Die 5 Besten am Donnerstag : Superkräfte, die ihr gerne hättet

Der Traum vom Fliegen: In „Wonka“ wird er für die Herren von der Konkurrenz wahr, auch wenn nur für kurz. Wer hat sich nicht schon gewünscht, das auch zu können? Um Superkräfte geht es in der heutigen Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ bei Passion-of-Arts:

Da auch Serien genannt werden dürfen, habe ich dieses Mal auch eine Serie dabei. Die Liste fängt, wie meistens bei mir, mit dem ältesten Werk an:

Warum mit der Tür ins Haus fallen, wenn man auch durch Wände gehen kann und Hindernisse Schnee von gestern sind? „Garou Garou“: Diese Geschichte von Marcel Aymé fand ich schon beim ersten Lesen  zum Wiehern. Plötzlich kann ein Mann durch Wände gehen, und tatsächlich haben sich gleich zwei Verfilmungen des absurden Stoffs angenommen: „Garou-Garou, le Passe-Muraille“ von 1951 und „Ein Mann geht durch die Wand“ von 1959 mit Heinz Rühmann als braver Finanzbeamter.

Einmal den Chef so richtig nerven (1951)*** https://www.youtube.com/watch?v=Btz5vG74laA

oder die Gefängniswärter zum Narren halten (1959) *** https://www.youtube.com/watch?v=qg9H4ks4XqI

Während in der deutschen Verfilmung der Held mit einem Schrecken davonkommt, nimmt das Schicksal des Beamten in der französischen Version einen unglücklichen Verlauf, ähnlich wie im Buch. Da bleibt „Garou-Garou“ nach einer amourösen Eskapade in der Wand stecken und kommt nie wieder zum Vorschein.

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Würden Sie auch so gerne wie ich Gedanken lesen können? Es würde so vieles einfacher machen? Hm, gute Frage. Denn bei dem Pokerface, das einige aufsetzen, würde ich am liebsten Mäuschen spielen. Eine Erfahrung in diese Richtung macht Mel Gibson in der Komödie „Was Frauen wollen“ aus dem Jahr 2000, nur dass er plötzlich hören kann, was Frauen in seiner Umgebung denken, nachdem er einen Stromschlag im Badezimmer erlitten hat. Ein neuer Job als Frauenversteher? Nicht so schnell, mein Lieber – denn er nutzt diese Schummelei zu seinem persönlichen Vorteil, und das auf ziemlich skrupellose Weise, indem er sich mit fremden Federn schmückt.

So ein Schummler *** https://www.youtube.com/watch?v=e_UaAkx0UZ0

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Wie komme ich am schnellsten von A nach B, und zwar ohne lästige Umwege oder ermüdende Langstreckenflüge? Wie wär’s denn zur Abwechslung mal mit der Gabe der Teleportation?  In „Jumper“ aus dem Jahr 2008 geht das wie geschmiert, leider nicht ohne Widerstände seitens einer Organisation, die das ungeregelte Treiben mit allen Mitteln unterbinden will und vor Mord nicht zurückschreckt:

höher, schneller, weiter *** https://www.youtube.com/watch?v=HFMba_XIPPQ

Außerdem weiß ich nicht, ob so ein Leben ganz ohne Freunde und Familie das Richtige für mich wäre.

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Schon Harry Potter wusste, dass so ein Tarnumhang seinen Reiz hat. Einfach mal unsichtbar sein – man könnte bei anderen ungehemmt Mäuschen spielen. In dem Horrorfilm „Der Unsichtbare“ von 2020, einer Adaption des gleichnamigen Romans von H.G. Wells bekommt es Cecilia Kass (Elisabeth Moss) mit so einem unsichtbaren Typen zu tun, der es auf sie abgesehen hat.

der fiese Stalker im Tarnanzug *** https://www.youtube.com/watch?v=6DZ4x75MPNA

Doch wie ich es schon ahne, es nimmt kein gutes Ende mit ihm.

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Eigentlich hätte diese Superkraft ganz nach oben gehört, denn durch die Zeit reisen zu können, wurde schon so oft in Filmen und Serien thematisiert, dass man das Thema „Zeitreisen“ schon als eigenständiges Genre betrachten könnte. Mal mit Hilfe einer selbstgebauten Zeitmaschine im Labor (bei H.G. Wells), mal mit einem DeLorean, der durch ein Missgeschick 30 Jahre früher ankommt (Zurück in die Zukunft) oder gleich ganz mit einer blauen Policebox, mit der man durch Raum und Zeit reisen kann, egal in welche Richtung (Dr. Who). Manche können das auch ganz aus eigener Kraft, verursacht durch einen Gendefekt (Die Frau des Zeitreisenden), aber mit unschönen Nebenwirkungen.

In der Miniserie „11.22.63 – Der Anschlag“ von 2016 gerät der Lehrer Jake Epping (James Franco) durch ein geheimes Zeitportal in der Vorratskammer seines Lieblings-Diners in das Jahr 1963 und hat fortan nur noch ein Ziel: Das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern und das Leben des Präsidenten zu retten.

eine Heldentat mit unerwartetem Ausgang *** https://www.youtube.com/watch?v=Xva0LPTVSv4

Wem das „der Anschlag“ im Titel bekannt vorkommt: Die Handlung basiert auf einem Bestseller von Stephen King.

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Da die meisten Szenarien in den oben genannten Werken rund um die gewünschten Superkräfte für mich nicht erstrebenswert sind, verzichte ich dankenswert auf die Verleihung oder den Erwerb solcher.