Media Monday # 700 : Jubiläum

Zu Ehren der Jubiläumsausgabe – es sind schließlich mittlerweile 700 – Tusch! – verzichte ich auf langes Vorab-Gedöns und gehe gleich über zu den sieben Lückentexten des 700. Media Monday.

1. Faszinierend am Hobby Film ist für mich unter anderem das Erraten, wo der jeweilige Film gedreht worden sein mag. Dass ich bei „Woodwalkers“ jedoch so dermaßen danebenlag, hätte ich nicht gedacht. Denn was für mich aussah wie Kanada, entpuppte sich im Nachhinein als eine Mischung aus Bayern, Tirol, Südtirol und dem Harz. Kein Wunder, es war ja auch ein deutscher Spielfilm.

2. Die Musik meiner Lieblingsband begeistert mich wie eh und je – auch wenn sich INXS 2012 aufgelöst haben.

3. Ich komme ja regelmäßig ins Schwärmen bei dem ein oder anderen Weihnachtsfilm. Wobei ich mir die Frage stelle, ob es das Thema auch schon bei den „5 Besten am Donnerstag“ auf dem Blog von Passion-of-Arts gab.

4. Der in den 1980er Jahren grassierende Australien-Fimmel meiner Schwester ist sicherlich hauptverantwortlich, dass ich eine Vorliebe für Filme und Musik aus „Down Under“ entwickelt habe.

5. Andere staunen ja immer wieder, wenn sich herausstellt, dass sich der angebliche Newcomer schon vor Jahrzehnten einen Namen gemacht hat – ich muss da jedesmal in mich hinein kichern, wie in diesem besonderen Fall hier:

Ozzy Osbourne, schon seit den 1970er Jahren gut *** https://www.youtube.com/watch?v=UH4TjQi16bo

6. So mancher Weihnachtsmarkt ist in vielerlei Hinsicht einzigartig, denn es ist für mich ein Zeichen von Originalität, wenn es nicht immer nur das Gleiche an allen Ständen gibt oder man ein Highlight findet, das ich nicht woanders schon x-mal gesehen habe. In Traben-Trarbach war mein persönliches Highlight die Weihnachtsbaum-Ausstellung im Brückenkeller. Wo sonst findet man einen von der Decke hängenden Christbaum (von der Feuerwehr) oder einen „Baum“, der eigentlich mehr eine Pyramide aus grünen Weinflaschen ist?

7. Zuletzt habe ich meinen Muskelkater auskuriert, denn der Samstag hatte es wahrhaft in sich – und das war ein besonders hartnäckiger, der in den Beinen saß, weil ich beim „Mosel-Wein-Nachts-Markt“ in Traben-Trarbach mit meiner besten Freundin in allen fünf Weinkellern auf und ab gestiegen bin.

Das Werk zum Wort ~ 46 : Fotoapparat

Ach, du Schreck. Die 46. Kalenderwoche (16. bis 22. November) ist fast vorbei und somit die letzte Gelegenheit, etwas zu Stepnwolfs Projekt „Das Werk zum Wort“ beizusteuern – denn es geht um den Begriff Fotoapparat:

Zuerst wollte mir nichts einfallen, doch jetzt erinnere ich mich wieder an einen Rock, den ich genäht und am 17. Februar 2018 auf meinem Blog präsentiert habe:

Ob er mir allerdings nach sechs Jahren immer noch passt, habe ich nicht ausprobiert. Möglich wäre es.

ABC -Etüden – Wochen 45 bis 48 : Etüde 2 – Nachfolger gesucht?

Ich dachte nicht, dass ich noch eine Etüde vor dem Advent (für Christianes Projekt) schreiben würde, aber die von Anna-Lena gespendeten Wörter Ehrenamt, enthusiastisch und lesen haben mich nicht losgelassen. Die Inspiration kam diesmal von einem Kondolenzbuch, dem ich heute mal wieder einen Besuch abgestattet habe, wie schon seit ein paar Jahren.

Sie konnte es kaum glauben, als sie es las: Dem virtuellen Kondolenzbuch, das Verwandte und Freunde zu Ehren des 1997 unter mysteriösen Umständen Verstorbenen im Internet eingerichtet hatten, drohte nun das Ende.

Und nicht nur, weil Speicherplätze langsam knapp wurden, sondern weil einer der IT-Experten mit seine Fühler nach einer Karriere in der Politik ausgestreckt hatte. Leider viel zu enthusiastisch, denn vor lauter Euphorie hatte er sein Zeitmanagement nicht mehr im Griff.

Lasst mich raten, dachte sie, ihr habt keinen Nachfolger gefunden, und bedauerte die Fans auf der ganzen Welt sowie Freunde und Angehörige, die dort stets an zwei bestimmten Tagen des Jahres ihre Gedanken und Gefühle miteinander teilten.

Wo wäre in Zukunft der Platz für ihre Erinnerungen und Worte des Trostes? Was für ein Verlust, und nicht zuletzt auch für mich… Der Gedanke ließ sie fröstelnd innehalten und sie schloss das Fenster.

Doch was, wenn sich jemand anderes fände? Jemand wie sie?

Wolltest du nicht schon immer mal ein Work-and-Travel-Jahr einlegen? Südafrika, Kanada oder Australien? Und IT-Leute werden ja schließlich immer gesucht. Das hier wäre deine Chance…

Man müsste ihr außer Kost und Logis sogar nicht einmal etwas zahlen, wenn sie ihren Herzenswunsch den richtigen Leuten an den richtigen Stellen als Ehrenamt verkaufte.

Jetzt musste nur noch jemand ein Einsehen haben und das Abenteuer konnte beginnen.

216 Wörter für ein fiktives Szenario, das auch ruhig fiktiv bleiben darf.

ABC -Etüden – Wochen 45 bis 48 : Etüde 1 – Zukunftsmusik

Wir haben die letzte Etüdenrunde in diesem Jahr (hier, bei Christiane), bevor es mit den Adventüden losgeht – und die Wörter Ehrenamt, enthusiastisch und lesen wurden von Anna-Lena und ihrem Blog gespendet. Meine Etüde steht noch ganz unter dem Einfluss der vergangenen Wochen und einer Dankes-E-Mail von unserem Wahlamt.

Den Vorruhestand antreten: das liest sich zunächst mehr als enthusiastisch, zumindest auf dem Papier. Doch was, wenn man keinen Plan hat, was man mit der neu gewonnenen Lebenszeit und -qualität anzufangen gedenkt? Manche werden schwermütig oder versumpfen in unstrukturierten Tagesabläufen, weil das gewohnte Umfeld fehlt.

Diese Angst, liebe Leute, die ihr meine Etüden lest, müsst ihr um mich nicht haben. Denn alles deutet darauf hin, dass ich zu den „Rentnern“ gehören werde, die niemals Zeit haben. Und falls doch, was spräche dagegen, wenn ich mich einem Ehrenamt widmete? Übung habe ich ja schon genug, dank meiner Erfahrung als Wahlhelferin. Vielleicht kommt die Gelegenheit dazu ja schon früher als erwartet.

109 Wörter für eine Etüde, die ich mit Verzögerung hochlade, weil ich meinem beim 698. Media Monday ausgepackten Überraschungspaket nicht zuvorkommen wollte.

Die 5 Besten am Donnerstag : Sci-Fi-Filme ohne Franchise

Hier musste ich mich erst mal ein wenig einlesen, was mit „ohne Franchise“ gemeint ist – denn das ist der Zusatz zum Genre in der aktuellen Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ auf dem Blog von Passion-of-Arts, wo ich folgende Erklärung finde:

Dabei stelle ich mir die Frage, ob Filme, von denen es eine Fortsetzung gibt, überhaupt noch dazu zählen. Gerade bei Filmen, die sich mit Zeitreisen oder dystopischen Szenarien beschäftigen, lässt der Nachfolger nicht lange auf sich warten, wenn das Konzept genügend Publikum in die Kinos gelockt hat, siehe „Escape Room“ oder „Zurück in die Zukunft“.

Und so habe ich mein Langzeit-Film-Gedächtnis herausgefordert und bin zu einem weltumspannenden Ergebnis gekommen – diesmal wieder chronologisch geordnet, den ältesten zuerst, und in Kurzfassung:

Produktionsland Großbritannien : Brazil (1985)

Der Oldie unter den Dystopien. In Terry Gilliams Satire aus den 1980er Jahren erlebt ein kleiner Bürokrat im Ministerium für Informationswiederbeschaffung, welche verheerenden Auswirkungen ein simpler Druckfehler hat.

die Auswüchse des Schönheitswahns und andere Grausamkeiten *** https://www.youtube.com/watch?v=IH4XQCh1COs

Produktionsländer USA, Neuseeland, Kanada, Südafrika : District 9 (2009)

Wegen eines Maschinenschadens Gestrandete Außerirdische, von der Bevölkerung Johannesburgs gemeinhin nur Shrimps genannt, sollen aus einem Flüchtlingslager namens District 9, das sich mit der Zeit zu einem Slum entwickelt hat, in einen neuen Bezirk namens District 10 zwangsweise umgesiedelt werden. Im Zuge dieser Maßnahme, die nicht ohne Gewaltanwendung abläuft, kommt ein dabei eingesetzter Sicherheitsmitarbeiter mit einer Flüssigkeit in Kontakt, die ihn zu einem Shrimp mutieren lässt. Inspiriert von einer wahren, gewaltsamen Räumung eines Distrikts im Jahr 1968.

Wenn der Jäger zum Gejagten wird *** https://www.youtube.com/watch?v=i-lrKskftH4

Produktionsland Australien : Tomorrow, when the War began (2010)

Nach ihrer Rückkehr von einem Campingausflug ins Outback muss eine Gruppe junger Leute feststellen, dass eine fremde Armee in Australien einmarschiert ist und sämtliche Einwohner interniert hat. Auf sich alleine gestellt, beschließt die Gruppe, den Guerillakampf gegen die Invasoren aufzunehmen.

Da ist man einfach nur mal kurz weg… *** https://www.youtube.com/watch?v=jpoOMz2TE48

Produktionsland Großbritannien : Attack the Block (2011)

Wenn Außerirdische ausgerechnet in einem sozialen Brennpunkt im Süden Londons landen, dann ist damit zu rechnen, dass die „Helden“, die den Kampf gegen die Angreifer aufnehmen, nicht gerade eine reine Weste haben, weil sie als Gang normalerweise den gesamten Hochhausblock terrorisieren. Die Handschrift schreit eindeutig „Shaun of the dead“, nur dass es diesmal keine Zombies sind.

Da hilft nur noch die Flucht ins Graslabor *** https://www.youtube.com/watch?v=TekKYG-4IxI

Produktionsländer Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Irland, Niederlande : The Lobster (2015)

Harte Zeiten für Singles: In dieser Dystopie bekommen sie 45 Tage Zeit, sich einen Partner oder eine Partnerin zu suchen – in einem Hotel weit ab vom Schuss. Falls  das Ziel nicht erreicht wird, verwandelt man sie in ein Tier ihrer Wahl. Und dann heißt es: Halali, fröhliches Jagen.

Wenn man lieber ein Hummer wäre *** https://www.youtube.com/watch?v=kr3Aamy5Jsc

Wer auch ein würdiger Kandidat gewesen wäre: „Metropolis“ aus dem Jahr 1927.
 

Media Monday # 699 : du bist nicht du, wenn du vergesslich bist

Ist das nur Stress oder stimmt etwas nicht mit mir? Diese Frage habe ich mir vergangene Woche gestellt, als mir beim Blick auf den aktuellen Kinoplan für Frankfurt klar wurde, dass ich die Erinnerung an den Kauf meinet Tickets für das Irish Filmfestival und Schwanensee komplett verloren hatte und somit 59 Euro zum Fenster hinaus geworfen habe.

Ebenso nicht mehr einfallen wollte mir der Titel des Films, den ich zuletzt gesehen habe und wegen dem das Kino so voll war wie schon lange nicht mehr (es war „The room next door“). Nicht vergessen habe ich dagegen die 699. Ausgabe des Media Monday – nur habe ich die sieben Lückentexte mit Verspätung angesehen.

1. In Anbetracht dessen, dass ich ab heute eine freie Woche habe, war ich so frei, meinen Wecker auf zwei Stunden später als sonst zu stellen. Nötig wäre das dennoch nicht gewesen, denn ich war schon lange vorher wach.

2. Meine diesjährige mangelnde Lust auf Weihnachten gibt es eigentlich nicht her, dass ich backe oder dekoriere, aber vielleicht bringt der Besuch des unterirdischen Mosel-Weihnachtsmarkts in Traben-Trarbach die entschwundene Stimmung zurück.

Mosel-Wein-Nachts-Markt *** https://www.mosel-wein-nachts-markt.de/nextshopcms/images/top-img-standard.jpg

3. Es ist eigentlich unfassbar, dass ich bald zu den Rentnern gehöre, die nie Zeit haben

4. So ein Sonntag der Faulheit hat zwar so seine Momente, aber dieser Zustand könnte auf Dauer vielleicht doch etwas langweilig werden.

5. Ich will es nicht beschwören, doch ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich demnächst öfters im Fitneßstudio anzutreffen bin, weil ich herausgefunden habe, warum ich in einige meiner Klamotten nicht mehr hineinpasse.

6. Ein Saunabesuch an einem Samstag ist nicht ganz das, was ich in Zukunft öfter brauche, denn warum sollte ich dann gehen, wenn es dort erwartungsgemäß am vollsten ist? Unter der Woche käme mir eher entgegen.

7. Zuletzt habe ich etwas anderes getan als mich um 18 Uhr mit dieser Ausgabe beschäftigt, und das war die Zubereitung einer Kürbissuppe, weil ich die Zutaten schon viel zu lange im Haus, aber wenig Zeit hatte, sie zu verarbeiten.

Das Werk zum Wort ~ 45 : Geschenk

Zufälligerweise überreiche ich morgen meiner Freundin ihr verspätetes Geburtstagsgeschenk – auch wenn es mit dem, was ich in dieser Ausgabe kurz vor Ablauf präsentiere, nicht viel zu tun hat.

Zufall – denn der Begriff für die 45. Kalenderwoche (9. bis 15. November) bei Stepnwolfs Projekt „Das Werk zum Wort“ lautet Geschenk.

This is a gift, it comes with a price. Who is the lamb and who is the knife? Midas is king and he holds me so tight. And turns me to gold in the sunlight: Dieser Refrain gehört zu dem Song „Rabbit Heart“ von Florence & The Machine:

Diesmal was zum Lesen *** https://www.youtube.com/watch?v=jzqRMZO9KZo

Die 5 Besten am Donnerstag : Meine Kurzfilmparade

Kurz, kürzer, am kürzesten… bei passion-of-arts dreht sich in der aktuellen Ausgabe alles um die besten fünf Kurzfilme – also alles mit einer Länge zwischen einer und 45 Minuten; da ist die Qual der Wahl groß. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich auf altbekannte Kandidaten zurückgegriffen und zwei mir völlig unbekannte nach dem Zufallsprinzip hinzugefügt. Aus wessen Schmiede die Filmchen stammen, steht jedesmal in Klammern dahinter… Et voilà – meine Kurzfilmparade:

Tales from the Multiverse (Omeleto /Magnus Igland Møller, Peter Smith, Mette Rank Tange)

Am Anfang war der Dinosaurier… Oder ein Fehler, weil der Schöpfer vom Gezänk seiner Gefolgschaft abgelenkt war. Aber da Gott ja keine Fehler macht, ist es kein Bug, sondern ein Feature. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=CmQneYZvTlM

Presto (Pixar / Doug Sweetland)

Das Helferlein war hungrig, aber der große Maestro hat ihm das Essen vorenthalten. Ein schlimmer Fehler, denn: Du bist nicht du, wenn du hungrig bist. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=D4Dnm6dkOVI

Burn-E (Pixar / Angus MacLane)

Kleine Fehler mit fatalen Auswirkungen. Besonders für den kleinen Helfer, der alles reparieren darf, was andere (und manchmal auch er selber) versaubeutelt haben. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ppfSPzbAQYc

Kiwi! (Dony Permedi)

Eigentlich kann er es nicht – aber es ist der Traum seines Lebens. Und der wird nun wahr. Nur ein einziges Mal fliegen, auch wenn es das letzte Mal ist. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=sdUUx5FdySs

Lost and Found (Omeleto / Bradley Slabe, Andrew Goldsmith, Goldy)

Am Ende war der Dinosaurier – oder aber auch: Wenn einer in Not ist und der andere sich für ihn aufreibt und sein Leben gibt… Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VBps1IvCyj0