Die 5 Besten am Donnerstag : Black & White

Obwohl sich der Farbfilm weltweit durchgesetzt hat, werden ab und an immer noch Filme in Schwarz-Weiß gedreht; aber nicht weil es günstiger wäre, sondern weil diese Technik eine besondere Ästhetik hat. Das fand auch der Regisseur von „Parasite“, der 2020 zusätzlich noch eine Schwarzweiß-Version des Überraschungserfolgs hinterherschob.

Zitat: „I’m sure everyone will have a different opinion about this version. Personally, I think all the characters look even more poignant, and that the distinctions between the three different spaces where the families live, with all the shades of grey, are even more tragic“. (Quelle: https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=15631).

Wobei wir beim aktuellen Thema der 5 Besten am Donnerstag bei Passion-of-Arts wären: Es geht nämlich um neuere Filme.

In meinen „Top Five“ überwiegen diesmal die Komödien. Die Lage ist schon ernst genug – da brauche ich ab und zu etwas heiteres, um nicht völlig gaga zu werden. Wie meistens, fange ich mit dem Jüngsten an und höre mit dem Ältesten auf.

Alles in schwarz-weiß und ohne verständliche Dialoge, dafür mit einer Musik, die den teils echt absurden Slapstick eindrucksvoll untermalt. Ja, das Leben als Trapper ist hart, vor allem weil der Daddy der Angebeteten von ihm hunderte erlegter Biber verlangt, bevor er ihm das Töchterlein zur Frau gibt. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Gesehen habe ich die 108 Minuten lange Independent-Komödie beim Fantasy-Filmfest 2023 (oder war’s 2022?). Nun soll das mit einem Budget von nur 150.000 Dollar realisierte Werk am 13. Februar 2025 nochmal in die Kinos kommen.

Wehe, wenn sie losgelassen *** https://www.youtube.com/watch?v=m39iu2YW-oM

In quadratischem Format und mit einer ohrenbetäubenden Tonspur, wird hier das Grauen auf einer winzigen Insel vor der Küste Neuschottlands greifbar. Als Leuchtturmwärter machen sich Robert Pattinson und Willem Dafoe in dem 109 Minuten langen Drama von Robert Eggers gegenseitig das Leben zur Hölle und treiben einander in den Wahnsinn. Und das mitten in einem Sturm gigantischen Ausmaßes, der sie für Wochen bei zur Neige gehenden Vorräten festsetzt.

Es bringt Unglück, einen Seevogel zu töten *** https://youtu.be/X6fw9VbVJSQ

 Als Hommage an die Zeit des Übergangs vom Stumm- zum Tonfilm ist die 100 Minuten lange Tragikomödie nicht nur in Schwarz-Weiß gedreht, sondern auch fast vollständig als Stummfilm konzipiert. Lediglich in der letzten Szene ist ein Dialog zu hören:

let’s dance *** https://youtu.be/i2nNmU5v8zM

In dem Biopic von Tim Burton spielt Johnny Depp den glücklosen Regisseur Ed Wood, der seine an den Kinokassen gefloppten B-Movies für Meisterwerke hält und unerschütterlich an dem Traum von einer großen Karriere im Filmgeschäft festhält.

da wird selbst der Vampir blass *** https://youtu.be/CawVaHxWvnA

Landen drei in einer Gefängniszelle, doch nur einer von ihnen hat ein Verbrechen begangen – und raubt den anderen mit seinem Gequassel den letzten Nerv: John Lurie, Tom Waits und Roberto Benigni in einer Komödie von Jim Jarmusch.

was für eine Stimmung *** https://youtu.be/7OHg4Ayewao

Honorable mentions: der Animations-Sci-Fi „Renaissance“ von 2006, das animierte Biopic „Persepolis“ von 2007 und das 1946 in Rom spielende Drama „Morgen ist auch noch ein Tag“ von 2023, das zeigt, wie wichtig es ist, wählen zu gehen. Warum sie nicht ganz oben gelandet sind? Weil ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte und ich diesmal so wenig Drama wie möglich haben wollte (außerdem hatte ich Persepolis und Morgen ist auch noch ein Tag bereits).

Dienstags-Gedudel #256 –  aus aktuellem Anlass

„Keep you doped with religion and s€x and TV, and you think you’re so clever and classless and free, but you’re still f-ing peasants as far as I can see“

nie war ein Text wahrer als heute *** https://www.youtube.com/watch?v=zbbPAuAtSAA

Media Monday # 710 : Der Horrorladen

Seit Samstag kann ich die Liste der von mir besuchten Musicals um „Der kleine Horrorladen“ erweitern. Es waren vergnügliche zwei Stunden, die mich für den Stress der Parkplatzsuche entschädigten (ist halt blöd, wenn man auf der Homepage des Veranstalters den Hinweis findet, man könne im eigens reservierten Parkhaus für 5 Euro parken, und dann erfährt, dass die verantwortliche Person die Zufahrt gar nicht freigegeben hat). Grummel.

Ach, wäre es doch nur bei diesem fiktiven Blumenladen, in dem eine außerirdische Pflanze ihr Unwesen treibt und ständig nach „mehr“ verlangt, geblieben. Die Flut der Nachrichten aus Übersee treiben mich zu der Überlegung, dass der eigentliche Horrorladen leider schon längst geöffnet worden ist, und zwar 24/7.

Media Monday #710

1. Was mir mitunter am meisten am Hobby Film gefällt: dass ich oft schon wahre Juwelen abseits des Mainstreams gefunden habe. Funktioniert bei Musik aber genauso.

2. Mir zu überlegen, ob ich mir ein Theater- oder Opernabonnement zulege, ist mir zwar selten passiert, aber jetzt stehe ich kurz davor.

3. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, dass mancher Größenwahnsinnige durch Gutgläubigkeit eines Teils seiner Anhängerschaft ganz nach oben befördert wurde, können auch ganz schnell auf andere abfärben.

4. Hip Hop aus Irland in gälischer Sprache mag nicht unbedingt populär sein, aber den Film „Kneecap“ möchte ich mir als nächstes anschauen.

5. Es hätte wahrhaft bessere Möglichkeiten gegeben, um einen Sonntag bei allerschönstem Wetter zu verbringen, aber mir war mehr nach Gammeln im Bett und auf dem Sofa. Ob es daran liegt, dass meine Erkältung immer noch an mir nagt?

6. Musikhören Ist mir ja eine der liebsten Beschäftigungen, wenn ich schreibe.

7. Zuletzt habe ich wie eine Verrückte applaudiert und das war am Ende von „Der kleine Horrorladen“, weil hier „die Stimme“ (von Audrey2) eine Zugabe schmetterte und anschließend auch die Musiker und der Herr, der Audrey 2 auf der Bühne bewegt, an den Bühnenrand traten und ihre Gesichter zeigten.

52-Wochen-Challenge 2025 : KW 01 bis 04

Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück…

Quelle: https://norberteder.photography/wp-content/uploads/2024/12/52-wochen-foto-challenge-2025.png

Auch dieses Jahr gibt es auf dem Blog von Norbert Eder eine 52-Wochen-Challenge, bei der pro Woche ein Begriff fotografisch umgesetzt werden soll, aber nicht mit Fotos aus dem Archiv, sondern mit eigens dafür aufgenommenen Bildern. Nun hat das neue Jahr gerade erst angefangen, und schon sind die ersten Wochen sind ins Land gegangen, ohne dass ich irgendwas gemacht habe. Warum also nicht vier Wochenaufgaben jeweils in einem Beitrag zusammenfassen?

KW 01: Wasser (aufgenommen am 9.1.2025)

Warum immer nur Flüsse, Bäche, Seen oder das Meer im Bild festhalten? Auch Regentropfen können spannende Motive abgeben, spiegelt sich in ihnen doch die Umgebung auf dem Kopf stehend.

KW 02: Tier (aufgenommen am 31.1.2025)

Müssen es auch echte Tiere sein? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich mit der U-Bahn unterwegs war und dieses hübsche Wandgemälde gesehen habe:

KW 03: Vogelperspektive (aufgenommen am 30. & 31.1.2025)

Ein letzter Blick von oben auf ein Einkaufszentrum mit seinem bunten Dach, das mich an ein Containerschiff erinnert – und Kleingärten und ein historisches Gebäude in meiner Nähe.

KW 04: Wolken  (aufgenommen am 9.1.2025)

Hier lasse ich die Bilder für sich sprechen: