NEON, Baby! ~20~ :  die Entdeckung der Unionität

Schon im September hatte ich bei den Frankfurter Stadtevents diese Veranstaltung gebucht: „Die Kunst der Unionität – Ein außergewöhnlicher Spaziergang zwischen Kunst & Gesellschaft, Mensch & Kultur“ – Zitat:

Das Flanieren mit ständigem Innehalten und Lauschen begann gestern um 10:30 Uhr statt und dauerte dann doch länger als die geplanten 90 Minuten, und wir kehrten auch nicht ins Starnberger Wirtshaus ein, sondern in ein anderes, das sich auf dem Areal befindet. Brrr!

Aber wir wollen ja mal nicht so zimperlich und verfroren sein – schließlich haben wir ja gewusst, worauf wir uns in der kalten Jahreszeit einlassen – nämlich um eine Führung auf dem Union-Gelände (eine stillgelegte Brauerei), die der Immobilienentwickler Ardi Goldmann zusammen mit verschiedenen Künstlern in einen Kunst- und Skulpturenpark verwandelt hat. Ich möchte mich hier nicht seitenlang darüber auslassen, welche Einblicke wir in die Geschichte Frankfurts gewinnen konnten, aber eines hat mich hier sofort begeistert: die vielen Lichtinstallationen.


Wie zum Beispiel dieses grüne Exemplar:

Hier muss man schon hoch hinauf schauen, um den Satz in seiner Gänze zu erfassen:

Und hier vielleicht nicht ganz so hoch:

Bevor es in den Untergrund geht – noch ein kurzer Stopp an einer umfunktionierten Polizeisäule (oder war’s eine Notrufsäule?):

Der Gang in den Untergrund führt über die Einfahrt zur Tiefgarage: Fly me to the moon vs. Stairway to Heaven

Den passenden Astronauten gibt’s auch dazu

Und natürlich auch die Rakete

Doch das Beste an der folgenden Leuchtreklame (die nachts eingeschaltet wird) ist ihr Wiederauftauchen nach fast 30 Jahren. Sie gehörte früher zum größten Kino Offenbachs, in das ich als Kind und Jugendliche immer gerne gegangen bin. Doch dann wurde das Gebäude verkauft und der Schriftzug verschwand. Heute befindet sich in dem Haus ein Supermarkt, aber die Werbeschrift hat ihre Ruhestätte auf dem Union-Gelände gefunden.

Und zum Abschluss noch ein Objekt, das mein neues Lieblingsmotiv für das Dienstagsgedudel werden könnte:

Noch mehr Kunst folgt in der nächsten Ausgabe, dann allerdings von woanders.

NEON, Baby! ~19~ : unterwegs in Ostfriesland

Natürlich habe ich auch im Urlaub wieder jede Menge Neonmotive gesammelt. Vier davon gibt es nun hier:


Auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Gödens – auch „Landpartie“ genannt:

In der Altstadt von Leer

In Jever

Auf dem Weihnachtsmarkt in Leer

In der Altstadt von Jever

Alles weitere, was ich unterwegs noch so alles fotografiert habe, folgt demnächst…

NEON, Baby! ~18~ : Kommunikation

Und heute wieder im Sonderangebot: Ein Potpourri aus unterschiedlich gefärbten Röhren und anderen kreischend bunten Dingen.


(-1-): On Air – am Leuchten sind hier nur die Tapeten.

(-2-): Vor dem Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main.

NEON, Baby! ~17~ :  Nails & more

Und heute wieder im Sonderangebot: Ein buntes Potpourri aus unterschiedlich gefärbten Röhren.


(-1-): Neonröhren hinter spiegelnden Scheiben… Vielleicht werden Spiegelungen mein neues Thema? Trotz der ansprechenden Deko werde ich trotzdem keine Kundin im Nagelstudio


(-2-): Kaffee oder Café – das ist hier die Frage… beim zweiten Bild musste ich an die berühmte Caféterrasse von Vincent van Gogh denken. Nur dass auf dem Gemälde mehr los ist.


(-3-): Eine Auswahl in Grün:


(-4-): Und zum Schluss das Ganze noch in Weiß:

NEON, Baby! ~16~ :  Ich seh‘ rot

Diesmal präsentiere ich zwei Exemplare, die ich dort gefunden habe, wo ich sonst so gut wie nie hinkomme. Aber ich musste einen kleinen Umweg einlegen und wurde vor einem Kiosk an der Hauptwache in Frankfurt fündig. Und nein, ich habe keinen Werbevertrag mit den beiden Getränkeherstellern abgeschlossen.


Und zum Abschluss, weil auch das mit Essen und Trinken zu tun hat – eine Installation in einem italienischen Restaurant, das ich mit einer Freundin zusammen neulich besucht habe.

NEON, Baby! ~15~ :  ab in den Süden

Wenn eine(r) eine Reise tut…

Mit diesem abgedroschenen Spruch möchte ich meine neuesten Entdeckungen präsentieren, von denen nur die erste (über einer Tiefgarage in einem österreichischen Wintersportort, ich glaube in Lech) nicht geleuchtet hat. Kein Wunder, es war ja auch Tag.

Durchatmen – sie sind am Ziel? 

Ich glaube, wenn das so weiter geht, dann noch lange nicht. Die nächsten drei Aufnahmen sind im Süden Deutschlands entstanden.


Die erste in Lindau…

… und die beiden letzten in Ulm. Für die eventuelle Schleichwerbung entschuldige ich mich schon jetzt.

NEON, Baby! ~14~ : Sinfonie in Blau

Meine aktuellen Überraschungskandidaten habe ich in Bad Vilbel entdeckt.


Als erstes ein „Open“-Schild in einem Gemüseladen auf meinem Weg zu den Burgfestspielen:


Begegnung Nummer Zwei fand dann während des Musicals „Hello Dolly“ statt. Das habe ich mir zusammen mit einer ehemaligen Arbeitskollegin angesehen habe – die Reklame für das New Yorker Tanzlokal The Harmonia ist Bestandteil des Bühnenbilds.

Das Ganze habe ich dann nochmal herangezoomt, aber besser wurde es dadurch leider nicht.

Aber das Wichtigste: Ich hatte einen schönen Abend mit einem tollen Schauspielensemble und beschwingter Musik.

NEON, Baby! ~13~ : nicht leuchtende Leuchtreklamen

Was ist der Sinn einer Leuchtreklame, so wurde ich gefragt, wenn sie nicht leuchtet… Mit einer sofortigen Antwort kann ich nicht dienen, aber dafür mit möglichen Gründen, warum sie nachts dunkel bleiben.

-1-: Café Veres ~: Fußballspielende Jungs haben die schön geschwungenen Buchstaben mit einem gezielten Schuss für immer ins Aus befördert:

-2- (wer wissen möchte, wie die Schrift nachts aussieht, darf gerne auf den Link klicken): Pietät Spamer ~: Hohe Energiekosten? Defekte Röhren? Ich habe nicht nachgefragt…

Vom Deutschen Ledermuseum bekam ich die Auskunft, man würde die Schrift „Offenbacher Lederwaren“ nur abends einschalten, und auch das nur selten, weil die Installation so laut brummen würde.

Und nun noch einmal zu der Frage vom Anfang (Was ist der Sinn einer Leuchtreklame, wenn sie nicht leuchtet?): Ob sie leuchtet oder nicht – die geschwungenen Buchstaben finde ich trotzdem sehr schön, und ich bin froh, sie im Bild festgehalten zu haben, bevor sie ganz verschwunden sind.

Und noch ein Satz zum Abschluss (oder auch zwei): Während ich hoffe, so bald nicht die Dienste eines Bestatters benötigen zu müssen, bin ich heute Nachmittag im Café eingekehrt und habe einen Cappuccino getrunken und ein Stück Himbeertorte verzehrt. Lecker war’s – ich komme gerne wieder.

NEON, Baby! ~12~ : die Sommerakademie

Diese Woche bin ich wieder einmal in der Stadt unterwegs, aber nicht am Abend, sondern tagsüber – im Rahmen der in Offenbach zum ersten Mal ausgerichteten Sommerakademie. Angeboten wurden u.a. Kurse in Bildhauerei, kreativem Schreiben, Lithographie und dem sogenannten Stadtstempeln.

Das Programmheft preist den fünftägigen Kurs so an: „Mit Knete, Stempelkissen und Papier werden Orte erkundet. Die Knete nimmt erhabene Formen auf, die dann mit Stempelfarbe gedruckt werden. Die Teilnehmer:innen werden in die Technik eingeführt und ermutigt, eigene Wege zu gehen. Wir sind künstlerisch forschend im Außenraum unterwegs und richten unser Atelier im Haus der Stadtgeschichte ein.

Ein Arbeitsplatz zwischen Original-Notenblättern Mozarts und historischen Druckpressen? Das allein klang für mich schon verlockend, und die Aussicht, meine Stadt mal aus einer anderen Perspektive zu erleben oder gar neue Orte auf ganz andere Art kennenzulernen, gab den Ausschlag, mich für diesen Kurs anzumelden. Außer mir sind noch drei Frauen und zwei Kinder – alle von auswärts – mit von der Partie, und gemeinsam oder jede für sich haben wir die unterschiedlichsten Objekte per Stempelabdruck auf Papier und Pappe gebannt.

Und weil das Ganze mir so viel Spaß gemacht hat und ich meine neueste Manuskriptidee in eine Art Graphic Novel umwandeln konnte, habe ich mir ein Stempelset zum Weiterarbeiten zu Hause zugelegt – das hier ist es:



Für die Originalgrafik in schwarzer Farbe haben die beiden Künstlerinnen Papier in Neon-Orange ausgewählt. Im Schächtelchen befindet sich außerdem eine neongelbe Karte zum Bedrucken, aber die kann ich hier nicht zeigen, weil die Handykamera die Farbe nur unzureichend wiedergibt.

NEON, Baby! ~11~ : bunt gemischt

Wenn man abends unterwegs ist, bekommt man zwar viele Leuchtreklamen und andere Formen der Illumination zu sehen, doch viele fallen nicht unter das Thema „Neon(röhre)“. So wie diese beiden hier:


Und hab‘ ich dann mal eine gefunden, so ist das Bild auch prompt nicht so scharf, wie ich es mir gewünscht hätte – das Motiv heran zu zoomen war vielleicht keine so gute Idee:


Bei anderen wiederum handelt es sich zwar um Leuchtstoff- oder möglicherweise sogar Neonröhren, doch in diesem Beispiel dient die Röhre nicht als Werbung, sondern als Beleuchtung eines Treppenaufgangs:

Daher hat es manchmal für mich seinen Reiz, das Motiv am Tag aufzunehmen, so wie hier bei dieser Boutique mit ihrer einladenden Sitzbank davor (da war die Beleuchtung schon Nachmittag eingeschaltet) …

… oder hier, an einem sonnigen Vormittag vor zwei Jahren im Juli:

Nur werde ich so schnell dort nicht wieder hinkommen, obwohl mich das ja reizen würde, weil das dort so aussieht (das Bild ist nicht von mir). Bei mir ist diese Rummelplatzattraktion nur als winziges Detail auf einer Aufnahme von oben (August 2019) zu sehen, und zwar am unteren Bildrand: