filme abseits großer Reihen bieten eigenständige Geschichten, die oft originelle Ideen und faszinierende Welten erkunden. Sie stehen für frische Konzepte und kreative Umsetzungen, ohne sich auf Fortsetzungen oder bekannte Universen zu stützen.“
Dabei stelle ich mir die Frage, ob Filme, von denen es eine Fortsetzung gibt, überhaupt noch dazu zählen. Gerade bei Filmen, die sich mit Zeitreisen oder dystopischen Szenarien beschäftigen, lässt der Nachfolger nicht lange auf sich warten, wenn das Konzept genügend Publikum in die Kinos gelockt hat, siehe „Escape Room“ oder „Zurück in die Zukunft“.
Und so habe ich mein Langzeit-Film-Gedächtnis herausgefordert und bin zu einem weltumspannenden Ergebnis gekommen – diesmal wieder chronologisch geordnet, den ältesten zuerst, und in Kurzfassung:
Produktionsland Großbritannien : Brazil (1985)
Der Oldie unter den Dystopien. In Terry Gilliams Satire aus den 1980er Jahren erlebt ein kleiner Bürokrat im Ministerium für Informationswiederbeschaffung, welche verheerenden Auswirkungen ein simpler Druckfehler hat.
die Auswüchse des Schönheitswahns und andere Grausamkeiten *** https://www.youtube.com/watch?v=IH4XQCh1COs
Produktionsländer USA, Neuseeland, Kanada, Südafrika : District 9 (2009)
Wegen eines Maschinenschadens Gestrandete Außerirdische, von der Bevölkerung Johannesburgs gemeinhin nur Shrimps genannt, sollen aus einem Flüchtlingslager namens District 9, das sich mit der Zeit zu einem Slum entwickelt hat, in einen neuen Bezirk namens District 10 zwangsweise umgesiedelt werden. Im Zuge dieser Maßnahme, die nicht ohne Gewaltanwendung abläuft, kommt ein dabei eingesetzter Sicherheitsmitarbeiter mit einer Flüssigkeit in Kontakt, die ihn zu einem Shrimp mutieren lässt. Inspiriert von einer wahren, gewaltsamen Räumung eines Distrikts im Jahr 1968.
Wenn der Jäger zum Gejagten wird *** https://www.youtube.com/watch?v=i-lrKskftH4
Produktionsland Australien : Tomorrow, when the War began (2010)
Nach ihrer Rückkehr von einem Campingausflug ins Outback muss eine Gruppe junger Leute feststellen, dass eine fremde Armee in Australien einmarschiert ist und sämtliche Einwohner interniert hat. Auf sich alleine gestellt, beschließt die Gruppe, den Guerillakampf gegen die Invasoren aufzunehmen.
Da ist man einfach nur mal kurz weg… *** https://www.youtube.com/watch?v=jpoOMz2TE48
Produktionsland Großbritannien : Attack the Block (2011)
Wenn Außerirdische ausgerechnet in einem sozialen Brennpunkt im Süden Londons landen, dann ist damit zu rechnen, dass die „Helden“, die den Kampf gegen die Angreifer aufnehmen, nicht gerade eine reine Weste haben, weil sie als Gang normalerweise den gesamten Hochhausblock terrorisieren. Die Handschrift schreit eindeutig „Shaun of the dead“, nur dass es diesmal keine Zombies sind.
Da hilft nur noch die Flucht ins Graslabor *** https://www.youtube.com/watch?v=TekKYG-4IxI
Produktionsländer Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Irland, Niederlande : The Lobster (2015)
Harte Zeiten für Singles: In dieser Dystopie bekommen sie 45 Tage Zeit, sich einen Partner oder eine Partnerin zu suchen – in einem Hotel weit ab vom Schuss. Falls das Ziel nicht erreicht wird, verwandelt man sie in ein Tier ihrer Wahl. Und dann heißt es: Halali, fröhliches Jagen.
Wenn man lieber ein Hummer wäre *** https://www.youtube.com/watch?v=kr3Aamy5Jsc
Wer auch ein würdiger Kandidat gewesen wäre: „Metropolis“ aus dem Jahr 1927.