Gehe an ein Motiv so dicht ran wie möglich. Wenn man eine vernünftige Kamera hat, kein Problem. Nur, was tun, wenn das einzig brauchbare Werkzeug immer noch das Smartphone ist?
Kann ich denn so überhaupt die Aufgabe „Makro“ in der 37. Kalenderwoche (9. bis 15. September) von Norbert Eders 52-Wochen-Challenge erfüllen? Ich habe es trotzdem versucht. Aber vorsicht – die Bilder von einem Insekt an meinem Schlafzimmerschrank könnte unangenehme Gefühle bei der betrachtenden Person auslösen.
Bei Stepnwolfs Mitmachprojekt „Das Werk zum Wort“ geht es in der 38. Kalenderwoche (21. Bis 27. September) um den Begriff „Herrscher“. Da wusste ich sofort, was ich daraus machen werde.
Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch, fotografisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.
In dieser Szene aus „Der Herr der Ringe“ schaut Frodo in Galadriels Spiegel, der ihm offenbart, was war, was ist und was sich noch nicht ereignet hat. Vielleicht wird sich das Gezeigte auch niemals ereignen (wer weiß das schon so genau).
Für mich zählt diese Szene zu den stärksten dieser Trilogie: Frodo bietet Galadriel den Ring an, doch sie beschreibt eindrücklich, was passiert, wenn man Sauron gegen eine schöne und gleichzeitig entsetzliche Herrscherin austauscht:
„Du gibst ihn mir freiwillig. Ich leugne nicht, dass mein Herz das sehr begehrt hat. Anstelle eines dunklen Herrschers hättest du eine Königin; nicht dunkel, aber schön und entsetzlich wie der Morgen, tückisch wie die See, stärker als die Grundfesten der Erde. Alle werden mich lieben und verzweifeln!“
Glücklicherweise lehnt sie Frodos Angebot ab.
„Ich bestehe die Prüfung. Ich werde schwächer werden und in den Westen gehen und Galadriel bleiben.“