Eine Woche ist das neue Jahr schon alt, und endlich geht es bei Christiane in die 2024er Etüdensaison mit den von Ludwig Zeidler (der auch der erste Spender in 2023 war) gestifteten Wörtern: Krisenmodus ~ faul ~ empfehlen.
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Egal, oder: das ikeA-Prinzip
„Ich glaub, ich krieg einen Anfall!“
Seufz, stöhne ich innerlich vor mich hin. Nicht schon wieder diese Leier.
„Was heißt da Seufz ?????“
Mist, das hat er gehört. Soll ich ihm jetzt ernsthaft verklickern, dass er sich in letzter Zeit ständig im Krisenmodus befindet und ihn fragen, ob das auch irgendwann wieder aufhört? Nicht, dass es mich größer interessieren würde; also beschließe ich, lieber auf Zeit zu spielen.
„Also gut. Was haben wir heute für ein Problem?“
„Problem? Na, du bist gut. Schaust du denn überhaupt keine Nachrichten?“
Nachrichten. Das ideale Minenfeld, um sich zu blamieren, weil man ja anscheinend seit Jahren unter einem Stein lebt. Aber gut, lass mich raten: Bahnstreik? Klimakleber? Bauernaufstand?
Nein, nach einer kurzen aber heftigen Tirade schwenken wir um ins beliebte Fahrwasser: die lieben Kollegen, vor allem die mit den wohlbekannten Extrawürsten. Das Übliche. Also hole ich an dieser Stelle tief Luft.
„Ich will dir ja nicht zu nahe treten, mein Lieber – aber hier würde ich dir gerne empfehlen, öfters mal ‘nen Gang runterzuschalten, bevor du noch ‘nen Herzinfarkt bekommst.“
So weit so gut, sein Augenrollen habe ich irgendwie erwartet, nicht aber seine Antwort.
„War ja klar, dass sowas nur von dir kommen kann. Du bist ja nur zu faul, deinen Allerwertesten vom Sofa zu heben, du alte Couch-Potato.“
Jedem Tierchen sein Pläsierchen, und vielleicht hat er ja auch recht – er, mein innerer Schweinehund -, aber bevor isch mich uffreesch, is mer’s liewer egal.
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240 Wörter für einen Spruch, der den Fußboden des Klingspor-Museums in Offenbach schmückt.





