… ach was, noch nicht mal eines würde mich zu Massenspektakeln treiben. Das sah früher anders aus. Da wäre ich gerne selbst vor Ort gewesen, zum Beispiel wenn es um bestimmte Konzerte geht. Inzwischen habe ich es gerne etwas ruhiger und auch nicht ganz so lange, weshalb bei mir zur Zeit Kurzfilme ganz hoch im Kurs stehen. Dennoch habe ich es ins Kino geschafft, zu einem Film mit 106 Minuten Länge und von dem ich nicht gedacht hätte, dass er besser wird als sein Vorgänger „Tod auf dem Nil“.
Ja, ich gebe es zu: Eigentlich hatte ich mir geschworen, mir keine Agatha-Christie-Verfilmung mit Kenneth Branagh als Hercule Poirot mehr anzusehen – doch weil der Trailer zu „A Haunting in Venice“ gepflegten Grusel versprach, habe ich meine Vorsätze über Bord geworfen und wurde nicht enttäuscht.
1. Publikumsmessen wie die SPIEL ’23 habe ich schon lange von meinen To-Do-Listen gestrichen, seitdem ich vor Jahren das letzte Mal auf der Frankfurter Buchmesse war; es ist schlicht und einfach der Rummel, vor dem ich zurückschrecke.
2. Mit eine der faszinierendsten Locations in Film und Fernsehen ist Venedig, wie ich zuletzt eindrucksvoll in der Agatha-Christie-Verfilmung „A haunting in Venice“ feststellen durfte. Wenn ich allerdings lese, wie überfüllt die Lagunenstadt ist, bringen mich keine zehn Pferde dort hin.
3. Der Horrorctober wird dem Hype mehr als gerecht, schließlich ist das Spektrum dessen, was man jenem Genre zuordnen kann, ziemlich groß, so dass für jeden etwas dabei ist. Allerdings darf der sogenannte Hype dieses Jahr weitgehend ohne mich auskommen, da mein Pensum an Horror mit „A haunting in Venice“ bereits erfüllt wurde.
4. Ich will ja nichts beschreien, aber ich glaube, die Zeit der weiten und vor allem teuren Reisen ist für mich vorbei.
5. Frisch aufgebrühter Kaffee aus feingemahlenen Espressobohnen kommt bei mir/uns häufiger auf den Tisch, denn zur Zeit kann ich löslichen Kaffee nicht mehr sehen. Deshalb habe ich mir zur Feier des Tages einen Filter aus Porzellan gegönnt. Jetzt kann dem Genuss nichts mehr im Wege stehen, auch wenn die Zubereitung ein wenig länger dauert.
6. Es ist schon eine Erfahrung, an einem Schreibwettbewerb oder einer ähnlich gelagerten Challenge ohne sagenhafte Preise teilzunehmen. Blöd wird es nur dann, wenn man ein angefangenes Werk dafür unterbricht und dieses dann später fertig schreiben möchte und sich die Inspiration nicht einstellt.
7. Zuletzt habe ich mich über den Film „Killers of the Flower Moon“ schlaugemacht, und das war anscheinend bitter nötig, weil ich gerne vorher weiß, was da auf mich zukommt, wenn ich nur den Trailer sehe und meine Freundin anmerkt, sie würde ihn gern sehen. Jetzt weiß ich nicht nur, dass Leonardo DiCaprio und Robert de Niro darin zu sehen sind, sondern auch, dass das Werk beeindruckende 206 Minuten lang ist und ich gutes Sitzfleisch mitbringen muss.
Die Wörter für die aktuelle bis zum 4. November andauernde Etüdenrunde (hier, bei Christiane) stammen von Gerhard (und seinem Blog „Kopf und Gestalt“) und lauten:
Lehrer – grob – hauchen
Klingelingeling, hier kommt der Spinnenmann, in Form einer App, die die Welt nicht braucht:
⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳
Spiderman
Das musste ja kommen! Da hatte ich mich immer aufgeplustert und die allseits beliebte Panzerglasfolie als überflüssigen Schnickschnack abgetan, und nun widerfuhr meinem Mobiltelefon das gefürchtete Schicksal: der Besuch Spidermans.
Spiderman? So jedenfalls bezeichnete mein Kollege, der sich mein Mobiltelefon ansah, auf dessen Display sich ein weitverzweigtes Netz von Sprüngen ausgebreitet hatte, den angerichteten Schaden. Nachdenklich kratzte er sich am Kopf:
„Ich will ja nicht den Oberlehrer raushängen lassen, aber wenn man mit seinem Handy so grob umgeht wie du bei jeder Gelegenheit, muss man sich nicht wundern, dass es irgendwann sein Leben aushaucht. Da kann nur noch ein Handydoktor helfen…“
Herr Lehrer, ich weiß was? Nämlich einen Reparaturdienst – und der haucht dem armen, scheintoten Ding neues Leben ein? Was in der Theorie gut klang, war aber genau das, was ich mich nicht traute. Nicht umsonst hatte ich das Gerät ausgeschaltet, nachdem die Risse aufgetaucht waren und sich Kristalle an die Oberfläche gewagt hatten, um eine feine Kruste zu bilden.
Am Abend folgte dann der nächste Schock: Für mein drei Jahre altes Modell gab es keine Ersatzteile mehr, und so erübrigte sich der Gang zu einem solchen Servicebetrieb. Da half nur noch der Kauf eines neuen Telefons und das Hoffen darauf, dass das zerstörte Altgerät so lange durchhielt, bis alle Daten auf das neue übertragen waren.
⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳
216 Wörter für ein Missgeschick, das ich meiner eigenen Unachtsamkeit verdanke.
Oktober ist bekanntlich ein horrorlastiger Monat, wenn es nach etlichen Blogs geht, und da machen „Die Besten am Donnerstag“ (hier, bei Gina) keine Ausnahme. Los geht es aber mit dem folgenden Thema:
„Top 5 epische Science Fiction-Filme mit beeindruckenden Welten | @aequitasetveritas“
– da musste ich schon ein wenig nachdenken. Aber hier sind sie nun, meine Top Five – in alphabetischer Reihenfolge.
Der Marsianer – rettet Mark Watney *** Von der Crew auf dem Mars zurückgelassen, hat man zwei Möglichkeiten: 1) angesichts der knappen Ressourcen wirft man sofort das Handtuch – oder 2) man kämpft um sein Überleben und versucht alles, um den Kontakt zu seinen geflüchteten Kollegen herzustellen.
Die Tribute von Panem – The Hunger Games *** Nicht nur die Arena, in der 24 Tribute bis zum bitteren Ende gegeneinander kämpfen sollen, ist auf eine perfide Weise beeindruckend – schon allein, weil sich manipulierende „Spielmacher“ immer neue Gemeinheiten ausdenken, um das Publikum zu unterhalten und die Tribute in die Bredouille zu bringen. Auch das Kapitol erzielt diesen Effekt mit seinen Monumentalbauten.
Dune: Part One *** Wenn das Remake besser als das Original ist (jedenfalls für mich) – die scheinbar endlosen Wüsten von Arrakis, unter zwei Monden auf einer großen Leinwand zu erleben, diese Szenerie hat bei mir noch lange nachgewirkt.
Inception *** Wenn sich aufbauende Landschaften und Innenräume allen Regeln der Physik zuwiderlaufen und im Hirn für Verwirrung sorgen, frage ich mich bis zum Schluss, wie so viele andere Kinobesucher auch, was nun real war und was nicht.
Interstellar *** Versuchen Sie einmal, die vierte Dimension in einem zweidimensionalen Medium darzustellen: eine Aufgabe, bei dem der Kopf schnell ins Rauchen kommen kann.
Die Wörter für die aktuelle bis zum 4. November andauernde Etüdenrunde (hier, bei Christiane) stammen von Gerhard (und seinem Blog „Kopf und Gestalt“) und lauten:
Lehrer – grob – hauchen
Fasse dich kurz? Oder auch mal kürzer, so wie heute:
⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳
Der Overkill
Wenn Stylisten zu Lehrern mutieren – o, wie mich das begeistert.
Da wollte ich mir lediglich ein paar Tipps zum Aufmöbeln meiner seit Pandemiebeginn nicht mehr getragenen Garderobe holen, weil ich nicht einsah, fragwürdigen, im Zwei-Wochen-Takt wechselnden Trends hinterherzujagen. Denn warum Geld für überflüssigen Schnickschnack in minderwertiger Qualität ausgeben, wenn der eigene Schrank gut gefüllt ist?
Aber wie das so mit dem Wollen ist: Kaum hatte ich meine bevorzugte Plattform virtuell betreten, da ging es auch schon los und mir stellten sich eine Handvoll Influencer in den Weg, die sich mit Inbrunst ihrer Lieblingsbeschäftigung widmeten: dem Verkünden dessen, was man noch guten Gewissens tragen konnte und was nicht – eine Tätigkeit, mit der sie, wohlgemerkt, Geld verdienen.
Begriffe schwirrten durch den Raum wie Motten um das Licht: Leiser Luxus anstatt lautem Geld… Oder war stilles Geld gegenüber schreiendem Luxus gemeint?
Dazu eine Musikbeschallung, die sich beim ersten Hören grob in ein vergangenes, ganz bestimmtes Jahrzehnt einordnen ließ und die man anscheinend gewählt hatte, um zu zeigen, wie nostalgisch gewisse Kombinationen ihres Erachtens wirkten. Cognac zu Beige statt Rot zu Schwarz?
Altbacken? Wer’s glaubt… Ich jedenfalls nicht! Welch Reizüberflutung. Und so konnte ich nur noch ein fassungsloses „Alexa – leiser!“ vor mich hin hauchen.
⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳⧳
200 Wörter für die virtuellen Oberlehrer, denen man nicht sein uneingeschränktes Gehör schenken sollte.
Auch mal schön: Eine bevorstehende kurze Woche. Nicht so schön: Mein Muskelkater, der mich seit einer Feuerübung verfolgt, da 38 Stockwerke abwärts zu laufen nicht unbedingt das ist, was ich regelmäßig in meiner Freizeit veranstalte. Ich sehe schon: Mehr Bewegung tut not. Die Gelegenheit dazu ist vorhanden, ich muss sie nur nutzen. Doch nun zum 640. Media Monday mit seinen sieben Lückentexten, das Allerschönste diesen Sonntag ab 18:00 Uhr:
1. Vom Oktober – oder gerne auch Horroctober – erwarte ich mir dieses Jahr eher nicht so viel, da ich mit Lesen voll und ganz ausgelastet bin.
2. Für einen richtig guten Horrorfilm braucht es eine gruselige Atmosphäre oder eine bedrohliche Stimmung – beides liefert mir unter Umständen aber auch ein sogenannter Film Noir, wie zum Beispiel der Kurzfilm „Miss Barton’s Famous Cakes“, den ich auf Youtube entdeckt habe:
Der hat zwar eine Dauer von nur knapp dreizehn Minuten, aber ich fand den äußerst gelungen.
3. Mich gruselt es ja immer, wenn groteske oder extrem langsame Bewegungen zu sehen sind, beispielsweise wie bei der Person, die in „The Ring“ zuerst aus dem Brunnen und dann aus dem Fernseher gekrochen kommt.
4. „Beilight – Biss zum Abendbrot“ ist zwar auch schauderhaft, aber eher weil schon die filmische Vorlage zum Davonlaufen ist, die Parodie aber leider noch viel lahmer und extrem infantil daherkommt.
5. Wenn ich etwas mit dummdreister Ignoranz verbinde, dann, dass Leute, die es eigentlich nach x Übungen besser wissen müssten, genau den Fehler machen, den sie eigentlich nicht machen dürften und dann noch patzig reagieren, wenn man sie auffordert, den Platz zu räumen, weil sie sich an der falschen Stelle versammelt haben und nicht am Sammelplatz. Um mich von den negativen Gedanken abzulenken, gebe ich jetzt das Mikrofon weiter an Yothu Yindi mit „World Turning“ (seltsamerweise funktioniert hier auf einmal nur noch der Link, aber nicht die Einbettung in den Beitrag).
6. An einer Stelle im Spiel festzustecken, ist für mich auch immer ein Zeichen, dass ich mich spätestens dann mit etwas anderem beschäftigen sollte, bevor ich noch etwas unüberlegtes tue. Nur könnte dann die Gefahr bestehen, dass ich etwas noch unüberlegteres tue. Am Ende könnte eine Extrarunde zu laufen, nicht die dümmste Umorientierung sein. Es sei denn, ich finde unter dem Stichwort „Just keep walking“ das passende, inzwischen auch schon wieder 40 Jahre alte Video.
7. Zuletzt habe ich beim Weihnachtsgebäck zugeschlagen und das war ein ungeplanter Zufallskauf, weil ich Lust auf Gebäck hatte, aber nicht die üblichen Verdächtigen einsacken wollte. Geworden sind es Pfeffernüsse. Jetzt ist die Packung fast leer und mein Bedarf für die nächsten Wochen gedeckt.