… die das Original übertreffen. Darum geht es heute bei Passion-of-Arts. Hier bin ich zunächst komplett ratlos gewesen, weil ich jetzt nicht so viele Filme kenne, auf die die gewünschten Kriterien zutreffen:
*** Hollywood gräbt aus was geht. Vorher bekamen wir Prequels, jetzt bekommen wir Sequels. Aber zu Filmen, die schon sehr alt sind. Die Zeitspanne beläuft sich hierbei aktuell bei über 10 oder 20 Jahren. Ob das gut oder schlecht ist, lässt sich diskutieren. Spannender ist jedoch zu wissen, welche Filme davon sogar noch besser als der Vorgänger ist. ***
Ich habe es trotzdem versucht und muss leider sagen, dass aus den genannten Universen nicht alles in die Kategorie „Sequel“ fällt, sondern eher das Prädikat „Prequel“ verdienen würde. Die Reihenfolge meiner fünf Kandidaten liegt diesmal in dem zeitlichen Abstand zwischen Original und Kandidat, wobei ich mit dem größten Abstand anfange.
Die fantastische Welt von Oz (2013)
Wie ein Zauberkünstler aus Kansas zum mächtigen Zauberer von Oz wurde. Eigentlich ist „Die fantastische Welt von Oz“ kein Sequel des Films „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939, sondern erzählt die Vorgeschichte. Ein Sequel zu dem Original von 1939 gab es zwar auch, doch die 1985er Verfilmung der Kinderbuchreihe von L. Frank Baum habe ich nie gesehen, so dass ich mir kein Urteil erlauben kann. Die Neuverfilmung der literarischen Vorgänger mit James Franco als Zauberer und Mila Kunis, Rachel Weisz und Michelle Williams als Hexen jedoch schon und fand diese knallig bunt und auch wegen der anderen Darsteller (u.a. Zach Braff und Ted Raimi) sehenswert. Der zeitliche Abstand zwischen Original und Prequel beträgt 74 Jahre.
wenn aus der guten eine böse Hexe wird *** https://youtu.be/1qiqJwfvs1A
Mary Poppins‘ Rückkehr (2018)
Hier handelt es sich um eine echte Fortsetzung des Films „Mary Poppins“ von 1964. Zeitlich liegen 54 Jahre dazwischen, und auch die Handlung des Films ist später angesiedelt als im Vorläufer. Hier begleiten wir die Geschwister Michael und Jane Banks (gespielt von Ben Whishaw und Emily Mortimer), die aufgrund der Weltwirtschaftskrise in der Klemme stecken. Interessante Details am Rande: Dick Van Dyke, der auch schon in „Mary Poppins“ zu sehen war, hat im Nachfolger einen Auftritt. Auch Lin-Manuel Miranda (Hamilton) sowie Colin Firth, Angela Lansbury und Meryl Streep sind ebenfalls mit an Bord.
sie ist wieder zurück und hat eine Mission *** https://youtu.be/0UeecDRBj74
Blade Runner 2049 (2017)
Hier muss ich leider zum ersten Mal schummeln, denn das Original „Blade Runner“ von 1982 habe ich nie gesehen; dafür aber diesen fast drei Stunden langen Film mit Ryan Gosling und Harrison Ford. Zeitlich liegen 35 Jahre zwischen beiden Filmen.
Wiedersehen mit alten Bekannten *** https://youtu.be/TBfVPpuwU-A
Der gestiefelte Kater – der letzte Wunsch (2022)
Mein ganz persönlicher Liebling, den ich mir sogar zweimal angesehen habe… Elf Jahre nach „Der gestiefelte Kater“ konnten Fans den schnurrenden Helden erneut bewundern, diesmal sogar in 3D, was bei den unterschiedlichen Zeichen- bzw. Animationstechniken eine reizvolle Zugabe für mich war, denn auch in herkömmlichen 2D hat mich die Geschichte begeistert. Tatsächlich handelt es sich bei der Story um den Kater, der nur noch ein Leben hat und den tief im Wald verborgenen, sagenumwobenen Wunschstern finden will, um eine Fortsetzung. Auch Kitty Samtpfote ist bei dieser Reise durch alle möglichen Märchen wieder mit dabei. Und sie und der Kater haben einen Begleiter – den etwas simpel gestrickten Hund, der trotz aller Widrigkeiten nur das Gute sieht und folglich auch etwas ganz anderes auf der magischen Schatzkarte als die beiden Katzen.
vergeude nicht dein Leben, vor allem wenn von 9 nur noch eines übrig ist *** https://youtu.be/qJlZjJDndr8
Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes (2023)
Schummeln, die Zweite. Denn erstens handelt es sich bei der 157 Minuten langen Romanverfilmung um die Umsetzung eines Prequels. Angesiedelt ist das Epos mit Rachel Zegler, Peter Dinklage und Octavia Spencer 64 Jahre vor den 74. Hungerspielen, aus denen Katniss Everdeen und Peeta Mellark als Sieger hervorgingen – also zur Zeit der zehnten Hungerspiele. Das Lied von Vogel und Schlange beleuchtet außerdem den Werdegang von Coriolanus Snow, dem späteren Präsidenten von Panem, der hier zum ersten Mal als Mentor eines weiblichen Tributs aus dem 12. Distrikt in Erscheinung tritt und wesentlichen Einfluss auf die späteren Hungerspiele hat. Mit acht Jahren Abstand zu „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ von 2015 ist dieses dystopische Werk außerdem das Küken unter den Nachfolgefilmen. Warum mir diese Verfilmung besser gefallen hat als Mockingjay 2? Weil die Unsitte des Aufteilens des dritten Bandes der Trilogie in zwei Teile nicht nur bei Hardcore-Fans, sondern auch bei mir zu Unmut geführt hat und der Abschluss auf diese Weise nur unnötig in die Länge gezogen wurde.
da war Musik drin *** https://youtu.be/m9XO04i0eOU
Auch nicht von schlechten Eltern: „The Fall Guy“ aus dem Jahr 2024 als Filmadaption der Fernsehserie „Ein Colt für alle Fälle“, die bei uns von 1983 bis 1987 lief. *** und, nein, bei dem Beitragsfoto handelt es sich um einen Gag zum Thema „Fortsetzungen“, der im Postillon breitgetreten wurde (von wegen Dinner for two, Dinner for three und Dinner for four).






