52-Wochen-Challenge 2026 : KW 03 – Mathematik

Immer schön der Reihe nach. In der dritten Kalenderwoche der 52-Wochen-Challenge 2026 von Norbert Eder lautet das Thema Mathematik – und hier stieß ich schon sehr früh an meine Grenzen, bis mir jetzt einfiel, irgendwer hätte behauptet, Nähen sei Mathematik.

Tatsächlich spuckt meine Suchmaschine eine umfangreiche Aufstellung mathematischer Gebiete aus, wenn ich diese Behauptung eingebe. Neben Geometrie und Messen, Arithmetik und Bruchrechnung kommen angeblich auch Algebra und Trigonometrie zum Einsatz. Ich für meinen Teil bleibe bei Messen und Geometrie, symbolisiert durch Handmaß, Maßband und Karomuster, letzteres als Beispiel für Symmetrie.

Und hier die Messwerkzeuge und andere Utensilien in einem Stillleben vereint.

Die 5 Besten am Donnerstag : oscarprämierte Filme

Nachdem ich gleich zwei Ausgaben übersprungen habe (#4-Januar und #1-Februar), geht es heute bei mir weiter mit den Top 5 der oscarprämierten Filme. Denn um die geht es heute bei Passion-of-arts.

Die Oscars sind für mich schon seit längerem kein ausschlaggebendes Kriterium dafür, mir einen Film anzuschauen, denn nicht immer ist für mich ein ein nominierter Film auch ein Garant für Unterhaltung nach meinem Geschmack. Vor allem geht mir gegen den Strich, dass manche Filme mit Oscars geradezu überhäuft werden, während andere Nominierte leer ausgehen. Und wenn ich dann noch höre, dass die Jury sich die Filme nicht einmal alle angesehen hat…

Positiv hervorheben möchte ich an der Stelle aber noch einmal die Tatsache, dass ich durch eine Nominierung (oder zumindest die Vorentscheidung) eventuell die Gelegenheit bekomme, mir ein Werk, das ich verpasst habe, jetzt noch einmal anzusehen, wie aktuell im Fall von „In die Sonne schauen“. Wie vorgeschlagen, beschränke ich mich auf Filme, die in der Kategorie „Bester Film“ einen Oscar gewonnen haben – Zitat:

And my winners are – ohne Wertung – vom „neuesten“ bis zum ältesten Gewinner, wobei ich darauf verzichtet habe, nachzuforschen, wie viele Oscars insgesamt das jeweilige Werk noch so bekommen hat.


Manchmal erfahre ich von solchen Perlen nur, wenn sie im Fernsehen angekündigt werden – so auch in diesem Fall, denn das Schicksal des in New York geborenen Solomon Northup, der 1841 entführt wird und als Sklave auf einer der vielen Baumwollplantagen im Süden Amerikas landet, hat mich tief berührt. Das unter der Regie von Steve McQueen und von Brad Pitt mitproduzierte Historiendrama stützt sich auf die Memoiren Solomon Northups, die unter dem Titel Twelve Years a Slave (Narrative of Solomon Northup, a citizen of New-York, kidnapped in Washington city in 1841, and rescued in 1853, from a cotton plantation near the Red River in Louisiana) kurz nach dessen Wiedererlangung seiner Freiheit erschienen, dann aber nach mehreren erfolgreich verkauften Auflagen für lange Zeit in Vergessenheit geriet und in den 1960er Jahren neu aufgelegt wurde. 

Das etwas andere Biopic *** KinoCheck-Trailer: https://youtu.be/kuZS_tVovOA


Gehen wir acht Jahre zurück. Ein Drama, ausgehend von einem Unfall, in dem als Ausgangspunkt alles, was sich am in Rückblende gezeigten, vorangegangenen Tag ereignet, zusammenläuft. In dem Episodenfilm, entstanden unter der Regie von Paul Haggis ziehen sich rassistische Vorurteile zwischen allen Beteiligten und gegenüber sämtlichen Bevölkerungsgruppen bzw. deren Ethnien wie ein roter Faden durch die 113 Minuten, die sich für mich wesentlich kürzer angefühlt haben.

TrailerTracker–Trailer: https://youtu.be/1ARmYnnafmA


Damit habe ich nicht gerechnet, als zur Suche nach den Oscars für die besten Filme aufbrach. Aber was soll ich sagen? Das bildgewaltige Epos als Abschluss der in einem Rutsch gedrehten Fantasy-Trilogie wartet nicht nur mit erstklassigen Darstellern auf, auch die Musik aus der Feder von Howard Shore ist ein Genuss, und die eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen erst… – So habe ich mir früher beim Lesen immer Mittelerde vorgestellt. Mein Fazit: Hier stimmt für meinen Geschmack einfach alles. Aber ob es wirklich 11 Oscars gebraucht hätte?

KinoCheck Home-Trailer: https://youtu.be/p6IjSLFExiw


Für die meisten steht die Geschichte von Romeo und Julia – verfilmt als Musical zur exzellenten Musik von Leonard Bernstein – im Vordergrund (was es auch sollte). Ich weiß nur nicht, ob ich eine der Wenigen bin, die auch auf die Zwischentöne achten, wie hier im Falle der Kritik an der Systematik, wie mit jugendlichen Straftätern umgegangen wird: „Hey, I’ve got a social disease“ – „So take him to a social worker“. Und so trabt der Polizist mit dem Delinquenten zum Richter – welcher ihn an den Psychiater verweist. Der wiederum schickt ihn an den Sozialarbeiter, der aber auch keine Lust auf den Job hat und empfiehlt, den Jungen für ein Jahr ins Kittchen zu schicken. Am Ende kommt gar nichts dabei heraus, weil sich alle im Kreis drehen. Aber sei’s drum. In der modernen Version von Romeo und Julia sind es nicht mehr die noblen Veroneser Familien Montague und Capulet, sondern zwei verfeindete New Yorker Straßengangs, die Jets und die Sharks – erstere bestehen ausschließlich aus weißen Amerikaners, letztere setzen sich aus Puertoricanern zusammen. Dass die Liebe zwischen Tony, einem Gründungsmitglied der Jets, und Maria, der Schwester des Shark-Bandenchefs Bernardo, kein glückliches Ende nimmt, liegt bei dem Grundmotiv auf der Hand. Was ich nicht unerwähnt lassen möchte, ist die Rolle von Anybodys (gespielt von Susan Oakes), einem als Tomboy auftretenden Mädchen, das sich vergeblich einen Platz bei den Jets erhofft.

Einer schiebt’s auf den anderen – Gee Officer Krupke! *** https://youtu.be/j7TT4jnnWys


Moment mal, am Anfang 12 Years a Slave und jetzt dieses Südstaaten-Melodram, das HBO von seiner Streaming-Plattform genommen hat, um es später „neu zu kuratieren, zu kommentieren und (mit eventuellen Triggerwarnungen versehen), neu einzuordnen? Die Information über HBO habe ich übrigens vom Youtube-Kanal „Die Filmanalyse“. Auslöser war gemäß dem zitierten Beitrag ein Artikel von John Ridley in der Los Angeles Times mit seiner darin enthaltenen Forderung, der Streamingdienst dürfe den Film nicht wie jeden anderen behandeln, „da die Darstellung von Schwarzen massiv diskriminierend sei und überdies die Sklaverei in den Südstaaten des 19. Jahrhunderts verherrlicht werde.“

Wem der Name John Ridley nichts sagt: Er hat das Drehbuch zu 12 Years a Slave geschrieben. Ich glaube, wer sich den Film heute ansieht (zumindest die Leute, die ich kenne), kommt gar nicht erst auf den Gedanken, Sklaverei als etwas Positives zu sehen. Was bei mir jedoch außer den spektakulären Szenenbildern in Technicolor und der immensen Länge von 220 Minuten (ohne die Ouvertüren) haften blieb, ist neben Scarlett O’Hara und Rhett Butler, die sich beide keinen Deut darum scheren, was andere von ihnen denken, die eine Szene, in der die vom den Gedanken an Kriegs berauschten jungen Südstaatler als nicht gerade die hellsten Kerzen auf dem Leuchter rüberkommen. PS: Wer sich nicht das ganze Vier-Stunden-Drama geben möchte, dem empfehle ich die auf knapp 13 Minuten kondensierte Zusammenfassung mit Playmobil-Figürchen – die ist hier zu finden.

Warner Bros. Entertainment – Trailer: https://youtu.be/h2oX0zQA67U


So, das waren meine fünf Oscar-Kandidaten. Wir sehen uns wieder zur Verleihung der Goldenen Palme, denn die asiatischen Kampfkunst-Ikonen überspringe ich gepflegt.