Nach 45 Jahren immer noch gut *** https://youtu.be/u09I7rMKpIs
Heute, am 22. Januar, sollen ja die Oscar-Nominierten bekanntgegeben werden – ein Thema, das mich früher mehr interessiert hat. Im Vergleich dazu geht es bei Passion-of-Arts um Längen spannender zu, denn jetzt wird’s sportlich. Denn das Thema Box- und Kampfsportfilme kommt diesmal von Martin – ich zitiere:
„Hier könnt ihr gerne auch eure Material Arts Favoriten und liebsten Bruce Lee Filme präsentieren. Oder ihr reiht die Rocky-Reihe in eine Top 5. Die Hauptsache ist, es geht um Boxen oder Kampfsport. Also macht euch fit bis dahin.“
Da muss ich mich gar nicht erst fit machen, denn ein Haudrauf bin ich nie gewesen und habe es auch nicht vor, eine/r zu werden. Aber zugucken? Was der Fendrich kann, kann ich schon lange. Und auch wenn hier vermutlich Werke wie „Fight Club“ eher nicht gefragt sind, bin ich doch gerne dabei, wenn sich zwei oder mehrere Sparringspartner auf der Leinwand begegnen. Der ein oder andere Film auf meiner Liste wird daher vermutlich niemanden überraschen. Dafür aber ein Genre, das hier vermutlich nur wenige in Betracht gezogen hätten.
Der Klassiker auf meiner Liste: Rocky (1976)
Ich glaube, es waren genau zwei Rollen, für die Sylvester Stallone mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Die erste war die des Vietnam-Veteranen John Rambo in „Rambo“ (First Blood) – und sechs Jahre davor die des Boxers Rocky Balboa in „Rocky“ – die Geschichte eines Amateurs und Außenseiters, der sich durch harte und schier endlose Trainingseinheiten für den Kampf gegen Apollo Creed, den amtierenden Weltmeister im Schwergewicht, fit macht. Am Ende mag zwar Creed nach Punkten siegen – doch dadurch, dass Rocky nicht aufgibt, und sich durch jede Runde kämpft, erringt er die Gunst des Publikums und wird Weltmeister der Herzen. Und wenn wir schon von Herzen sprechen: Natürlich darf auch die Liebe in dem mit drei Oscars ausgezeichneten Spektakels nicht fehlen – denn was für ihn wirklich zählt, ist das Herz der schüchternen Adrian, das er am Ende gewinnt. Außerdem ist die Musik legendär.
Boxen können auch andere : Million Dollar Baby (2004)
Anders als in „Rocky“ ist es hier die für den Boxsport eigentlich schon zu alte Kellnerin Maggie Fitzgerald (Hilary Swank), die es mit Hilfe ihres Trainers Frank (Clint Eastwood) und durch etliche Kämpfe, die sie durch K.O. gewinnt, bis zu dem entscheidenden Kampf gegen die Berliner Titelverteidigerin im Mittelgewicht schafft – doch durch einen Überraschungsangriff der mit unfairen Mitteln kämpfenden Gegnerin stürzt sie so schwer, dass sie danach vom Hals abwärts unheilbar gelähmt bleiben wird, inclusive künstlicher Beatmung für den Rest ihres Lebens – ein Zustand, mit dem sich die vom Verlust ihrer Gliedmaßen bedrohte Maggie nicht abfinden möchte, und so steht schon bald nach Erhalt der Diagnose das Thema Sterbehilfe im Raum. Ich habe bei dem 127 Minuten langen Werk Rotz und Wasser heulen müssen, so nah ging mir das Schicksal Maggies.
ob sich der Ehrgeiz am Ende auszahlt? *** https://youtu.be/_iH47yRY9UM
Vom Boxen zum Schaukampf : The Wrestler (2008)
Unter der Regie von Darren Aronofsky entstand dieses Drama mit Mickey Rourke in der Rolle eines Wrestlers, der seine besten Zeiten, in denen er in Arenen auftrat, schon lange hinter sich hat und kaum weiß, wie er die Miete für seinen Wohnwagen zusammen bekommen soll. Auch im Privatleben sieht es nicht allzu rosig aus, versucht er doch schon seit längerem, den Kontakt zu seiner Tochter aufrecht zu erhalten, die jedoch weniger begeistert von dem quasi nie anwesenden Vater ist. Klingt nicht sonderlich spannend? Äh, nein – denn anders als in „Million Dollar Baby“ besteht hier zu keiner Zeit die Gefahr, in Kitsch abzudriften – außerdem verlangt der Regisseur seinen Hauptakteuren so einiges ab, wenn ich z.B. an Natalie Portman in „Black Swan“ denken. Doch während sie zuvor noch Ballett getanzt hatte und sich im Vorfeld im wahrsten Sinne des Wortes blutige Füße holte, Mickey Rourke auf Erfahrung im Boxen zurückgreifen. Insgesamt gesehen liefert er für meine Begriffe eine beeindruckende Leistung als Charakterdarsteller ab.
eine beeindruckende Charakterstudie *** https://youtu.be/Z5yJLc78KDQ
Vom Realismus zu übernatürlichen Techniken : House of Flying Daggers (2004)
Und damit es ein sauberer Schnitt wird, springen wir mal eben aus der Gegenwart ins China des neunten Jahrhunderts – Rebellen gegen den Kaiser und seine Truppen, und jede Menge Kampfszenen. Kampf? Ach was sage ich… Das Motto „Wir trotzen jeglichen physikalischen Gesetzen“ würde es eher treffen. Auf eine Zusammenfassung der verschiedenen Handlungsstränge verzichte ich an dieser Stelle und lasse lieber die Bilder in traumhaften Farben für sich sprechen…
Was für eine Körperbeherrschung *** https://youtu.be/PWj_chL3dBQ
Ab 4:17 zeigt die blinde Dame übrigens, was sie mit dem Schwert tatsächlich drauf hat.
Martial Arts/Wu-Xia, zum Zweiten: Tiger and Dragon (2000)
Und alles nur, weil sie in Ruhe ihren Tee genießen wollte!
Man gehe mir nicht auf den Sack – https://youtu.be/Hp_KhU2h5XQ
Am Ende bleibt dann nur noch ein zerlegtes Teehaus übrig. Das war definitiv der erste Film, der mich für dieses Genre begeistern konnte. Eine Gouverneurstochter, die lieber als freie Kämpferin leben möchte, ein gestohlenes Schwert und jede Menge Kampfkünste in Kombination mit der Illusion des Fliegenkönnens, die dieses Genre so einzigartig machen. Auch hier spare ich mir eine nur unzureichende Zusammenfassung.
Das war’s jetzt von meiner Seite erst mal mit den sportlichen Aktivitäten. Schauen wir mal, was die nächste Woche auf dem Plan steht. Man will es ja nicht gleich zu Beginn übertreiben.