Das Werk zum Wort ~ 46 : Fotoapparat

Ach, du Schreck. Die 46. Kalenderwoche (16. bis 22. November) ist fast vorbei und somit die letzte Gelegenheit, etwas zu Stepnwolfs Projekt „Das Werk zum Wort“ beizusteuern – denn es geht um den Begriff Fotoapparat:

Zuerst wollte mir nichts einfallen, doch jetzt erinnere ich mich wieder an einen Rock, den ich genäht und am 17. Februar 2018 auf meinem Blog präsentiert habe:

Ob er mir allerdings nach sechs Jahren immer noch passt, habe ich nicht ausprobiert. Möglich wäre es.

ABC -Etüden – Wochen 45 bis 48 : Etüde 2 – Nachfolger gesucht?

Ich dachte nicht, dass ich noch eine Etüde vor dem Advent (für Christianes Projekt) schreiben würde, aber die von Anna-Lena gespendeten Wörter Ehrenamt, enthusiastisch und lesen haben mich nicht losgelassen. Die Inspiration kam diesmal von einem Kondolenzbuch, dem ich heute mal wieder einen Besuch abgestattet habe, wie schon seit ein paar Jahren.

Sie konnte es kaum glauben, als sie es las: Dem virtuellen Kondolenzbuch, das Verwandte und Freunde zu Ehren des 1997 unter mysteriösen Umständen Verstorbenen im Internet eingerichtet hatten, drohte nun das Ende.

Und nicht nur, weil Speicherplätze langsam knapp wurden, sondern weil einer der IT-Experten mit seine Fühler nach einer Karriere in der Politik ausgestreckt hatte. Leider viel zu enthusiastisch, denn vor lauter Euphorie hatte er sein Zeitmanagement nicht mehr im Griff.

Lasst mich raten, dachte sie, ihr habt keinen Nachfolger gefunden, und bedauerte die Fans auf der ganzen Welt sowie Freunde und Angehörige, die dort stets an zwei bestimmten Tagen des Jahres ihre Gedanken und Gefühle miteinander teilten.

Wo wäre in Zukunft der Platz für ihre Erinnerungen und Worte des Trostes? Was für ein Verlust, und nicht zuletzt auch für mich… Der Gedanke ließ sie fröstelnd innehalten und sie schloss das Fenster.

Doch was, wenn sich jemand anderes fände? Jemand wie sie?

Wolltest du nicht schon immer mal ein Work-and-Travel-Jahr einlegen? Südafrika, Kanada oder Australien? Und IT-Leute werden ja schließlich immer gesucht. Das hier wäre deine Chance…

Man müsste ihr außer Kost und Logis sogar nicht einmal etwas zahlen, wenn sie ihren Herzenswunsch den richtigen Leuten an den richtigen Stellen als Ehrenamt verkaufte.

Jetzt musste nur noch jemand ein Einsehen haben und das Abenteuer konnte beginnen.

216 Wörter für ein fiktives Szenario, das auch ruhig fiktiv bleiben darf.

ABC -Etüden – Wochen 45 bis 48 : Etüde 1 – Zukunftsmusik

Wir haben die letzte Etüdenrunde in diesem Jahr (hier, bei Christiane), bevor es mit den Adventüden losgeht – und die Wörter Ehrenamt, enthusiastisch und lesen wurden von Anna-Lena und ihrem Blog gespendet. Meine Etüde steht noch ganz unter dem Einfluss der vergangenen Wochen und einer Dankes-E-Mail von unserem Wahlamt.

Den Vorruhestand antreten: das liest sich zunächst mehr als enthusiastisch, zumindest auf dem Papier. Doch was, wenn man keinen Plan hat, was man mit der neu gewonnenen Lebenszeit und -qualität anzufangen gedenkt? Manche werden schwermütig oder versumpfen in unstrukturierten Tagesabläufen, weil das gewohnte Umfeld fehlt.

Diese Angst, liebe Leute, die ihr meine Etüden lest, müsst ihr um mich nicht haben. Denn alles deutet darauf hin, dass ich zu den „Rentnern“ gehören werde, die niemals Zeit haben. Und falls doch, was spräche dagegen, wenn ich mich einem Ehrenamt widmete? Übung habe ich ja schon genug, dank meiner Erfahrung als Wahlhelferin. Vielleicht kommt die Gelegenheit dazu ja schon früher als erwartet.

109 Wörter für eine Etüde, die ich mit Verzögerung hochlade, weil ich meinem beim 698. Media Monday ausgepackten Überraschungspaket nicht zuvorkommen wollte.