NEON, Baby! ~19~ : unterwegs in Ostfriesland

Natürlich habe ich auch im Urlaub wieder jede Menge Neonmotive gesammelt. Vier davon gibt es nun hier:


Auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Gödens – auch „Landpartie“ genannt:

In der Altstadt von Leer

In Jever

Auf dem Weihnachtsmarkt in Leer

In der Altstadt von Jever

Alles weitere, was ich unterwegs noch so alles fotografiert habe, folgt demnächst…

Fotoprojekt 2025/Würfelspiel – ein Projekt von Royusch : Dezemberausgabe

Zum zwölften und letzten Mal in diesem Jahr gibt es bei Royusch das Fotoprojekt „Würfelspiel“, bei dem es darum geht, per Würfelwurf eine Zahl und damit den entsprechenden Buchstaben des Alphabets zu ermitteln – und dazu ein Foto zu finden.



Und das habe ich aus dem Hut gezogen – bzw. aus meinem Archiv:


Bei diesem Luftbild handelt es sich um eine Aufnahme der Horseshoe Falls (die kanadischen Niagarafälle) aus dem Fenster meines Hotelzimmers.


Schauen wir mal, ob es dieses oder ein ähnliches Projekt nächstes Jahr geben wird. Bis dahin an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an den Erfinder des Würfelspiels – es hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich nur zweimal dabei war.

52-Wochen-Challenge 2025 : KW 49

Schwebend geht es in die 49. Kalenderwoche (1. bis 6. Dezember) der 52-Wochen-Challenge 2025 von Norbert Eder, denn so lautet die Aufgabe dieser Woche. Wie schon öfters bei mir, wurde aus einer simplen Aufgabe, bei der man theoretisch nur ein Foto bräuchte, eine ganze Serie zum Thema schwebend“.


Dreimal das gleiche Riesenrad, immer aus einer anderen Perspektive und unter anderen Lichtverhältnissen aufgenommen:


Und über allem schweben friedlich die Morgennebel.

Adventskalender 2025 ~‡~ Türchen 2

Es gibt Tage, an denen du dich leicht und unbeschwert fühlst, obwohl es nicht hell werden will und das Grau auf der Stadt liegt wie eine Decke aus Blei. Tage, an denen du dir wünschst, du könntest den Augenblick festhalten und du dich fragst, wo die Zeit auf einmal hin ist.

Gerade noch unterm Sonnenschirm gesessen, den Pazifik vor Augen und schneebedeckte Gipfel hinter dir, mit einer eiskalten Cola an deinen Lippen… und jetzt umgeben von den Türmen der Banken, die den Blick auf die Höhenzüge im Norden der Stadt versperren. Wenn mich einer fragt, ist der Taunus ja eigentlich nicht mehr als eine Ansammlung von Hügeln, aber so oder so – viel Gelegenheit zum Erkunden hatte ich bisher noch nicht. Von meinen Kollegen hier geht keiner freiwillig wandern. Und alleine laufen? So richtig konnte ich mich dazu bisher nicht aufraffen, auch wenn die Aussicht von da oben fantastisch sein muss, vor allem im Goldenen Oktober, wie sie hier dazu sagen. Ist ein bißchen fast wie unser Indian Summer, der aber leider auch nicht lange hält. Und trotzdem…

Pack nur nicht zu viel ein – so kalt wie bei euch daheim in Vancouver wird’s hier nicht.

Wie recht Tante Sylvia hatte: Bis jetzt konnte ich mir die dicken Klamotten sparen, doch was nicht ist, kann noch werden. Winter is coming oder so ähnlich… obwohl es teilweise immer noch kuschelig warm draußen ist (zu warm für meinen Geschmack), kann ich sie spüren, die nahende Kälte, die der zwischen den Häuserschluchten jaulende Wind mit sich bringt, und mit ihm die Nebel und der in ihnen hängende Geruch von Benzin und verbranntem Holz. Ein Dunst, in denen die bunten Lichterketten sanft glühen und das Grau nicht ganz so unfreundlich und erdrückend wirken lassen. Als würde man durch einen Wald aus rauchfarbenem Glas laufen. Advent, Advent…

Und dann sind da die anderen Tage – die, an denen du nach dem Aufstehen schon ahnst, dass die Teambesprechung eine unliebsame Überraschung für dich bereithält, die du am liebsten gleich wieder an den Absender zurückgeben würdest. Tage, an denen in Frankfurt Ausnahmezustand herrscht, weil Messe ist oder mal wieder die Eintracht spielt. Oder die Löwen. Oder ein Konzert der Extraklasse. So wie heute.

„Night of the Proms“ ist das Zauberwort, als der Chef die frohe Botschaft an diesem Morgen verkündet. Ort des Geschehens: Festhalle/Messe. Und wir, besser gesagt unser Hotel, befinden uns genau gegenüber. Also mittendrin. Doch das ist nicht das Schlimmste. Denn wie heißt es so schön? Der Teufel steckt im Detail… was in diesem Fall „Unterstützung der Kollegen in der Hotelbar“ bedeutet, weil gleich zwei Leute wegen Krankheit ausgefallen sind.

Dabei habe ich trotz Wechsel ins Vier Jahreszeiten zum Ende meiner Ausbildung keinerlei Erfahrung hinterm Tresen, und schon gar nicht vom Mixen von Cocktails. Mit dem Bißchen Ahnung, was ein Barkeeper alles leisten muss, bekäme ich vielleicht gerade noch das Zapfen von Bier auf die Reihe.

Doch genau das ist es, wovor mir am meisten graut. Aus Gründen. Wozu unter anderem Betrunkene zählen. Der blanke Horror. Leider kannst du ihnen im Hotel nicht immer entgehen. Aber draußen, auf den Straßen – ob Fußballspiel oder Weihnachtsmarkt: der blanke Horror! Wenn ich Pech habe, gerate ich in ein solches Rudel, wenn meine Schicht um ist. Das letzte, was ich dann brauche, wäre eine zum Brechen gefüllte Bahn.

Angesetzt waren fünf Stunden Einarbeitungszeit im Turbogang, und zwischendurch ein schneller Happen vom Sandwicher um die Ecke. Dann weiter mit dem, was sonst für Hilfskräfte so anfällt. Bestellungen aufnehmen, Getränke bringen, leere Gläser abräumen – und das nicht nur bei den Hotelgästen, die hier regelmäßig herkommen und den Tag bei einem Drink ausklingen lassen. Denen ist heute die Laufkundschaft rein zahlenmäßig überlegen. Aber ausgerechnet heute geben sie sich die Klinke in die Hand. Und dabei hat der größte Anstrum noch gar nicht begonnen.

Im Schneckentempo bewegen sich die Zeiger auf Mitternacht zu, und tatsächlich kommt der Laden jetzt nochmal richtig in Schwung, als die ersten Grüppchen eintreten und sich an den Stehtischen verteilen. So voll ist es normalerweise nur zu Messezeiten. Oder wenn eine von den umliegenden Banken wieder einmal für die jährliche Weihnachtsfeier reserviert hat. Natürlich könnten die Konzertbesucher auch beim Italiener an der U-Bahn-Station, im Sushi-Tempel auf der anderen Seite oder in der Sportsbar bei der Konkurrenz hundert Meter weiter einkehren, aber das Vier Jahreszeiten kann durch seine unschlagbare Lage punkten. Einmal die Straße überqueren und auf kürzestem Weg durch den Park, dann nur noch ein paar Schritte, und man ist da. Außerdem hat man von da einen erstklassigen Blick auf die erleuchtete Festhalle. In der Theorie wenigstens. Tatsächlich aber glaube ich kaum, dass jemand von den durstigen Seelen, die nach dem Konzert noch einen Absacker nehmen wollen, einen Sinn dafür hat. Gekommen, um einen zu heben und den Abend gebührend zu feiern – das kann nachher ja heiter werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt? Wie naiv von mir.

Hätte ich mich doch heute morgen zum ungeliebten Spüldienst einteilen lassen oder zum Kistenschleppen und Sortieren der Bestände. Manchmal rächt es sich, dass andere schneller sind und du deshalb in einer Situation landest, aus der es kein Entkommen gibt. Oder Untertauchen fast unmöglich ist.

Woanders sein? Nichts lieber als das. Denn etwas an der letzten Gruppe, die sich kurz vor Mitternacht am Tisch neben der Tür breitmacht, lässt mich genauer hinsehen. Ist es das schrille Lachen des rothaarigen Lockenkopfs in der Mitte? Oder das Knirschen, als die Äppelwoi-Gläser (Cider mochte ich noch nie) zu Bruch gingen? Es spielt keine Rolle, als meine Blicke an ihr hängen bleiben…

Ja, auch wenn sich Menschen mit der Zeit verändern und inzwischen fünf Jahre vergangen sind – es ist unverkennbar sie, die dort drüben steht, keine zehn Meter vom Tresen entfernt.

Und mein Herz tut einen Stolperer.

Wenn auf eines nicht gefasst war, dann darauf, dass Andrea und ich uns ausgerechnet am Ende der Welt noch einmal über den Weg laufen würden. Als wäre nichts gewesen.

Eine Sardinendose auf Rädern voller betrunkener Menschen wäre jetzt mein kleinstes Problem.

Nach der Andeutung in Türchen 1, wohin es geht, ist nun der Startschuss für die Reise durch die vier Jahreszeiten gefallen.

Dienstags-Gedudel #299 –  die vertonte Animation

Ich weiß ja nicht, auf welchem Streamingportal dieses Fantasy-Epos (Love, Death + Robots – Jibaro) lief und wie viele Künstler es noch in ihren Musikvideos verarbeitet haben – aber hier passt der Text des Songs zum Bildmaterial:

Let them drown! *** https://youtu.be/V8_laa2PZmU?list=PLlyUOrg6lZOxc91wAnrx8DvwyD_9CzLdq