In der 37. Kalenderwoche (8. bis 14. September) von Norbert Eders 52-Wochen-Challenge 2025bin ich über die Brücke gegangen – denn das ist in dieser Woche das Thema gewesen.
Hier habe ich versucht, einen Teil der Brücke selbst mit dem Blick von der Brücke zu kombinieren:
Und bei den Mengen an Fahrzeugen, die sich Tag für Tag über diese Brücke wälzen, kam diese Aufnahme einer fast leeren Straße am Freitagnachmittag einem glücklichen Zufall gleich:
Wahrscheinlich waren schon alle auf dem Weg zum Eishockeyspiel.
Und heute wieder im Sonderangebot: Ein buntes Potpourri aus unterschiedlich gefärbten Röhren.
(-1-): Neonröhren hinter spiegelnden Scheiben… Vielleicht werden Spiegelungen mein neues Thema? Trotz der ansprechenden Deko werde ich trotzdem keine Kundin im Nagelstudio
(-2-): Kaffee oder Café – das ist hier die Frage… beim zweiten Bild musste ich an die berühmte Caféterrasse von Vincent van Gogh denken. Nur dass auf dem Gemälde mehr los ist.
Ein spannendes Thema gibt es heute bei Passion-of-Arts: die besten Filmszenen, ganz am Anfang, auch „Opening Scenes“ genannt – Zitat:
Die Eröffnungsszene eines Films ist weit mehr als nur der Einstieg in eine Geschichte. Viele Filmschaffende nutzen den ersten Moment, um die Tonalität festzulegen, andere werfen das Publikum direkt mitten ins Geschehen.
Und was soll ich sagen? Kaum hatte ich mir einen Überblick über die aktuellen Monatsthemen verschafft, fand ich im Fernsehen auch schon den ersten Kandidaten, der wie geschaffen schien für diese Blogparade. Ob er in meinen chronologisch sortierten „Top Five“ landen konnte oder ob es noch einen interessanteren Kandidaten gab? – Warten wir’s ab…
Das Fenster zum Hof (1954): Da ist man sofort am Schauplatz und weiß während der nächsten 112 Minuten, wie es sich anfühlt, unter der unsäglichen Hitze zu leiden, welche die Stadt fest im Griff hat. Vor allem erfahre ich eine ganze Menge über die männliche Hauptfigur, nur anhand persönlicher Gegenstände und Fotos.
Falling Down – ein ganz normaler Tag (1993): Eigentlich hat man noch etwas vor an diesem Tag, doch dann ist man gefangen im Stau, und allein schon dafür könnte man die Wände hochgehen. Hat man dann noch eine mit der Zeit immer kürzer werdende Zündschnur, ist es eine winzige Kleinigkeit, die das Fass zum Überlaufen bringt. Wie zum Beispiel die Fliege. Oder die teilweise absurden Aufschriften auf Nummernschildern. Oder kreischende Kinder im Schulbus… jede für sich könnte man ja vielleicht noch ertragen, aber alle zusammen? Da kann man nur noch eines tun: Aussteigen und die Stauhölle verlassen. Was „D-FENS“, gespielt von Michael Douglas, dann auch prompt tut.
Die fabelhafte Welt der Amélie (2001): Kommen wir zu erfreulicheren Dingen, nämlich zu einem Intro wie ein impressionistisches, französisches Gemälde – zu einem romantischen Film, bei dem ich mich schwertue, ihn als romantische Komödie zu bezeichnen. Wir tasten uns behutsam vor: Mit dem Eiffelturm am Horizont, nähert sich das Auge, unterstützt durch die Stimme des Erzählers und Akkordeonmusik, dem Zentrum des Geschehens (Paris) und wird Zeuge der Entstehung von Amélie Poulain, der titelgebenden Heldin dieses Films, den ich mir immer wieder gerne anschaue.
Unhinged (2020): Der zu Beginn genannte Film, den ich am 31. August im Spätprogramm gesehen habe und bei dem ihr euch vermutlich fragt, was die „Opening Title Sequence“ mit dem Thema zu tun hat. Meine Antwort: Alles. Nimmt die Ton- und Bildcollage aus Reportagen zu miteinander verknüpften Themen doch schon das Grundthema des 93 Minuten langen Thrillers vorweg: Road Rage. So in etwas hatten wir das zwar schon in Falling Down, aber die erste Filmszene gleich danach – um 4:03 Uhr in der Frühe – kommt mit der gezeigten plakativen Gewalt als Charaktereinführung wie ein Holzhammer daher und zerrt in ihrer Langsamkeit und der sich steigernden Musik an den Nerven. Nein, diesem Typen, gespielt von Russell Crowe, kommt man besser nicht in die Quere oder versucht ihn hupend zu maßregeln.
Barbie (2023): Hier scheiden sich die Geister (aber ich lieb’s): Eine Hommage an Kubrick oder eine Persiflage des Klassikers „2001: Odyssee im Weltraum?“ Am Ende habe ich mich für Greta Gerwigs Geniestreich entschieden, weil ich mich hier königlich amüsiert habe, während ich bei dem zitierten Weltraumdrama (Sakrileg!) regelmäßig eingeschlafen bin.
Allem Anfang wohnt ein Zauber inne? Natürlich hätte es noch weitere Filme gegeben, die wegen ihren Eröffnungssequenzen einen Platz unter den „Top Five“ verdient hätten… Allen voran „Trainspotting“ von 1996, wo ein gezielter Sprung von oben, direkt hinein in die Handlung und in Kombination mit einem minutenlangen Monolog zeigt, wie die Charaktere so ticken.
Nicht ganz so temporeich oder spektakulär geht es in „Das Leben des Brian“ von 1979 zu, wo es zu Beginn schon sehr weihnachtet und das Intro sofort an Bibel- und Sandalenfilme denken lässt. Ein Eindruck, der durch den Spruch „Geschenkt ist geschenkt und Wiederholen ist gestohlen“ sofort zunichte gemacht wird und auf den 94 Minuten respektlosen Spaßes folgen, bei dem besagte Filmgenres gnadenlos durch den Kakao gezogen werden.
Und um ein Haar hätte ich den Film vergessen, dessen erster Satz, gesprochen von der Hauptdarstellerin bis heute im Gedächtnis geblieben ist: „Christiane F.: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ Da weiß man sofort, was einen in der grauen Tristesse einer Berliner Hochhaussiedlung erwartet.
Zum aktuellen Media Monday komme ich erst jetzt, weil ich wegen eines Wochenend-Trips nicht online war.
Getestet habe ich die Bahnverbindungen zwischen meinem Wohnort und dem Taunus und kann dazu abschließend feststellen, dass ich das nächste Mal einen Leihwagen nehme. Mit der S5 bis Friedrichsdorf zu fahren, danach mit einer eingleisig fahrenden Regionalbahn weiter zu gondeln und am Zielbahnhof festzustellen, dass bis zum eigentlichen Urlaubsort kein Bus fährt – jedenfalls nicht für die nächsten zwei Stunden: Die paar Kilometer zu Fuß zurückzulegen, ist vielleicht bei schönem Wetter noch relativ spaßig.
Doch auf Dauer brauche ich diese Art der Anreise dann doch nicht. Dafür gab es heute Morgen einen Bus, mit dem ich zum Bahnhof fahren konnte – und von da eine durchgehende Verbindung nach Frankfurt. Drei Stunden war ich trotzdem unterwegs anstatt wie früher, mit dem Auto, 45 Minuten. Nach dieser Zusammenfassung meines Tests komme ich nun endlich zu den sieben Lückentexten des 741. Media Monday:
1. Von allem, was der Markt so hergibt, bräuchte ich am ehesten einen zuverlässigen Gebrauchtwagen, der nicht die Welt kosten soll. Wünscht mir Glück, dass ich einen in den nächsten sechs Wochen finde (oder bis zum Jahresende).
2. Das Ensemble des Friedrichstadtpalasts in Berlinhat hätte es verdient , dass im Werbefilm für die demnächst startende Show echte Aufnahmen zu einer Diashow verarbeitet worden wären. Leider hat der Veranstalter einen Werbetrailer komplett mit AI zusammengeschustert, der kaum etwas über die Show aussagt.
3. Nicht auszudenken,wenn es mir gelänge, mein drittes Buch für die Jahreszeiten-Challenge aus dem Ärmel zu schütteln. Dann hätte ich das vierte und letzte zwar immer noch nicht fertig, aber immerhin wären drei Viertel dann geschafft.
4. Das Programm der Frankfurter Stadtevents hätte das Zeug, dass ich dort demnächst öfters Veranstaltungen buche.
5. Es wäre ein echter Clou, wenn ich die vor mir liegende Aufgabe bei den „5 Besten am Donnerstag“ bis dahin schaffen würde – aber eines der kommenden Themen lautet lesenswerte Bücher, und da gibt es leider so viele, die mir einfallen, dass ich mich bei der Auswahl schwertue.
6. Mein Kopf bräuchte dringend eine/n neue Frisur. Frische Ideen fürs Gehirn wären allerdings noch besser.
7. Zuletzt habe ich eingangs beschriebenen Kurztrip unternommen und das war mit guter Planung im Vorfeld verbunden, weil ich nicht nur mehrmals umsteigen, sondern mich bei der Gepäckmitnahme aufs Minimum beschränken musste. Irgendwie muss ich geahnt haben, dass ich die letzten vier Kilometer den ganzen Kram im Rucksack vorwiegend bergauf schleppen durfte.
Ja, ich weiß, hier hätte eigentlich mein Beitrag für die 35. Kalenderwoche *) stehen sollen, doch ich hatte bislang wenig Gelegenheit, meine Kamera auszupacken, und so habe ich bei den folgenden Motiven mal wieder mit dem Smartphone draufgehalten.
Um Reklame dreht sich Norbert Eders 52-Wochen-Challenge 2025in der 36. Kalenderwoche (1. bis 7. September), und darum gibt es nun meine gesammelten Werke zu diesem Thema anstatt zu 50 mm (KW 35).
Als erstes ein Plakat, das für eine Whiskymesse wirbt – klar, dass ich dort hin muss:
So kann es aussehen, wenn im Ort für die Erzeugnisse direkt vom Hof geworben wird:
Auch so kann man Werbung machen: Einfach mal den Markennamen auf das Schild mit den Öffnungszeiten drucken – dann weiß man sofort, dass es hier alles rund ums Zweirad gibt:
Da, wo nun ein Fahrradladen seinen Verkaufsraum hat, war früher eine Bank – so viel verrät die Münze als Türdrücker. Vielleicht erwische ich demnächst die Rückseite des Pfennigs.
Durch Zufall bin ich gestern auf diese ausrangierte Nähmaschine gestoßen – die Firma gibt es inzwischen so nicht mehr (ein Brand im Jahr 1955 wurde ihr zum Verhängnis):
Sobald meine Kamera einsatzbereit ist, liefere ich den Beitrag zur 35. Kalenderwoche nach.
Eine weitere Dekade, gefüllt mit Top-Filmen steht an, denn diesmal drehen sich bei Passion-of-Artsdie 5 Besten um die 2020er Jahre. In denen stecken wir zwar schon mittendrin, dennoch ist es einen Versuch wert. Was mir nach dem Ende der ganzen Maßnahmen im Zuge der Pandemie positiv auffiel, war die Meldung, dass sich in Frankfurt nicht nur die Arthouse-Kinos weiterhin behaupten konnten, sondern sie waren auch in der Lage, zu expandieren: So hatten wir nicht mehr nur zwei (Harmonie und Cinéma), sondern mit der Erweiterung durch das Eldorado sogar nun drei solcher Lichtspielhäuser.
Die Dekade begann mit der COVID-19-Pandemie, die weltweit Kinos schloss und Streamingdienste in den Mittelpunkt rückte. Jedoch entstand aus der Krise auch eine neue, kreative Dynamik, die das Kino neu definierte. Plötzlich rückten internationale Filme abseits von Hollywood mehr in den Fokus.
Das ist die ideale Gelegenheit für mich, aus jedem Jahr einen Film für meine persönlichen Top Five auszuwählen. Das funktioniert natürlich nur bei Filmen, die ich auch tatsächlich im Kino gesehen habe, wenn auch teilweise später. Zugeordnet habe ich die Filme folglich ihrem Entstehungsjahr und nicht dem Jahr, in dem sie bei uns in die Kinos kamen bzw. wann ich sie dort gesehen habe. Andere sehenswerte Filme sind diesmal in die nach Jahren geordneten Blöcke mit eingeflochten – die tatsächlichen Highlights habe ich im Fettdruck hervorgehoben. Neben absoluten Blockbustern finden sich auch kleinere Produktionen darunter.
2021
In diesem Jahr entstanden einige bemerkenswerte Filme, z.B. „Belfast“, „Black Widow“ oder „Aus meiner Haut“. Aber wirklich haften geblieben in meinem Gedächtnis ist:
Die Neuverfilmung des 1980er-Jahre-Werkes von David Lynch ist für meinen Geschmack mit Timothée Chalamet in der Rolle der Hauptfigur Paul Atreides in meinen Augen nicht nur glaubhafter besetzt, sondern auch filmisch ein Genuss. Und das nicht nur wegen der eindrucksvollen, technisch brillianten Bilder, die erst auf einer großen Leinwand so richtig zur Geltung kommen – sondern auch wegen der Vermeidung eines Fehlers, an dem die ursprüngliche Romanverfilmung krankt: nämlich dem, alles in einen einzigen Film zu packen. Hier ist tatsächlich nach einer gewissen Zeit erst einmal Schluss und geht dann in „Dune 2“ drei Jahre später weiter, endet dort aber immer noch nicht. Wenn wir wissen wollen, wie es weitergeht, müssen wir uns noch ein Jahr gedulden.
2022
Das Jahr, in dem ein Film der eher schrägen Art entstand, der bei mir so sehr das Rennen machte, dass ich ihn mir im Kino unbedingt ein zweites Mal ansehen musste… Die Rede ist nicht etwa von „Bullet Train“, „Babylon – Rausch der Ekstase“ oder „The Banshees of Inisherin“ – übrigens alle mit B – sondern von
Der Titel enthält zwar auch ein B, dennoch ist der liebenswerte Klamauk kein B-Movie (jedenfalls für mich): Mini-Budget, gedreht in Schwarz-Weiß, ohne Dialoge, mit haufenweise Slapstick und überdrehten Gags, die trotz mehrfacher Wiederholung bei mir zündeten… So etwas gibt es nicht oft bei mir.
2023
Das Jahr, in dem nicht überall „Barbie“ und „Oppenheimer“ an den Kinokassen für den meisten Umsatz sorgten, sondern ein italienischer Film, den ich auch ganz hervorragend fand („Morgen ist auch noch ein Tag“). Ganz fest in mein Herz habe ich den Animationsfilm „Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch“ geschlossen. Und obwohl die beiden Thriller „The Last Stop in Yuma County“ und „Red Rooms – Zeugin des Bösen“ noch lange in meinem Gedächtnis haften geblieben sind, ist es letztendlich das folgende Werk zu einem ernsten und wichtigen Thema, auf das meine Wahl gefallen ist:
Der Alltag von Hedwig Höß (Sandra Hüller), der Frau des Lagerkommandanten von Auschwitz. Auf der einen Seite die „heile Welt“ in dem Paradiesgarten, ihrer Heimat, aus der sie nicht fort will. Auf der anderen Seite, hinter der Mauer das pure Grauen. Das wird jedoch nicht sichtbar, sondern man kann es nur anhand der Tonspur erahnen. Rauchende Schlote, rund um die Uhr bollernde Verbrennungsöfen, gedämpfte Schreie. Doch das gruseligste Kopfkino offenbart sich für mich in den Momenten, in denen ein namenloses Mädchen Äpfel am Rande der von den Häftlingen begangene Strecke versteckt, während aus dem Off die Stimme von Rudolf Höß den Kindern das Märchen von Hänsel und Gretel (!) als Gute-Nacht-Geschichte vorliest.
2024
Das Jahr, in dem sich meine Kinobesuche um das Jahresende herum stark häuften und wo ich mich am Ende nur schwer entscheiden konnte, welchem Meisterwerk ich denn jetzt den Vorzug geben sollte: „Heretic“, „The Substance“, „The Brutalist“ oder die beklemmende Dystopie „Civil War“. Tja, da hatte ich aber noch nicht den mit der Software Blender erstellten Animationsfilm aus Lettland gesehen, der in meinen Augen zu Recht einen Oscar gewonnen hat:
Den fand ich so schön, dass ich ihn gleich zweimal im Kino gesehen habe.
2025
Kommen wir nun zum fünften und letzten Block; nämlich dem Jahr, das sich noch mitten im dritten Quartal befindet und doch schon sehr viele Filme zu bieten hatte. Von all den neuen Produktionen habe ich kaum welche gesehen. So liefen z.B. „F1“, „Mickey 17“ oder „M3GAN 2.0“ komplett an mir vorbei. Statt dessen habe ich mich auf anderes konzentriert, wie z.B. „Lilo & Stitch“, „Kein Tier. So Wild“ oder „Final Destination 6: Bloodlines“. Fast war ich geneigt, letzteren in die engere Wahl zu ziehen, wäre da nicht dieses schweizerisch-deutsche Drama gewesen:
Hier begleitet die Kamera die junge Pflegekraft Floria Lind bei ihrer Nachtschicht, die auf der vollbelegten und chronisch unterbesetzten Station alle Hände voll zu tun hat. Basierend auf dem Buch „Unser Beruf ist nicht das Problem: Es sind die Umstände“ von Madeline Calvelage, gerät Floria nicht nur einmal an ihre Belastungsgrenze: ideale Voraussetzungen, um diese eine Schicht außer Kontrolle geraten zu lassen, wo schon der kleinste Fehler kann verheerende Folgen haben kann…
Bunte Mischung? Vielleicht, aber ich bin ja – wie die meisten inzwischen wissen – was Genres angeht, nicht so festgelegt.
Wenn man eine in New Orleans spielenden Mystery-Erzählung liest und dann das Bedürfnis hat, das titelgebende klassische Stücke nun auch endlich mal zu hören…
Obwohl dudeln für diese schöne Musik wohl der falsche Begriff ist und ich deshalb im Stillen Abbitte leiste – bei Herrn van Beethoven und im Voraus für alle nachfolgenden Komponisten – wird dieser Ausflug in die Klassik nicht der einzige auf diesem buntgemischten Kanal bleiben.
Unter diesem Motto habe ich mich trotz wechselhaften Wetters und einer äußerst kurzen Nacht (dank eines Deppen, der um drei Uhr nachts sein Elektroauto vor unserem Haus jaulen lassen musste) am Samstag auf die Socken gemacht und an einem literarischen Spaziergang durch Offenbach teilgenommen, der mit einem Gang über unseren Wochenmarkt und dem Besuch eines sizilianischen Cafés endete.
Und falls ihr euch fragt, wie ein E-Auto laut sein kann, wenn man es beim Fahren kaum hört – glaubt mir, dieses Geräusch wie von einer rauschenden Klimaanlage hört man nachts bis in den ersten Stock hinauf. In Kombination mit einem laufenden Autoradio nervt so eine in Wellen kommende Geräuschkulisse einfach nur.
Was nicht nervt: Sonntagabend auf das 18-Uhr-Läuten warten, denn dann gibt es auch die sieben neuen Lückentexte für die 740. Ausgabe des Media Monday:
1. Wenn man demnächst auch mal wieder häufiger Zeit daheim verbringt, lockt der Stapel der noch zu lesenden Bücher. Immerhin habe ich es jetzt endlich mal geschafft, eines der Bücher zu lesen, auf die ich mich unheimlich gefreut hatte. So wie bei dem vor zwei Jahren in einem Buchladen in Ottawa kurz vor Ladenschluss erworbenen Fantasy-Roman – dieses Jahr irgendwann im Frühjahr angefangen und gestern beendet.
2. Die viele freie Zeit hat mich in den letzten Monaten echt zum Nichtstun verführt.
3. Was ich davon zu halten habe, dass demnächst der dritte Downton-Abbey-Film ins Kino kommt, habe ich ja schon mal geschrieben. Ich hoffe nur, das wird dann auch wirklich der letzte Film und nicht so eine Endlosgeschichte wie bei den Serien, die irgendwann besser geendet hätten und stattdessen immer weiter und weiter laufen.
4. Der Lithographiekurs, zu dem ich mich angemeldet habe. könnte noch ein echtes Highlight in diesem Jahr werden oder der Kochkurs „Türkische Küche“ könnte ihm diesen Titel streitig machen, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Wissen kann ich es aber erst, wenn beide Kurse vorbei sind.
5. Es wäre schon schön, gäbe es demnächst mal wieder für mich so eine tolle Entdeckung wie die vom Samstag in meiner Heimatstadt. Da bin ich nämlich mit einer kleinen Gruppe auf den Spuren Goethes und Lili Schönemanns gewandelt und bei unserer literarischen Reise in einem kleinen sizilianischen Café mit angeschlossener Backstube gelandet. Das war wie ein kleiner Urlaub.
6. Noch immer kein Auto zu haben, bereitet mir nicht unbedingt Sorgen, aber mit einem wäre vieles vielleicht doch einfacher.
7. Zuletzt habe ich an einem zweistündigen Workshop teilgenommen, ohne mich vorher anzumelden, und das war ziemlich riskant, weil der Kurs „Familiendruckwerkstatt“ schon ziemlich gefüllt war. Aber ich durfte bleiben und hatte zwei spannende Stunden an Druckerpressen. Jetzt muss das Kunstwerk noch gut durchtrocknen und ich kann es an die Wand hängen.