Die Besten am Donnerstag : meine 5 Klassiker aus den 1940er Jahren

Heute mache ich es mir einfach, indem ich keine komplizierten Rechnungen aufmache, wann die 1940er Jahre begannen und wann sie endeten, denn alle Filme aus meinen „5 Besten am Donnerstag“ (hier, bei Passion-of-arts) stammen aus Jahren ohne Null am Ende.

Da das Genre des Film Noir in jenem Jahrzehnt entstand, überwiegen in meinen „Top Five“ demzufolge die Thriller, allesamt unter der Regie von Alfred Hitchcock.

Bambi (1942): Einer der Disney-Klassiker schlechthin und mit 68 Minuten Lauflänge der kürzeste in dieser Liste. Wenn ich allein an das Drama denke, als der kleine Hirsch Bambi seine Mama verliert… da muss ich jedes Mal schluchzen. Ein Zeichentrickfilm, so richtig was fürs Herz und mit liebenswerten Charakteren wie dem Kaninchen Klopfer und dem Stinktier Blume.

einfach zu zuckersüß, die beiden *** https://youtu.be/gSh1eLrxiqs

Im Schatten des Zweifels (1943): Alfred Hitchcock, zum Ersten… hier muss die junge Charlie (Teresa Wright) schon bald erkennen, dass es sich bei ihrem Lieblingsonkel, der den gleichen Namen wie sie trägt (Joseph Cotten) um einen gesuchten Frauenmörder handelt und sie sich während der 108 Minuten bei ihren privaten Ermittlungen auf gefährlich dünnes Eis begibt. Das Drehbuch stammt von dem berühmten Schriftsteller Thornton Wilder, der das Stück „Unsere kleine Stadt“ geschrieben hat – ein Klassiker, den unser Englisch-Leistungskurs in den 1980er Jahren nicht nur lesen, sondern auch im Theater sehen durften.

das wird gefährlich *** https://youtu.be/QAdjnumtmXs

Ich kämpfe um dich (1945): Der Ort des Geschehens: eine Anstalt für psychisch Kranke. Die Methode: eine Konfrontationstherapie, der sich der neue Leiter besagter Anstalt (Gregory Peck) unterziehen muss, überwacht von der Psychologin Dr. Constance Petersen (Ingrid Bergman). Beim Skilaufen kommen dann auch prompt die Erinnerungen zurück, und ein Verbrechen kommt ans Licht. Unter der Regie von Alfred Hitchcock wurde aus diesem von mir nur angerissenen Plot ein verwirrender Thriller von 111 Minuten Lauflänge; mittels von Salvador Dalí entworfenen Traumsequenzen raffiniert inszeniert.

die künstlerische Handschrift ist klar erkennbar *** https://youtu.be/JyPe1Jahyfo

Eine Göttin auf Erden (1947): Zur Abwechslung mal etwas Tanz und Musik, in 101 Minuten. Nichts Weltbewegendes oder Bahnbrechendes, aber ich lieb’s. Als die griechische Göttin des Tanzes Terpsichore (Rita Hayworth) erfährt, dass Broadway-Regisseur Danny Miller eine Revue plant, in der leichtbekleidete Showgirls die Musen verkörpern sollen, begibt sie sich entrüstet geradewegs an den Broadway, um in Gestalt der Tänzerin Kitty Pendleton dem feinen Herrn die Flötentöne beizubringen und die Verzerrung der Tatsachen wieder gerade zu rücken. Mit mäßigem Erfolg, denn die geänderte Inszenierung stößt auf wenig Begeisterung beim Ensemble und Publikum, obwohl ihre Tanzkünste unübertroffen sind.

sie tanzt sich nach vorne und er hat keine Ahnung *** https://youtu.be/nFvMdIUiy34

Cocktail für eine Leiche (1948): Alfred Hitchcock zum Dritten. In diesem 80minütigen Kammerspiel planen und führen zwei Studenten (John Dall/Farley Granger) zum Zeichen ihrer Überlegenheit den vermeintlich perfekten Mord und deponieren ihr Opfer in einer Truhe in ihrem Apartment, wo sie eine Cocktailparty geben – mit den nichtsahnenden Freunden des Toten als Gästen. Nicht ohne Grund haben die beiden ihren ehemaligen Lehrer Rupert Cadell (James Stewart) als Ehrengast geladen, da dieser an die Theorie des Übermenschen und Mord als Kunstform glaubt. Ein Kammerspiel, bei dem mich das immer seltsamere Verhalten der beiden Mörder in Grundzügen an Edgar Allan Poes Kurzgeschichte „Das verräterische Herz“ erinnert.

mit menschenverachtendem Zynismus *** https://youtu.be/jYZ1oQIHYpA

Zweimal schwarz-weiß und dreimal in Farbe, so sehen meine Lieblingsfilme von vor Pi mal Daumen 80 Jahren aus.