Dienstags-Gedudel #255 –  Die Neuinterpretation, Teil 10

Weil ich am Wochenende einen Beitrag auf Coverversionen gestoßen bin, die vom Original abweichen:

Dies ist einer der Songs, denen die Ehre zuteil wurde, wieder und wieder neu aufgenommen zu werden: von Jimi Hendrix, von U2, und diesmal von dem Hauptcharakter einer Fernsehserie, die ich mir mit Begeisterung angeschaut habe. Deswegen habe ich Lucifer auch mit Gänsefüßchen eingerahmt.

Bob Dylans Klassiker auf Piano und Gesang reduziert *** https://youtu.be/SFDOSIecALU

Media Monday # 709 : Ausgeknockt

Da freut man sich seit Wochen auf einen Konzertabend mit dem Ensemble Noisten unter dem Motto „Klezmer Pastorale“, und dann macht einem eine fette Erkältung einen noch fetteren Strich unter die Rechnung. So konnte ich denn auch nichts anderes tun, als mich wechselweise im Bett und auf dem Sofa auskurieren, aber das einzige, was ich am Rechner zustande bringe, ist die Befüllung der sieben Lückentexte des 709. Media Monday:

Media Monday #709

1. Von den Oscar-Nominierungen habe ich bislang noch nichts mitbekommen. Da wird es Zeit, dass ich mich darüber schlau mache. *** Edit: Ich habe es ja schon geahnt, dass wieder gleich mehrere Filme Nominierungen in mehreren Kategorien erhalten werden, aber dass es gleich so viele Filme sind, hat mich dann doch erstaunt.

2. „Wicked“ mag zwar in vielerlei Hinsicht ein Filmvergnügen für Groß und Klein sein, aber ich ziehe trotzdem die Bühnenfassung vor. Die fliegende Hexe im Saal war für mich unvergesslich. Auch ohne aufwendige Spezialtechnik und -effekte.

3. Mit Filmpreisen ist es ja so eine Sache und wenn es nach mir ginge, müssten nicht die Nominierungen in unterschiedlichen Kategorien für einen Film sein – wie auch dieses Jahr wieder; siehe „Dune: Part Two“, „Emilia Pérez“ (bei dem mich schon der Trailer genervt hat), „Nosferatu“ oder „The Substance“.

4. Demi Moore hätte es sicherlich verdient, eine Auszeichnung für ihre Hauptrolle in „The Substance“ (mein persönlicher Film des vergangenen Jahres) zu bekommen.

5. Es ist ein Phänomen, dass es auch komplett kreisförmige Regenbögen geben soll, aber ich habe bisher noch keinen sehen können. Wahrscheinlich müsste ich dazu extra hoch hinaus.

blöd, dass das Flugzeug die Sicht verdeckt *** https://youtu.be/dXXIoNArCCc

6. Es müsste einfach mit dem Teufel zugehen, wenn ich nicht das Buch, das ich diesen Monat fertigschreiben wollte, bis zum 31. Januar abgeschlossen habe. Und darum heißt es für mich nun: Zähne zusammenbeißen und Hintern hochbekommen.

7. Zuletzt habe ich einen Plan verworfen und das war, meine neue Jacke zu füttern, weil ich a) dazu keine Lust mehr habe und b) die Jacke auch so warm hält. Ist ja schließlich Wolle.

Die 5 Besten am Donnerstag : Superkräfte, die ihr gerne hättet

Der Traum vom Fliegen: In „Wonka“ wird er für die Herren von der Konkurrenz wahr, auch wenn nur für kurz. Wer hat sich nicht schon gewünscht, das auch zu können? Um Superkräfte geht es in der heutigen Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ bei Passion-of-Arts:

Da auch Serien genannt werden dürfen, habe ich dieses Mal auch eine Serie dabei. Die Liste fängt, wie meistens bei mir, mit dem ältesten Werk an:

Warum mit der Tür ins Haus fallen, wenn man auch durch Wände gehen kann und Hindernisse Schnee von gestern sind? „Garou Garou“: Diese Geschichte von Marcel Aymé fand ich schon beim ersten Lesen  zum Wiehern. Plötzlich kann ein Mann durch Wände gehen, und tatsächlich haben sich gleich zwei Verfilmungen des absurden Stoffs angenommen: „Garou-Garou, le Passe-Muraille“ von 1951 und „Ein Mann geht durch die Wand“ von 1959 mit Heinz Rühmann als braver Finanzbeamter.

Einmal den Chef so richtig nerven (1951)*** https://www.youtube.com/watch?v=Btz5vG74laA

oder die Gefängniswärter zum Narren halten (1959) *** https://www.youtube.com/watch?v=qg9H4ks4XqI

Während in der deutschen Verfilmung der Held mit einem Schrecken davonkommt, nimmt das Schicksal des Beamten in der französischen Version einen unglücklichen Verlauf, ähnlich wie im Buch. Da bleibt „Garou-Garou“ nach einer amourösen Eskapade in der Wand stecken und kommt nie wieder zum Vorschein.

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Würden Sie auch so gerne wie ich Gedanken lesen können? Es würde so vieles einfacher machen? Hm, gute Frage. Denn bei dem Pokerface, das einige aufsetzen, würde ich am liebsten Mäuschen spielen. Eine Erfahrung in diese Richtung macht Mel Gibson in der Komödie „Was Frauen wollen“ aus dem Jahr 2000, nur dass er plötzlich hören kann, was Frauen in seiner Umgebung denken, nachdem er einen Stromschlag im Badezimmer erlitten hat. Ein neuer Job als Frauenversteher? Nicht so schnell, mein Lieber – denn er nutzt diese Schummelei zu seinem persönlichen Vorteil, und das auf ziemlich skrupellose Weise, indem er sich mit fremden Federn schmückt.

So ein Schummler *** https://www.youtube.com/watch?v=e_UaAkx0UZ0

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Wie komme ich am schnellsten von A nach B, und zwar ohne lästige Umwege oder ermüdende Langstreckenflüge? Wie wär’s denn zur Abwechslung mal mit der Gabe der Teleportation?  In „Jumper“ aus dem Jahr 2008 geht das wie geschmiert, leider nicht ohne Widerstände seitens einer Organisation, die das ungeregelte Treiben mit allen Mitteln unterbinden will und vor Mord nicht zurückschreckt:

höher, schneller, weiter *** https://www.youtube.com/watch?v=HFMba_XIPPQ

Außerdem weiß ich nicht, ob so ein Leben ganz ohne Freunde und Familie das Richtige für mich wäre.

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Schon Harry Potter wusste, dass so ein Tarnumhang seinen Reiz hat. Einfach mal unsichtbar sein – man könnte bei anderen ungehemmt Mäuschen spielen. In dem Horrorfilm „Der Unsichtbare“ von 2020, einer Adaption des gleichnamigen Romans von H.G. Wells bekommt es Cecilia Kass (Elisabeth Moss) mit so einem unsichtbaren Typen zu tun, der es auf sie abgesehen hat.

der fiese Stalker im Tarnanzug *** https://www.youtube.com/watch?v=6DZ4x75MPNA

Doch wie ich es schon ahne, es nimmt kein gutes Ende mit ihm.

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Eigentlich hätte diese Superkraft ganz nach oben gehört, denn durch die Zeit reisen zu können, wurde schon so oft in Filmen und Serien thematisiert, dass man das Thema „Zeitreisen“ schon als eigenständiges Genre betrachten könnte. Mal mit Hilfe einer selbstgebauten Zeitmaschine im Labor (bei H.G. Wells), mal mit einem DeLorean, der durch ein Missgeschick 30 Jahre früher ankommt (Zurück in die Zukunft) oder gleich ganz mit einer blauen Policebox, mit der man durch Raum und Zeit reisen kann, egal in welche Richtung (Dr. Who). Manche können das auch ganz aus eigener Kraft, verursacht durch einen Gendefekt (Die Frau des Zeitreisenden), aber mit unschönen Nebenwirkungen.

In der Miniserie „11.22.63 – Der Anschlag“ von 2016 gerät der Lehrer Jake Epping (James Franco) durch ein geheimes Zeitportal in der Vorratskammer seines Lieblings-Diners in das Jahr 1963 und hat fortan nur noch ein Ziel: Das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern und das Leben des Präsidenten zu retten.

eine Heldentat mit unerwartetem Ausgang *** https://www.youtube.com/watch?v=Xva0LPTVSv4

Wem das „der Anschlag“ im Titel bekannt vorkommt: Die Handlung basiert auf einem Bestseller von Stephen King.

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Da die meisten Szenarien in den oben genannten Werken rund um die gewünschten Superkräfte für mich nicht erstrebenswert sind, verzichte ich dankenswert auf die Verleihung oder den Erwerb solcher.

Weil mir heute danach ist…

Diese Woche lasse ich die wöchentliche Aktion „Die 5 Besten am Donnerstag“ ausfallen, da ich mit dem Thema „Top 5 Filme aus Japan“ nicht viel anfangen kann, weil kaum japanische Filme kenne, abgesehen von einer Handvoll Anime und dem ein oder anderen Godzilla-Film.

Da heute Michael Hutchence 65 Jahre alt geworden wäre, widme ich diesem Tag eine Liste von Filmen mit Songs von INXS im Soundtrack. Und das schöne daran ist: Ich habe sie alle gesehen.

Darauf gekommen bin ich durch einen Film, den ich an Neujahr im Fernsehen gesehen habe, weil ich nichts besseres vorhatte. Welcher das ist? Die Auflösung liefere ich später.

Der Kultfilm meiner Teenagerzeit. Egal, wie banal die Handlung einigen auch vorkommen mag, die Musik – New-Wave der frühen 1980er Jahre – und der kreative Umgang der weiblichen Hauptdarstellerin mit Schere, Nadel und Faden, machten den Film von John Hughes, der auch bei „The Breakfast Club“ Regie geführt hat, für mich zu etwas Besonderem. Was die Handlung angeht, die ist schnell erzählt: eine Highschool-Romanze zwischen zwei Teenagern mit unterschiedlichem sozialem und finanziellem Background. Die im Plattenladen jobbende Andie (Molly Ringwald), die sich außer Second-Hand-Klamotten nicht viel leisten kann, ist unsterblich in den reichen Blane (Andrew McCarthy) verliebt. Alles könnte so schön sein, wenn er ihre Zuneigung erwidern würde, doch vor lauter Unsicherheit schämt er sich gegenüber seinen Freunden für sie. Aber auch ihre Freunde finden ihn äußerst uncool und spießig. Verkompliziert wird die Situation noch durch Andies besten Freund Duckie (Jon Cryer), der sie unerwidert anschmachtet. Leider habe ich keine Ahnung mehr, in welcher Szene dieser Song zu hören war: 

Dazu müsste ich den gesamten Film nochmal schauen *** https://www.youtube.com/watch?v=R9g6q7uf4-o

Amerikanische Journalistin (Linda Kozlowski) reist nach Australien, um über den legendären Mike „Crocodile“ Dundee (Paul Hogan) und dessen Bezwingung eines Krokodils zu berichten. Nachdem sie durch ihn Land und Leute kennengelernt hat, lädt sie ihn spontan zu sich nach New York ein, doch das Großstadtleben offenbart für Dundee so manche Tücke und sorgt für einiges an Verwirrung bei ihm.

Apropos Verwirrung: Die war groß, als der Film ein überraschender Kassenschlager wurde, hatte Michael Hutchence doch Geld in den Film investiert, in der Erwartung, dass der Film floppen würde und er den Verlust würde steuerlich abschreiben können. Dumm gelaufen (Quelle: https://www.nine.com.au/entertainment/latest/crocodile-dundee-movies-facts-things-you-didnt-know/e43ce02b-5d6c-4a18-bead-7a1d7115acac). Hier ein Zusammenschnitt der besten Szenen: 

der inoffizielle Soundtrack äh Videobeitrag *** https://www.youtube.com/watch?v=T9n1YTPwRRQ

Nicholas Cage und John Travolta geben die Gegenspieler in diesem spannenden Actionfilm unter der Regie von John Woo, mit dem Thema Körpertausch zwischen dem Guten und dem Bösen. Ich muss zugeben, ich habe schon bald nicht mehr durchgeblickt, wer hier nun eigentlich wer ist, und doch bin ich bis zur letzten Minute fasziniert kleben geblieben. Den Song bekommt man in dem Film allerdings nur für wenige Sekunden zu Gehör, aus dem Autoradio eines vorbeifahrenden Autos.

nur nicht den Kopf verlieren *** https://youtu.be/1eTE84CLQ0A

In dieser Bar ist vieles möglich, nur nicht das Anbandeln des Personals mit den Gästen. Da ist die Chefin konsequent, was die junge Violet noch nicht so recht auf dem Schirm hatte. Der Job kommt ihr gerade recht, weil sie das Geld braucht, bis sie es als Songschreiberin geschafft hat. Doch selber auftreten? No way. Dass es in dieser Komödie mit teilweise derben Späßen anders kommt, als geplant, ist schon zu Beginn zu erwarten. Der Song zum Film ertönt immer dann, wenn es um eine Versteigerung der besonderen Art geht. Mit einem auf dem Tresen tanzenden John Goodman als sich abnabelnder Vater mit strengen Moralvorstellungen. Leider habe ich diese Szene vom Ende des Films nicht gefunden, dafür aber die, in der sich ein Freund endlich erkenntlich zeigen soll. PS: In Australien erzielte der Soundtrack zwei Mal Platin für 140,000 verkaufte Platten.

da will man bloß ein einziges Mal helfen, und dann das *** https://www.youtube.com/watch?v=FZbceB-yFn0

Das Kriminaldrama dreht sich um die Serienmörderin Aileen Wuornos (Charlize Theron) und deren Lebensgefährtin Selby (Cristina Ricci), die sich auf der Flucht befinden und nach vier Morden von verdeckten Ermittlern gestellt werden. Für die emotional mitreißende Darstellung der Aileen Wuornos wurde Charlize Theron 2004 mit einem Oscar ausgezeichnet.

wenn aus Sport bald Mord wird *** https://www.youtube.com/watch?v=ACUKlYK42iE

PS / weitere nennenswerte Erwähnungen: In Folge 10 der ersten Staffel von „Lucifer“ läuft „Devil Inside“ im Hintergrund, während Lucifer eine Frau beim Kauf von Erdbeeren berät. Was ich jedoch nur durch puren Zufall herausgefunden habe: „Never tear us apart“ wird ganz zu Anfang im Director’s Cut von Donnie Darko gespielt. Den Beweis kann ich leider nicht antreten – dafür aber einen besonderen Zusammenschnitt von Szenen aus dem Film „The lost boys“ liefern (den ich leider nie gesehen habe):

Hauptsache, ihr habt Spaß *** https://www.youtube.com/watch?v=clq9ZUYy3Nw

So, hier nun am Schluss noch ein paar (letzte) Worte zum Thema „Good Times“ – nicht so gut fand ich die Idee, eine Coverversion von „Never tear us apart“ zu dem verfilmten Grauen namens „Fifty Shades of Grey“ beizusteuern. Doch da ich auch diesen Film nie gesehen habe, ist mir dieser Kelch erspart geblieben. Sonst hätte ich echt sparsam aus der Wäsche geguckt.
 

Media Monday # 708 : Der Knaller

Nun, da das mit dem privaten Nähwochenende in Bielefeld leider doch nicht mehr geklappt hat, habe ich einfach kurzerhand selbst die Nähsaison eröffnet und mit der Jacke, die ich geplant hatte, angefangen. Nun hängt sie da und wartet darauf, dass ich mit dem Kragen weitermache. Bei dem vielen Karo bekomme ich allerdings Flimmern vor den Augen, wenn ich zu lange drauf starre.

Also lege ich jetzt erst mal eine Pause ein und mache mit anderen Dingen weiter, wie zum Beispiel der 708. Ausgabe des Media Monday.

Media Monday #708

1. Es ist zwar schon eine Weile her, aber anscheinend haben einige immer noch Knaller von Silvester übrig und zünden diese noch sporadisch. Wie dämlich.

2. Ghost in the Shell“ von 1995 ist ziemlich bahnbrechend in der Hinsicht, dass der Anime nicht nur durch einen einzigartigen, handgemachten Zeichenstil und einen tollen Soundtrack besticht, sondern auch noch Filmreihen wie „Avatar“ oder „Matrix“ die Ideen lieferte. Außerdem haben mich manche Szenen an „Das fünfte Element“ oder „Doctor Who“ erinnert.

3. Gäbe es einen Preis für innovative(s) Slapstick-Ideen, stünde „Hundreds of Beavers“, den ich beim letzten oder vorletzten Fantasy-Filmfest gesehen habe, ganz oben auf meiner Liste.

Was für ein Nonsens *** https://youtu.be/5h4P-26kHAw

4. Und nochmal „Ghost in the Shell“ – der Film war seiner Zeit wohl ziemlich voraus, immerhin wird das Thema AI immer größer und größer.

5. Es hat zwar ein wenig länger gedauert, aber mittlerweile finde ich so langsam meinen Rhythmus.

6. Die Jubiläumsvorstellung von „Ghost in the Shell“ hat mich ja wirklich gekriegt, denn jetzt habe ich so richtig Lust bekommen, mir die anderen Veranstaltungen der „Nippon Connection“ in diesem Frühjahr anzuschauen.

7. Zuletzt habe ich mich um das Vernichten der Reste meines Nudelsalats gekümmert und das war einerseits ziemlich eintönig, weil ich das Gefühl hatte, seit einer Woche nichts anderes zu essen – aber andererseits aber auch ein Genuss, weil er jetzt erst so richtig durchgezogen hatte. Wenn ich von Resten rede, meine ich übrigens eine Menge, die ich für 45 Personen berechnet hatte, aber nur von 20 verspeist wurde.

Die 5 Besten am Donnerstag : meine liebsten Darsteller in ihren besten Rollen

Diese Frage gab’s letztes Jahr zu den Darstellerinnen, aber da war ich nicht dabei. Diesmal geht es bei Passion-of-Arts um ihre männlichen Kollegen:

Heute setze ich mal nicht die Filme in chronologische Reihenfolge, sondern die Darsteller nach ihren Geburtsdaten. Von Komödie bis Drama ist so einiges dabei. Ausgespart habe ich übrigens Schauspieler, die in den 1940er, 1950er oder 1960er Jahren beliebt waren. Sonst hätte ich für die Auswahl noch länger gebraucht.

Timothée Chalamet (27. Dezember 1995) in Wonka (2023): Happy Birthday nachträglich an dieser Stelle. Wer am gleichen Tag wie ich feiert, muss einfach auf diese Liste. Außerdem habe ich den Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ mit Johnny Depp als Willy Wonka geliebt – da war ich begeistert, dass es ein Prequel geben sollte.  Ich sage es jetzt schon: Der Film war mein persönliches Highlight im vorletzten Jahr:

Willy Wonka, Willy Wonka, Schokolade zaubert er *** https://www.youtube.com/watch?v=pY4_nE-Za-I

Weitere Filme mit Timothée Chalamet: „Dune“ (2021), „Dune, Part 2“ (2024) oder „The French Dispatch“ (2021).

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Colin Farrell (31. Mai 1976) in The Banshees of Inisherin (2022): Plötzlich versteht Pádraic die Welt nicht mehr: Ausgerechnet am 1. April redet sein bisher bester Freund Colm (Brendan Gleeson) nicht mehr mit ihm und weigert sich, auch weiterhin in irgendeiner Form noch etwas mit ihm zu tun zu haben. Warum? Weil Colm der intellektuelle Austausch fehlt und er Pádraic mit dessen Einfältigkeit nicht mehr länger ertragen will. Zunächst hält der arme Kerl Colms Entschluss für einen Aprilscherz, muss aber bald feststellen, dass es Colms tatsächlicher Ernst ist – blutiger Ernst.

Plötzliche Funkstille auf den Aran-Inseln *** https://www.youtube.com/watch?v=ThlYvPwMVTs

Weitere Filme mit Colin Farrell: „Nicht auflegen!“ (2002), „The Lobster“ (2015) oder „Fright Night“ (2011).

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Bradley Cooper (5. Januar 1975) in American Sniper (2014): Kriegsfilm oder Antikriegsfilm – oder gar beides zugleich, so in etwa wie Schrödingers Katze? An dieser Biografie des Veteranen Chris Kyle scheiden sich die Geister. Nach mehreren Einsätzen im Irak fällt ihm die Rückkehr in den Alltag mit Frau und Kind schwer, eine posttraumatische Belastungsstörung führt dazu, dass ihn für andere völlig harmlose Geräusche triggern, dass seine Reaktionen darauf Freunde und Nachbarn in Angst und Schrecken versetzen. Im Grunde befindet er sich tief im Innern noch immer in seinen früheren Einsatzgebieten, die er treffenderweise bereits früher als sein wahres Zuhause betrachtet hat. Ironischerweise wird „der beste Scharfschütze“ auf dem Schießstand in seiner Heimatstadt erschossen – von einem von ihm betreuten Kriegsveteranen.

isn’t it ironic? *** https://www.youtube.com/watch?v=IPJjYpMjBRY

Weitere Filme mit Bradley Cooper: „A Star is born“ (2018), „Silver Linigs“ (2012) oder „Joy – alles außer gewöhnlich“ (2015).

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Sam Rockwell (5. November 1968) in Three Billboards outside Ebbing, Missouri (2017): Bisher lief er bei mir eher ganz hinten oder unter „ferner liefen“, doch mit dem Drama um eine Mutter (Frances McDormand), die nicht verstehen kann, warum die Suche nach den Mördern ihrer Tochter im Sande verlief und deshalb zu drastischen Maßnahmen greift, hat Sam Rockwell in der Rolle des Deputy eine beeindruckende Leistung hingelegt. So beeindruckend, dass er einen Oscar für die bester Nebendarsteller einen Oscar erhielt.

vom Rassisten zum Unterstützer *** https://www.youtube.com/watch?v=D00wvd3TncI
 

Weitere Filme bzw. Serien mit Sam Rockwell: „Jojo Rabbit“ (2019), „The Green Mile“ (1999), oder „Ganz weit hinten“ (2023).

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Hugh Grant  (9. September 1960) in Heretic (2024): War der britische Schauspieler zu Beginn seiner Karriere meistens in (romantischen) Komödien zu sehen und deshalb beim Publikum beliebt, neigte er in den letzten Jahren eher dazu, sich Rollen auszusuchen, in denen er so richtig fiese Typen spielen kann, wie zuletzt in dem als Horrorfilm angepriesenen Kammerspiel, in dem er den scheinbar netten und zurückgezogen lebenden Mr. Reed spielt, der eines Tages Besuch von zwei Missionarinnen der Mormonen bekommt. Was mit einer religiös geprägten Diskussion beginnt, mündet in einem Horrorszenario in seinem eingeschlossenen und labyrinthartigen Haus, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Glauben oder Unglauben, das ist hier die Frage *** https://www.youtube.com/watch?v=6_Jfsak0c_E

Weitere Filme/Serien mit Hugh Grant: „Eine sachliche Romanze“ (1995), „A very English scandal“ (2018) oder „The Gentlemen“ (2019)

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So, das waren die, die mir von den „liebsten Darstellern“ als erstes eingefallen sind, weil bei einigen der von ihnen verkörperten Figuren eine Änderung im Charakter um 180° spürbar ist. Von gefällig-nett oder kalauernd bis hin zu bösartig, gezeichnet oder anderweitig mit Ecken und Kanten versehen.

Media Monday # 707 : Fahr‘ ich oder fahr‘ ich nicht?

Weil bei einem privaten Nähwochenende eine Teilnehmerin abgesprungen ist, ereilte mich eine Anfrage von einer anderen Teilnehmerin, ob ich nicht einen der freien Plätze haben wollte. Klang super und natürlich habe ich zugesagt. Dumm nur, dass jetzt mit den Zimmern ein Problem zu geben scheint und ich jetzt warte, dass es doch noch klappt. Falls ja, wäre das toll und ich muss jetzt nur noch den Stoff zuschneiden, damit ich vor Ort loslegen kann. Falls jedoch nicht, ja dann… dann bleibe ich zu Hause und nähe die Jacke später.

Was auf jeden Fall stattfindet, ist die 707. Ausgabe des Media Monday:

Media Monday #707

1. Begeisternd im noch jungen Jahr war für mich, dass ich mir mal nicht den Wecker stellen musste.

2. 1960: Chubby Checker wartet mit einem ziemlichen Twist auf, der in der Presse für Aufruhr sorgte und die Gemeinden aufforderte, den als „anstößig“ anzusehenden Tanz zu verbieten. Mit „Pulp Fiction“ wurde dann sein Revival eingeläutet.

Let’s do the twist *** https://www.youtube.com/watch?v=WSLMN6g_Od4

3. Mit einer Einladung zu einem privaten Second-Hand-Kleiderverkauf hat mich eine Freundin ziemlich überrascht, denn damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet. Nun habe ich seit Samstag ein paar hübsche Stücke, die ich gegen ein paar nicht mehr passende Teile austausche.

4. Der Film „Poor Things“ ist konzeptionell eine Wucht, wobei Emma Stone am Ende die eigentliche Wucht war.

5. Mir scheint, es geht bei meinen Träumen in letzter am ehesten darum, die heftigsten Momente in meinem Leben nachträglich zu verarbeiten. Aber wenigstens weiß ich, dass dieser Wirrwarr tatsächlich nur geträumt ist und keiner von mir verlangt, an obskuren Tests teilzunehmen.

6. 1991: Regisseur David Mallet zieht nun wirklich alle Register, um ein Konzert nicht einfach bloß mitzufilmen. Denn dazu hätte es nicht sechzehn 35-mm-Kameras inclusive einer in einem Helikopter gebraucht, um „Live Baby Live“ für die Nachwelt festzuhalten. Und tatsächlich wurde das Material 2019 dann nochmal in 4K neu überarbeitet, in kinotaugliches Format (16:9) übertragen und der Sound neu abgemischt, damit die Zuschauer das Konzert in Dolby Atmos genießen können. Ergänzt wurde der Abend noch um einen fehlenden Track, et voilà, ich war eine der Glücklichen, die das INXS-Konzert vom 13. Juli 1991 in voller Länge und mit brillantem Klang exklusiv an einem Abend – am 27.11.2019 – miterleben durften.

7. Zuletzt habe ich zehn Teile für einen Mantel mit seitlichen Einsätzen aus dem Schnittmusterbogen herauskopiert und das war leider nicht das Gelbe vom Ei , weil die Stoffmenge nicht ausreicht. Jetzt habe ich mir eine andere Variante ausgesucht, die mit weniger Stoff auskommt und wahrscheinlich auch einen anderen Schwierigkeitsgrad hat. Dieser hier wird es wohl nicht werden:

Quellen: https://www.burdastyle.com/media/catalog/product/cache/e7eba7a66246bac933830b75e661fa76/b/s/bs2411_125m_v_1.png (Zeichnung) und https://www.burdastyle.com/media/catalog/product/cache/4e148e38ec441280dee0dd0985084757/b/s/bs2411_125_front_1.jpg (Foto).

Dafür aber dieser Cardigan (plus Gürtel, der im Schnittmuster nicht vorgesehen ist):

(Quelle: https://www.crazypatterns.net/uploads/cache/items/2024/11/106183/preview/burda-schnittmuster-damen-wollmantel-01-2020-101b-gr-36-44-4125374471-358×450.jpg)

Die Besten am Donnerstag : meine 5 Klassiker aus den 1940er Jahren

Heute mache ich es mir einfach, indem ich keine komplizierten Rechnungen aufmache, wann die 1940er Jahre begannen und wann sie endeten, denn alle Filme aus meinen „5 Besten am Donnerstag“ (hier, bei Passion-of-arts) stammen aus Jahren ohne Null am Ende.

Da das Genre des Film Noir in jenem Jahrzehnt entstand, überwiegen in meinen „Top Five“ demzufolge die Thriller, allesamt unter der Regie von Alfred Hitchcock.

Bambi (1942): Einer der Disney-Klassiker schlechthin und mit 68 Minuten Lauflänge der kürzeste in dieser Liste. Wenn ich allein an das Drama denke, als der kleine Hirsch Bambi seine Mama verliert… da muss ich jedes Mal schluchzen. Ein Zeichentrickfilm, so richtig was fürs Herz und mit liebenswerten Charakteren wie dem Kaninchen Klopfer und dem Stinktier Blume.

einfach zu zuckersüß, die beiden *** https://youtu.be/gSh1eLrxiqs

Im Schatten des Zweifels (1943): Alfred Hitchcock, zum Ersten… hier muss die junge Charlie (Teresa Wright) schon bald erkennen, dass es sich bei ihrem Lieblingsonkel, der den gleichen Namen wie sie trägt (Joseph Cotten) um einen gesuchten Frauenmörder handelt und sie sich während der 108 Minuten bei ihren privaten Ermittlungen auf gefährlich dünnes Eis begibt. Das Drehbuch stammt von dem berühmten Schriftsteller Thornton Wilder, der das Stück „Unsere kleine Stadt“ geschrieben hat – ein Klassiker, den unser Englisch-Leistungskurs in den 1980er Jahren nicht nur lesen, sondern auch im Theater sehen durften.

das wird gefährlich *** https://youtu.be/QAdjnumtmXs

Ich kämpfe um dich (1945): Der Ort des Geschehens: eine Anstalt für psychisch Kranke. Die Methode: eine Konfrontationstherapie, der sich der neue Leiter besagter Anstalt (Gregory Peck) unterziehen muss, überwacht von der Psychologin Dr. Constance Petersen (Ingrid Bergman). Beim Skilaufen kommen dann auch prompt die Erinnerungen zurück, und ein Verbrechen kommt ans Licht. Unter der Regie von Alfred Hitchcock wurde aus diesem von mir nur angerissenen Plot ein verwirrender Thriller von 111 Minuten Lauflänge; mittels von Salvador Dalí entworfenen Traumsequenzen raffiniert inszeniert.

die künstlerische Handschrift ist klar erkennbar *** https://youtu.be/JyPe1Jahyfo

Eine Göttin auf Erden (1947): Zur Abwechslung mal etwas Tanz und Musik, in 101 Minuten. Nichts Weltbewegendes oder Bahnbrechendes, aber ich lieb’s. Als die griechische Göttin des Tanzes Terpsichore (Rita Hayworth) erfährt, dass Broadway-Regisseur Danny Miller eine Revue plant, in der leichtbekleidete Showgirls die Musen verkörpern sollen, begibt sie sich entrüstet geradewegs an den Broadway, um in Gestalt der Tänzerin Kitty Pendleton dem feinen Herrn die Flötentöne beizubringen und die Verzerrung der Tatsachen wieder gerade zu rücken. Mit mäßigem Erfolg, denn die geänderte Inszenierung stößt auf wenig Begeisterung beim Ensemble und Publikum, obwohl ihre Tanzkünste unübertroffen sind.

sie tanzt sich nach vorne und er hat keine Ahnung *** https://youtu.be/nFvMdIUiy34

Cocktail für eine Leiche (1948): Alfred Hitchcock zum Dritten. In diesem 80minütigen Kammerspiel planen und führen zwei Studenten (John Dall/Farley Granger) zum Zeichen ihrer Überlegenheit den vermeintlich perfekten Mord und deponieren ihr Opfer in einer Truhe in ihrem Apartment, wo sie eine Cocktailparty geben – mit den nichtsahnenden Freunden des Toten als Gästen. Nicht ohne Grund haben die beiden ihren ehemaligen Lehrer Rupert Cadell (James Stewart) als Ehrengast geladen, da dieser an die Theorie des Übermenschen und Mord als Kunstform glaubt. Ein Kammerspiel, bei dem mich das immer seltsamere Verhalten der beiden Mörder in Grundzügen an Edgar Allan Poes Kurzgeschichte „Das verräterische Herz“ erinnert.

mit menschenverachtendem Zynismus *** https://youtu.be/jYZ1oQIHYpA

Zweimal schwarz-weiß und dreimal in Farbe, so sehen meine Lieblingsfilme von vor Pi mal Daumen 80 Jahren aus.