Media Monday # 692 : * RIP *

Am Freitag erfuhr ich von jemandem aus der Wattpad-Community, dass Dame Maggie Smith im wahrlich hohen Alter von 89 Jahren im Krankenhaus verstorben ist.

Media Monday # 692

1. Wenn ich so an den diesjährigen Sommer zurückdenke, stelle ich fest, dass aus meinen Plänen nicht wirklich was geworden ist.

2. Dame Maggie Smith hat eine wirklich beachtliche Karriere hinter sich und ein langes, langes Leben. Mit 89 Jahren ist sie nun am 27. September von uns gegangen, und so bleibt nur noch eines von mir zu sagen: Ruhe sanft.

3. Es fällt mir schwer, so zu tun, als würde mich das überraschen – denn seien wir doch mal ehrlich: Wenn man einmal jenseits der 80 ist, steigt die Wahrscheinlichkeit des Ablebens schon ziemlich an – und das meine ich nicht aus mangelndem Respekt.

4. Dieser Herbst hat noch immer alle Möglichkeiten, um besser zu werden. Und zur Not gibt’s ja bald im Kino einen neuen Film mit Christoph Maria Herbst.

5. Ich wünschte, man hätte die Finger von den alten Alben von Queen gelassen und nicht elektronisch aufpoliert.

6. So manche Fahrt zu einem anderen Supermarkt gerät schon enttäuschend, denn wenn man eine Backzutat braucht, die es dort nicht gibt und man dann doch wieder dort hin muss, wo man sonst immer einkauft, aber nicht wollte… Dann fühlt sich das an wie verplemperte Zeit.

7. Zuletzt habe ich mich geärgert und das war wegen meiner eigenen Schnarchigkeit, weil ich es versäumt habe, mich zu informieren, wann genau „Wolfs“ ins Kino kommt. Tja, blöd gelaufen – jetzt ist der Thriller mit George Clooney und Brad Pitt seit dem 27. September im Streaming-Programm von Apple TV+.

52-Wochen-Challenge : KW 38 ~ Böse

Hurra, ich habe das Böse fotografiert – und zwar am 29. Juni, im Miniatur-Wunderland in Hamburg – extra für die 38. Wochenaufgabe (16. bis 22. September) der 52-Wochen-Challenge von Norbert Eder.  Wieder erinnert habe ich mich daran erst vorgestern.

Nun liefere ich ihn nach – die Anstalt mit dem Stuhlkreis der Serienmörder, und wie ich dabei bin, die Szene zu fotografieren.

Leider ist die Nahaufnahme etwas unscharf und könnte fast schon als Gemälde durchgehen.

PS: vielleicht versuche ich mich an dem Thema ein zweites Mal, um mich nicht dem Vorwurf des Schummelns auszusetzen.

Das Werk zum Wort ~ 39 : Flirt

Flirten will gelernt sein – oder das passende „Werk zum Wort“ in der 39. Kalenderwoche (28. September bis 4. Oktober) gefunden werden – denn der Begriff, der für Stepnwolfs Mitmachprojekt gesucht wird, lautet Flirt.

Heute in diesem Theater: Wenn der Flirt mit der Technik zum Desaster wird.

Mit diesem Statement waren Spliff 1982 ihrer Zeit weit voraus, wenn ich mir so überlege, dass die Technikbegeisterung mit der Zeit eher noch zugenommen hat:

falsch programmiert: https://www.youtube.com/watch?v=-7saxHqkVxU

Was das Ganze mit dem aktuellen Begriff zu tun hat? Der Flirt findet in der zweiten Strophe statt: 

„Der Wäschetrockner flirtet mit dem Video und sendet Strahlen aus, ein elektronischer Zoo. Die Kaffeemaschine törnt den Toaster an, ich krieg die Kurve nicht mehr, oh Mann oh Mann.“

Manchmal sind manche Flirts eben kürzer als andere.

ABC -Etüden – Wochen 36 bis 40 : Etüde 2 – paradox

Nach der Sommerpause geht es nun wieder weiter mit den Etüden und der Wortspende (Grenzerfahrung, mutig, abhaken) von Christiane selbst.

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paradox

Seltsam, dass es ausgerechnet das Wort „Grenzerfahrung“ war, das mich an meine persönlichen Grenzen gebracht hat – oder anders herum: dass das Wort meine Fantasie derart eingegrenzt hat, dass mir nicht mehr eingefallen ist als das Erleben einer inneren Erfahrung und der Versuch, den inneren Schweinehund zu überwinden. 

Leider war ich nicht mutig genug, es ein zweites Mal zu probieren.

Und da der Monat nun schon fast vorbei ist, werde ich ihn für die aktuelle Etüdenrunde einfach abhaken und es bei einer Etüde belassen.

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In 84 Wörtern ein Paradoxon erschaffen: Schreibe eine Etüde, in der du behauptest, dass du im September keine zweite Etüde schreibst und dann doch eine produzierst – in Form eines Kommentars bei Myriades Etüde „Besuch an den Grenzen“, den ich hiermit um ein paar Wörter erweitert habe.

Die 5 Besten am Donnerstag : Helden & Heldinnen unserer Kindheit

Heute geht es bei passion-of-arts um die Helden und Heldinnen der Serien unserer Kindheit. Bei mir sind es hauptsächlich Serien, bei denen ich hauptsächlich in den 1970er Jahren regelmäßig mitgefiebert habe. Ich gehe dabei, wie immer, in chronologischer Reihenfolge vor, wobei ich versucht habe, zeitliche Überschneidungen, so gut es geht, zu vermeiden.

1972 – 1973: „Margreth Thursday – das Mädchen, das an einem Donnerstag geboren wurde“. Im Original, das auf dem Roman „Thursday’s Child“ basiert, heißt das Mädchen noch Margaret (was auch m.E. mehr Sinn ergibt), aber manchmal passieren solche kleinen Schnitzer eben, wenn man eine Kinderserie für das deutsche Fernsehen adaptiert. Ob Margaret oder Margreth, ich habe bewundert, wie das Waisenmädchen mit einem befreundeten Brüderpaar aus dem Waisenhaus bei nach und Nebel ausbricht und sich die Kinder gemeinsam auf einem Kanalboot und einer reisenden Theatertruppe durchschlägt.

bei Schreckschraubenalarm hilft nur die Flucht *** https://www.youtube.com/watch?v=NpgB9UHFL7o

1972 – 1974: Ist ja tierisch! Wahrscheinlich fing damals mein Wunsch, eines Tages mal nach England zu reisen mit der englischen Fernsehserie „Black Beauty“ an. Das namensgebende Pferd war mein Favorit, während meine Schwester lieber die Abenteuer von Fury verfolgte.

das Glück der Erde… *** https://youtu.be/hasBJ1Gkjy8

1974: Der erste Zeitreisende, den ich auf dem Bildschirm bewundern durfte, war Catweazle. Den Hexenmeister aus der Zeit der Invasion Englands durch die Normannen verschlägt es durch ein Missgeschick in das 20. Jahrhundert, wo er verzweifelt versucht, wieder in seine eigene Zeit zu gelangen. Anscheinend fanden auch andere diesen Schussel, der permanent scheitert, so kultig, dass man 2021 eine völlig neue Geschichte daraus gebastelt und seine neuen Abenteuer mit Otto Waalkes (als Catweazle) auf die Leinwand gebracht hat.

1977: Die beiden Schwestern Pimmi und Nauka aus dem Volk der Roma machen sich in der 1970er-Jahre-Fernsehserie „Mond Mond Mond“ auf die Suche nach dem Rest ihrer Familie, nachdem sie bei einer Polizeirazzia von ihnen getrennt wurden. Ziel der Reise:  Saintes-Maries-de-la-Mer, wo alljährlich die Wallfahrt zur Schwarzen Sara stattfindet.

1984 – 1987: Was habe ich mich gefreut, als die Actionkomödie „The Fall Guy“ mit Ryan Gosling in der Rolle des Colt Seavers in die Kinos kam. Wem der Name nichts sagt – bei dem Herrn handelt es sich um den namensgebenden Stuntman, der in der 1980er-Jahre-Serie „Ein Colt für alle Fälle“ als Kopfgeldjäger hinter untergetauchten Verbrechern her war.

damals noch ohne Ryan Gosling *** https://www.youtube.com/watch?v=5WvoPWGy9o0


 

Außer Konkurrenz laufen heute bei mir noch …

die beiden Trucker Sonny Pruitt und Will Chandler in der Serie „Abenteuer der Landstraße“ (Movin‘ on) zwischen 1974 und 1976 (mit Musik von der Country-Legende Merle Haggard)

und Demelza, die weibliche Protagonistin der History-Drama-Serie „Poldark“, die in England von 1975 bis 1977 lief und die ich Ende der 1970er Jahre im Bayerischen Fernsehen entdeckt habe (Fun Fact am Rande: Eine Darstellerin aus Margreth Thursday hatte in der Serie ebenfalls eine Rolle).

Media Monday # 691 : Haaa-tschi!

Nicht alles, was mit Schnupfen und Heiserkeit daherkommt, nennt sich Corona. Manchmal ist es auch einfach nur eine Erkältung, die man sich eingefangen hat, als man eine Stunde lang im Freien bei einer Schulung das Löschen mit Feuerlöschern geübt hat und dabei viel zu dünn angezogen war. Zum Glück war dann aber Wochenende, da konnte ich mich im Bett so halbwegs auskurieren. Den Rest der Zeit habe ich dann mit dem Zappen durch diverse Youtube-Kanäle (drei davon tauchen in den Lückentexten in Kursivschrift auf) beschäftigt, die mich zum Staunen, Lachen oder Gruseln gebracht haben. Ansonsten habe ich mich mit dem Kochen von Chili con carne abgelenkt – und mit einem Film, den ich vor Ewigkeiten mal gesehen habe. Schauen wir mal, was der Montag so bringt.

Media Monday # 691

1. Robert Redford ist eine dieser Personen, die ein Garant für gute und spannende Filme sind. Aktuelles Beispiel: Die letzte Festung. Das in einem Militärgefängnis spielende Drama ist zwar über 20 Jahre alt, aber immer noch packend.

Wenn der Trailer mal wieder fast alles verrät *** https://www.youtube.com/watch?v=7Wh0zBUOAyQ

2. Ich warte sehnlichst darauf, dass ich bald wieder fit bin.

3. Das Werkeln am Herd hat mir die mitunter vergnüglichste Zeit bereitet, denn es geht zur Zeit doch nichts über ein schönes Chili con carne.

4. Es ist nicht so, dass ich den Youtube-Kanal von Charlotte Dobre nicht schätze, aber inzwischen habe ich bei ihr das Gefühl, dass ihre Beiträge immer kürzer werden.

5. Mr Ballen wird dereinst in die Annalen eingehen als der Youtuber, der dem armen Like-Button aufs Übelste mitgespielt hat.

6. Atomic Shrimp ist eines der seltenen Beispiele für einen Youtube-Kanal, der den Opfern von Internet-Betrügern nicht an den Kopf wirft, wie sie nur so unachtsam sein konnten.

7. Zuletzt habe ich intensiv an meiner Matratze gehorcht und das war bitter nötig, weil mich das Husten so angestrengt hat.

52-Wochen-Challenge : KW 37 ~ Makro

Gehe an ein Motiv so dicht ran wie möglich. Wenn man eine vernünftige Kamera hat, kein Problem. Nur, was tun, wenn das einzig brauchbare Werkzeug immer noch das Smartphone ist?

Kann ich denn so überhaupt die Aufgabe „Makro“ in der 37. Kalenderwoche (9. bis 15. September) von Norbert Eders 52-Wochen-Challenge erfüllen? Ich habe es trotzdem versucht. Aber vorsicht – die Bilder von einem Insekt an meinem Schlafzimmerschrank könnte unangenehme Gefühle bei der betrachtenden Person auslösen.

Zuerst von weiter weg:

Dann aus der Nähe:

Datum der gruseligen Aufnahmen: 28. August.

Das Werk zum Wort ~ 38 : Herrscher

Bei Stepnwolfs Mitmachprojekt „Das Werk zum Wort“ geht es in der 38. Kalenderwoche (21. Bis 27. September) um den Begriff „Herrscher“. Da wusste ich sofort, was ich daraus machen werde.

In dieser Szene aus „Der Herr der Ringe“ schaut Frodo in Galadriels Spiegel, der ihm offenbart, was war, was ist und was sich noch nicht ereignet hat. Vielleicht wird sich das Gezeigte auch niemals ereignen (wer weiß das schon so genau).

Manche Angebote sollte man mit Vorsicht genießen *** https://www.youtube.com/watch?v=WeQDTj1UllA

Für mich zählt diese Szene zu den stärksten dieser Trilogie: Frodo bietet Galadriel den Ring an, doch sie beschreibt eindrücklich, was passiert, wenn man Sauron gegen eine schöne und gleichzeitig entsetzliche Herrscherin austauscht:

„Du gibst ihn mir freiwillig. Ich leugne nicht, dass mein Herz das sehr begehrt hat. Anstelle eines dunklen Herrschers hättest du eine Königin; nicht dunkel, aber schön und entsetzlich wie der Morgen, tückisch wie die See, stärker als die Grundfesten der Erde. Alle werden mich lieben und verzweifeln!“

Glücklicherweise lehnt sie Frodos Angebot ab.

„Ich bestehe die Prüfung. Ich werde schwächer werden und in den Westen gehen und Galadriel bleiben.“

Die 5 Besten am Donnerstag : Sympathische Killer und Killerinnen

Bei Passion of Arts dreht sich heute alles um männliche und weibliche Killer – aber sympathische. Das wird schwierig. Und deshalb hole ich ganz weit aus und ziehe wahrlich alte, sehr alte Filme aus der Mottenkiste. Auf Serienkiller wie Richard Ramirez, Eileen Wuornos oder Ted Bundy habe ich dabei komplett verzichtet – denn ihnen hier zu huldigen, fühlt sich für mich falsch an. Auch auf eine Wertung habe ich verzichtet, und diesmal ist die Reihenfolge durch einen Zufall entstanden.

Arsen und Spitzenhäubchen (1941): Martha und Abby Brewster, die beiden harmlos wirkenden Tanten des Theaterkritikers Mortimer Brewster (Cary Grant). Sie haben wortwörtlich so einige Leichen im Keller – dabei wollten sie die armen, einsamen Männer doch nur „näher zu Gott“ bringen. Mit vergiftetem Wein.

sie sehen so harmlos aus… *** Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=aKJwx8-pMAo

Serial Mom – warum lässt Mama das Morden nicht? (1994): Für ihre Familie tut Beverly Sutpin (Kathleen Turner) einfach alles, und wer sich ihr in den Weg stellt, beißt früher oder später ins Gras. Und dies auf nicht gerade sanfte Weise.

mit Schürhaken, Klimaanlage und Auto *** https://www.youtube.com/watch?v=Ut9GvlhB9f4

Ich liebe dich zu Tode (1990): Wenn der Ehemann notorisch fremdgeht, aber der Glaube Scheidung verbietet… Rosalie Boca (Tracey Ullman) fällt da nur noch ein einziges Mittel ein, nachdem ihre Mutter, der Pizzabote und ein Hausfreund sie dahingehend beraten haben: Ich bringe Joey einfach um! Ja, wenn das denn so einfach wäre, denn selbst ein angeheuerter Serienkiller beißt sich an der Zielperson die Zähne aus.

Auf der Kugel steht Amore *** https://www.youtube.com/watch?v=yIceqtLpzmo

Sweeney Todd – der teuflische Barbier aus der Fleet Street (2007):  Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit Benjamin Barker (Johnny Depp). Durch eine Intrige des Richters Turpin (Alan Rickman) landet er in der Verbannung und kehrt 15 Jahre später zurück, um Rache zu üben. Unter dem Pseudonym Sweeney Todd schneidet Barker seinen Opfern beim Rasieren die Kehlen durch und befördert sie mit Hilfe einer raffinierten Konstruktion in den Keller, wo sie von der Pastetenbäckerin Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter) zu Pasteten verarbeitet wird.

by the sea… Der Rest ist in Schwarz-Weiß *** https://www.youtube.com/watch?v=O1-lkTgl-ws

American Psycho (2000): Eigentlich müsste ich den aalglatten Investmentbanker Patrick Bateman (Christian Bale) abstoßend finden, aber das Gemetzel, das er in seiner Luxuswohnung veranstaltet, hat groteske, fast schon amüsante Züge, dass ich am Ende gar nicht sicher bin, ob sich das Ganze bloß in seiner Fantasie abgespielt hat.

mit Musik geht alles besser, auch das Axtschwingen *** https://www.youtube.com/watch?v=Ruw9fsh3PNY

Wer auch noch eine Erwähnung wert gewesen wäre: Die Braut (Uma Thurman) aus Kill Bill und die Frau (Scarlett Johansson) aus Under the Skin.