52-Wochen-Challenge 2026 : KW 08 – Nachtfotografie

Dieser Beitrag kommt an dieser Stelle völlig ungeplant, weil ich ja erst die vorherigen Wochenaufgaben „abarbeiten“ wollte, aber irgendwie ist mir bis jetzt zu den Aufgaben der Wochen vier bis sieben nichts brauchbares vor die Linse gekommen.


Und so lege ich jetzt erst einmal eine kreative Pause mit einem Bild zum Thema Nachtfotografie ein, denn das war die achte Wochenaufgabe (16. bis 22. Februar) der 52-Wochen-Challenge von Norbert Eder :

Eine ähnliche Aufnahme hatte ich zwar schon einmal unter dem Stichwort „Diagonale“, aber mir gefiel die Anordnung von Licht und Schatten – weshalb ich mich nachts neulich noch einmal ans Fenster gesetzt und auf den Auslöser gedrückt habe.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die Goldene Palme und ihre Gewinnerfilme

Ein Bild des edlen Gewächses von 2023, gefertigt hergestellt aus ethischem Gold und Bergkristall © Chopard – Bildquelle: https://derjuwelier.at/wp-content/uploads/2023/04/Chopard_Cannes_Filmfestspiele_2023_Goldene_Palme.jpg

Für die einen ist der Oscar das Gütesiegel für einen Spitzenfilm – andere interessieren sich eher für Filme, die in Cannes mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet werden. Verliehen wird dieser Filmpreis schon seit den 1940er Jahren, nur hieß er da noch anders – daher konzentriere ich mich auf Filme seit 1975, denn ab da blieb es bei dem Namen. Apropos Namen – Preise für Regie oder Haupt- bzw. Nebenrolle sind hier heute, am 26.2.26 bei Passion-of-arts nicht gefragt, denn wirklich nur die besten Filme – Zitat:

Gebt dem Arthouse-Kino eine Chance? Hurra! Das ist doch genau meins. Und so habe ich mich sogleich auf die Socken gemacht und die Datenbank der Goldenen Palme von 1975 bis 2024 nach Filmen, die ich bereits kenne, durchforstet. Nur zwei davon habe ich tatsächlich im Kino gesehen (nämlich Nummer Drei und Vier in meiner Auflistung) – den Rest auf DVD. Die Nennung ohne Wertung erfolgt wie so oft bei mir in chronologischer Reihenfolge.


Robert de Niro als Vietnam Veteran Travis Bickle, der wegen seiner Schlafstörungen nur die unbeliebte Nachtschicht fährt – in Gegenden, wo man nicht tot überm Zaun hängen möchte – und mit Gästen, die er im Grunde verabscheut. Besessen von der Vision, die Straßen New Yorks von all dem Abschaum reinigen zu wollen, steigert sich seine, sich selbst aufgelegte Mission, eine minderjährige Prostituierte (Jodie Foster) aus dem von ihm verhassten Milieu zu befreien, in eine Orgie sinnloser Gewalt.

Ackern bis zur Erschöpfung, umgeben von Dreck *** Sony Pictures Entertainment *** https://youtu.be/T5IligQP7Fo


Der Wahnsinn des Vietnamkriegs, verkörpert durch den Colonel Walter Kurtz, der im Dschungel von Kambodscha sein eigenes kleines „Königreich“ aus ihm ergebenen Anhängern errichtet hat. Den Abtrünnigen zu liquidieren, so lautet die Mission des Captain Willard  – ein Himmelfahrtskommando, in dessen Verlauf Meter um Meter durch die Wildnis die Sinnlosigkeit von Willards Spezialauftrag im Einzelnen und des Kriegs im Allgemeinen mehr und mehr zutage tritt.

Der Geruch von Napalm am Morgen *** https://youtu.be/9l-ViOOFH-s


Fragt man mich nach der Handlung, so kann ich mich nur noch an die Tapes erinnern, die der introvertierte Graham (James Spader) aufnimmt. Wer aber nun anhand des Filmtitels an eine ganz bestimmte Art von „Tapes“ denkt, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen – denn Graham filmt niemanden bei seinen horizontalen Aktivitäten, sondern nimmt nur das auf, was Frauen ihm erzählen. Aber das allein reicht schon aus, um bei anderen Missverständnisse und völlig falsche Vorstellungen hervorzurufen…

Wenn der Fund eines Ohrrings zu falschen Schlüssen führt *** https://youtu.be/O-NAG4aJe1U


Alle haben es auf Sailor (Nicholas Cage) abgesehen – allen voran Lulas (Laura Dern) Mutter, die gleich zwei Killer anheuert, um ihn zu töten. Und alles nur, weil ihr seine Nase nicht passt und sie verhindern möchte, dass ihre Tochter sich weiter mit ihm einlässt? Ach, wenn es doch so einfach wäre… Denn Sailor hat etwas gesehen, das er nicht sehen sollte. Und während die Killer ihnen auf den Fersen sind, genießen sie ihre scheinbare Freiheit oder besser gesagt das, was ihnen an kurzer Zeit noch bleibt. Ein Roadmovie, das ich erst viele Jahre später nach dessen Entstehung gesehen habe und an dem mich die vielen Rückbezüge auf den Zauberer von Oz nachhaltig beeindruckt haben.

Die Welt hat ein wildes Herz und wir sind total verrückt geworden *** https://youtu.be/z0ghBbxtl8E
 


Björk als Selma, die aufgrund einer Erbkrankheit zu erblinden droht und sich in Musicalwelten hinein träumt, um dem tristen Alltag zu entfliehen. Das alleine ist schon deprimierend genug, doch Selma hat noch einen Sohn, dem sie die Krankheit vererbt hat. Helfen kann nur eine teure Operation, doch um diese finanziell stemmen zu können, arbeitet sie in Zusatzschichten bis zum Umfallen. Leider wird sie aber wegen eines Missgeschicks entlassen und muss feststellen, dass ihr das zusammengesparte Geld gestohlen wurde. Eine Entdeckung mit fatalen Folgen.

In a musical nothing dreadful ever hapens *** https://youtu.be/fJfdGuCca2k


So, das war meine Auswahl, in Kürze zusammengefasst. Außen vor gelassen habe ich „Das Piano“ (1993 – Regie: Jane Campion), „Der Pianist“ (2002 – Regie: Roman Polanski) und „Parasite“ (2019 – Regie: Bong Joon-ho). Übrigens – wer seinen Favoriten hier nicht gefunden hat, kann sein Glück beim Goldenen Löwen (Venedig) oder beim Goldenen Bären (Berlin) versuchen.


Hier eine Übersicht der übrigen Gewinner: in Cannes, in Berlin und in Venedig.

1957Die zwölf GeschworenenGoldener Bär
1967Belle de Jour – Schöne des TagesGoldener Löwe
1979Die BlechtrommelGoldene Palme
1984Paris, TexasGoldene Palme
1986Das grüne LeuchtenGoldener Löwe
1987Auf Wiedersehen, KinderGoldener Löwe
1989Sex, Lügen und VideoGoldene Palme
1989Rain ManGoldener Bär
1993Das PianoGoldene Palme
1993Drei Farben: BlauGoldener Löwe
1994Im Namen des VatersGoldener Bär
1996Sinn und SinnlichkeitGoldener Bär
2002Der PianistGoldene Palme
2002Chihiros Reise ins ZauberlandGoldener Bär
2004Vera DrakeGoldener Löwe
2004Gegen die WandGoldener Bär
2005Brokeback MountainGoldener Löwe
2008The Wrestler – Ruhm, Liebe, SchmerzGoldener Löwe
2013Blau ist eine warme FarbeGoldene Palme
2017Shape of Water – das Flüstern des WassersGoldener Löwe
2019ParasiteGoldene Palme
2021Bad Luck Banging or Loony PornGoldener Bär
2023Poor ThingsGoldener Löwe
2024The Room Next DoorGoldener Löwe

Dienstags-Gedudel #311 – aus aktuellem Anlass

Diese Musikrichtung fällt bei mir hier viel zu oft unter den Tisch, und das, wo ich doch soooo eine schöne Playlist habe, in der ganz viele Country-Songs enthalten sind. Von wegen angestaubt, rückwärts gewandt und klischeebeladen…

Gestern noch habe ich erwähnt, dass ich vor längerem die Drama-Serie „Nashville“ gesehen habe, die sich um eine Handvoll fiktiver Country-Musikern (und deren private und berufliche Schicksale) dreht – und jetzt sind die Darsteller und Darstellerinnen aus besagter Serie auf Konzerttournee mit dem Titel „Nashville in Concert – The Encore Tour“.

Und weil ich eines dieser Konzerte am 22. Februar besucht habe, ist das heutige Gedudel jenem Abend gewidmet. So nehme ich denn den folgenden Song, der mich mit am meisten begeistert hat, und schlage zwei Fliegen mit einer Klappe.

mal ganz andere Töne *** https://youtu.be/IJR347LDt1o?list=RDIJR347LDt1o

Media Monday # 765 : Hutalarm!

Ob das jetzt bei mir jetzt immer so läuft? Dass ich die Fragebögen, die Wulf Bengsch für seinen „Media Monday“ – eine Blogaktion, bei dem jede/r mitmachen kann – sonntagabends um 18 Uhr online stellt, erst am eigentlichen Tag der Blog-Aktion ausfülle? Manchmal habe ich keine Lust, mich abends nochmal an den Rechner zu setzen, oft bin ich mit einer Freundin verabredet, doch diesmal habe ich mir nach zwei Tagen Einführungskurs Buchbinden abends noch einen Konzertbesuch gegönnt.

Wer bei dem Titel der Show auf dem Bild oben noch nicht ahnte, worum es ging, bei dem fiel spätestens angesichts der im Publikum vereinzelt getragenen Cowboyhüte der Groschen. Wer auftrat? Ein Teil des Ensembles der von 2012 bis 2018 ausgestrahlten Fernsehserie „Nashville“ (Charles Esten, Clare Bowen, Sam Palladino und Jonathan Jackson), von der ich immerhin damals vier Staffeln gesehen habe. Was aber auch bedeutet, dass ich mich an kaum noch einen der Songs erinnern konnte, vor allem nicht an die aus der ersten Staffel.

Dafür aber konnten zwei der Auftretenden – Sam Palladio und Jonathan Jackson – musikalisch vor allem mit eigenem Material bei mir punkten. Und nun versuche ich, die sieben Punkte einigermaßen sinnvoll zu füllen.

Media Monday #765

1. Ein Meisterwerk seiner Art ist die koptische Bindung, eine Technik des Buchbindens, bei der man mehr als nur drei oder vier Buchblöcke zu einem Buch binden kann und hinterher ein optisch ansprechendes Ergebnis hat. Allerdings ist das auch die Technik, bei der ich ordentlich Blut und Wasser geschwitzt habe; natürlich nur sinnbildlich, denn meine Finger sind noch heil und ich habe keine Pflaster gebraucht.


2. Der Abend des 22. Februar 2026 ist wahrscheinlich eine/r der Momente, an die ich mich in einigen Jahren noch positiv erinnern werde, und zwar aus mehreren Gründen.

Erstens: Dass mir mein Fern- bzw. Opernglas sehr geholfen hat, denn ich saß in der letzten Reihe, ganz oben, wo mir meine normale Fernbrille keine Hilfe war. Zweitens: Dass einer der Gitarristen, welche die Gesangsdarbietungen musikalisch unterstützten, schon mit bzw. für Bob Dylan live gespielt hat. Drittens: Zwei Besucher, die mir freudestrahlend berichteten, dass die Frau von Jonathan Jackson neben ihnen im Publikum saß und sie das mit Sicherheit wussten, weil sie sich während der Ode, die er an sie sang, das Instagram-Profil besagter Dame angeschaut hätten. Viertens: Die Coverversionen, die so weit von Country entfernt sind wie Pinguine von Eisbären, u.a. „Halo“ (Beyoncé), „Unchained Melody“ (Righteous Brothers), „This is the sea“ (Waterboys), „A little help from my friends“ (Beatles) und „See the lights“ (Simple Minds). Fünftens und letztens: Der Becher, den ich aus Zeitgründen nicht mehr zurückgeben konnte, weil ich eine Bahn zu erwischen hatte.

See the lights (Simple-Minds-Cover) *** https://youtu.be/RXVnZXDWhpc?list=PLlyUOrg6lZOzY0o1RQBEGhgQPsDFiBWtp


3. Es wäre übertrieben, zu sagen, dass „Nashville in Concert – The Encore Tour“ in der Jahrhunderthalle gestern Abend mein Konzert-Highlight des Jahres wäre, denn es war ja erst mein erster Konzertbesuch in diesem Jahr, und das Konzert von Tori Amos ist noch so weit weg *seufz*… dennoch kann ich sagen, dass die Show richtig toll war und Momente hatte, die man mit Countrymusik eher weniger verbindet. Wie zum Beispiel den, als Clare Bowen dem Publikum ihren Ehemann (Robert Brandon Young) und Gitarrist der Begleitband, der die Worte sprach: „Wenn du keine eigenen Hits hast, spiel die von anderen“ und dann zusammen mit ihr eine mir zu Herzen gehende Version von Beyoncés Hit „Halo“ im Duett sang.

Was für eine Liebeserklärung *** https://youtu.be/PtUWfV290i0?list=PLlyUOrg6lZOzY0o1RQBEGhgQPsDFiBWtp


4. And now for something completely different: Ballett könnte in den kommenden Jahren zu einer Kunstform avancieren, die ich mir öfters anschaue. Gesehen habe ich bereits „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“, nun ist dieses Jahr „Romeo und Julia“ dran.


5. Ich werde es wahrscheinlich bereuen, aber es lässt sich nicht mehr rückgängig machen: Mein (damaliger) Wunsch, meine Lieblingsband möge doch bitte endlich in die Rock’n’Roll-Hall of Fame aufgenommen werden. Ganz ehrlich: Was ich mir damals gedacht habe, ist mir jetzt eher unangenehm, denn unter den gegebenen Umständen bin ich froh, dass daraus nichts geworden ist.


6. „Das Klingeln meines Weckers kommt mir so schnell nicht wieder in die Quere mit meinem Wunsch, auszuschlafen“ – das denke ich mir jedes Mal nach einem Wochenende, an dem ich an einem Einführungs- oder Aufbauworkshop teilgenommen habe… um mich dann doch wieder voller Begeisterung in den nächsten Workshop zu stürzen. Oder ich habe Wahldienst. Oder ich breche zu einer Reise auf. Aber das wäre Jammern auf hohem Niveau.


7. Zuletzt habe ich mir eine neue Kaffeemühle zugeleg und das war tatsächlich bitter notwendig, weil es auch wirklich dazu mal langsam Zeit wurde. Nach 60 Jahren.

Außerdem war ich an diesem Wochenende dermaßen produktiv, dass ich nach dem Erlernen verschiedener Buchbindetechniken mit zehn gebundenen Heften bzw. Büchlein nach Hause kam.

Dienstags-Gedudel #310 – Nach Farben sortiert

Ein Tribute-Album voll mit Songs von Chage & Aska einem japanischen Pop-Duo, das von 1979 bis 2009 und dann wieder von 2013 bis 2019 aktiv war. Zu hören auf diesem Album waren Künstler wie Chaka Khan, Marianne Faithfull, Boy George oder Richard Marx. Ebenfalls auf diesem Album:

Die Coverversion ist allerdings um gut die Hälfte kürzer als das Original mit 8 Minuten und 11 Sekunden Länge.

Fasse dich kurz *** https://youtu.be/9F8Oka1gbGk

Media Monday # 764 : Der Media Monday am Rosenmontag

Dass am Rosenmontag nicht alles vorbei ist, zeigt mir der Blick in meinen Kühlschrank, denn da gibt es noch genug Labskaus für heute und morgen. Den habe ich nach einem Rezept aus dem Hamburg-und-die-Nordsee-Kochkurs gekocht, denn außer einem kleinen Happen (der mir aber sehr gut geschmeckt hat), habe ich beim Kochkurs nichts abbekommen.

Genauso wie von der Friesentorte, aber da konnte ich die im Rezept genannten Mengenangaben bequem halbieren, damit das unverschämt leckere Dessert nicht Gefahr läuft, mir zu den Ohren herauszuhängen. Unlösbare Aufgaben sind das nicht

Da ich außer mit Backen und Kochen auch mit dem Lösen von Rätseln beschäftigt war, gibt es meinen Beitrag zum 764. Media Monday nun halt erst jetzt.

Media Monday #764

1. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich bei Quizshows im Fernsehen vor lauter Aufregung entweder gar nichts raus bekomme bzw. zu langsam bin oder die falsche Antwort gebe. Mehr dazu verrät Lückentext Nummer Zwei – denn der dreht sich um ein aktuelles Beispiel bei einer Show, die ich früher oft gesehen habe, mir jetzt aber nicht mehr anschaue, weil ich den Sender nicht mehr empfangen kann.


2. Zu sehen, wie manche Kandidaten in Quizshows mit ihren Antworten voll daneben hauen, wie von mir zuletzt bei der BBC-Rateshow „Pointless“ in einem Youtube-Video gesehen, ist mitunter heftig, wenn ich dann mir dann aber wieder ins Gedächtnis rufe, wie stressig die Situation im Studio für die Kandidaten ist, dann glaube ich nicht, dass ich an deren Stelle die Sache besser gemacht hätte. Und vielleicht wären mir dann bei der Frage nach mit C anfangenden Ländern in der englischen Schreibweise eventuell auch Corsica, Crete (Kreta) oder Chechnya (Tschetschenien) eingefallen, obwohl diese zu Frankreich, Griechenland und Russland gehören.


3. Der Mut, einen Film wie „Wuthering Heights“ in grell leuchtenden Farben, nicht zur dargestellten Ära passenden Musik und nur grob an die literarische Vorlage angelehnt  zu drehen, kann ganz schnell nach hinten losgehen, wenn diejenigen, die den gleichnamigen Roman von Emily Brontë lesen, feststellen, dass sie es mit einer ganz anderen Geschichte zu tun haben.


4. „Die Handlung des Films ‚Ein Kuchen für den Präsidenten‘ wirkt extrem vielversprechend und spannend“, war mein erster Gedanke, als ich die Zusammenfassung überflog. Ich zitiere als Quelle den Verleih:

Dass es bald schon um mehr als nur die Beschaffung der Zutaten geht, darauf war ich nicht gefasst, und die ein oder andere Szene hat mich sprachlos zurückgelassen.


5. Es hätte nicht viel gefehlt, um mir als sechsten und letzten Film in diesem Monat auch noch „Hamnet“ anzuschauen. Aber ich habe beschlossen, fürs erste eine Pause vom Kino einzulegen – jedoch nicht, weil mir der Spaß zu teuer würde (in diesem Fall hat sich mein „Filmfreund:in“-Pass längst amortisiert). Der Grund ist ein anderer: Ich möchte mich in dieser Woche voll und ganz auf ein bestimmtes Projekt konzentrieren und kann deshalb keine Ablenkung gebrauchen. Auch nicht durch das Lösen von Mathe-Rätseln oder anderen Quizfragen.


6. Yorgos Lanthimos (und mit ihm Emma Stone) hat wirklich ein Übermaß an Talent – selbst in einem Werbefilm für den Super Bowl, der mich an eine Mischung aus „Poor Things“ und „Der Leuchtturm“ erinnert. Dabei geht mir Werbung generell auf den Nerv, aber hier habe ich doch glatt mal eine Ausnahme gemacht.

Achtung – Werbung *** https://youtu.be/wHhCTCT-lWY


7. Zuletzt habe ich den Sonntagabend mit dem Lösen von Mathematikaufgaben im Rahmen eines Quiz verbracht und das war für mich wie ein Ausflug in meine Teenagerzeit. Aber obwohl ich damals Mathe oft sehr mühsam fand, habe ich gerne versucht, die zehn Aufgaben zu lösen, weil die Youtuberin mit ihrem Kanal ihre Themen so interessant und verständlich erklärt, dass ich mir wünschte, ich hätte so eine Art der Nachhilfe schon in den 1980er Jahren gehabt. Aber da gabs nur den staubtrockenen Telekolleg der ARD in den dritten Fernsehprogrammen.

52-Wochen-Challenge 2026 : KW 03 – Mathematik

Immer schön der Reihe nach. In der dritten Kalenderwoche der 52-Wochen-Challenge 2026 von Norbert Eder lautet das Thema Mathematik – und hier stieß ich schon sehr früh an meine Grenzen, bis mir jetzt einfiel, irgendwer hätte behauptet, Nähen sei Mathematik.

Tatsächlich spuckt meine Suchmaschine eine umfangreiche Aufstellung mathematischer Gebiete aus, wenn ich diese Behauptung eingebe. Neben Geometrie und Messen, Arithmetik und Bruchrechnung kommen angeblich auch Algebra und Trigonometrie zum Einsatz. Ich für meinen Teil bleibe bei Messen und Geometrie, symbolisiert durch Handmaß, Maßband und Karomuster, letzteres als Beispiel für Symmetrie.

Und hier die Messwerkzeuge und andere Utensilien in einem Stillleben vereint.

Die 5 Besten am Donnerstag : oscarprämierte Filme

Nachdem ich gleich zwei Ausgaben übersprungen habe (#4-Januar und #1-Februar), geht es heute bei mir weiter mit den Top 5 der oscarprämierten Filme. Denn um die geht es heute bei Passion-of-arts.

Die Oscars sind für mich schon seit längerem kein ausschlaggebendes Kriterium dafür, mir einen Film anzuschauen, denn nicht immer ist für mich ein ein nominierter Film auch ein Garant für Unterhaltung nach meinem Geschmack. Vor allem geht mir gegen den Strich, dass manche Filme mit Oscars geradezu überhäuft werden, während andere Nominierte leer ausgehen. Und wenn ich dann noch höre, dass die Jury sich die Filme nicht einmal alle angesehen hat…

Positiv hervorheben möchte ich an der Stelle aber noch einmal die Tatsache, dass ich durch eine Nominierung (oder zumindest die Vorentscheidung) eventuell die Gelegenheit bekomme, mir ein Werk, das ich verpasst habe, jetzt noch einmal anzusehen, wie aktuell im Fall von „In die Sonne schauen“. Wie vorgeschlagen, beschränke ich mich auf Filme, die in der Kategorie „Bester Film“ einen Oscar gewonnen haben – Zitat:

And my winners are – ohne Wertung – vom „neuesten“ bis zum ältesten Gewinner, wobei ich darauf verzichtet habe, nachzuforschen, wie viele Oscars insgesamt das jeweilige Werk noch so bekommen hat.


Manchmal erfahre ich von solchen Perlen nur, wenn sie im Fernsehen angekündigt werden – so auch in diesem Fall, denn das Schicksal des in New York geborenen Solomon Northup, der 1841 entführt wird und als Sklave auf einer der vielen Baumwollplantagen im Süden Amerikas landet, hat mich tief berührt. Das unter der Regie von Steve McQueen und von Brad Pitt mitproduzierte Historiendrama stützt sich auf die Memoiren Solomon Northups, die unter dem Titel Twelve Years a Slave (Narrative of Solomon Northup, a citizen of New-York, kidnapped in Washington city in 1841, and rescued in 1853, from a cotton plantation near the Red River in Louisiana) kurz nach dessen Wiedererlangung seiner Freiheit erschienen, dann aber nach mehreren erfolgreich verkauften Auflagen für lange Zeit in Vergessenheit geriet und in den 1960er Jahren neu aufgelegt wurde. 

Das etwas andere Biopic *** KinoCheck-Trailer: https://youtu.be/kuZS_tVovOA


Gehen wir acht Jahre zurück. Ein Drama, ausgehend von einem Unfall, in dem als Ausgangspunkt alles, was sich am in Rückblende gezeigten, vorangegangenen Tag ereignet, zusammenläuft. In dem Episodenfilm, entstanden unter der Regie von Paul Haggis ziehen sich rassistische Vorurteile zwischen allen Beteiligten und gegenüber sämtlichen Bevölkerungsgruppen bzw. deren Ethnien wie ein roter Faden durch die 113 Minuten, die sich für mich wesentlich kürzer angefühlt haben.

TrailerTracker–Trailer: https://youtu.be/1ARmYnnafmA


Damit habe ich nicht gerechnet, als zur Suche nach den Oscars für die besten Filme aufbrach. Aber was soll ich sagen? Das bildgewaltige Epos als Abschluss der in einem Rutsch gedrehten Fantasy-Trilogie wartet nicht nur mit erstklassigen Darstellern auf, auch die Musik aus der Feder von Howard Shore ist ein Genuss, und die eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen erst… – So habe ich mir früher beim Lesen immer Mittelerde vorgestellt. Mein Fazit: Hier stimmt für meinen Geschmack einfach alles. Aber ob es wirklich 11 Oscars gebraucht hätte?

KinoCheck Home-Trailer: https://youtu.be/p6IjSLFExiw


Für die meisten steht die Geschichte von Romeo und Julia – verfilmt als Musical zur exzellenten Musik von Leonard Bernstein – im Vordergrund (was es auch sollte). Ich weiß nur nicht, ob ich eine der Wenigen bin, die auch auf die Zwischentöne achten, wie hier im Falle der Kritik an der Systematik, wie mit jugendlichen Straftätern umgegangen wird: „Hey, I’ve got a social disease“ – „So take him to a social worker“. Und so trabt der Polizist mit dem Delinquenten zum Richter – welcher ihn an den Psychiater verweist. Der wiederum schickt ihn an den Sozialarbeiter, der aber auch keine Lust auf den Job hat und empfiehlt, den Jungen für ein Jahr ins Kittchen zu schicken. Am Ende kommt gar nichts dabei heraus, weil sich alle im Kreis drehen. Aber sei’s drum. In der modernen Version von Romeo und Julia sind es nicht mehr die noblen Veroneser Familien Montague und Capulet, sondern zwei verfeindete New Yorker Straßengangs, die Jets und die Sharks – erstere bestehen ausschließlich aus weißen Amerikaners, letztere setzen sich aus Puertoricanern zusammen. Dass die Liebe zwischen Tony, einem Gründungsmitglied der Jets, und Maria, der Schwester des Shark-Bandenchefs Bernardo, kein glückliches Ende nimmt, liegt bei dem Grundmotiv auf der Hand. Was ich nicht unerwähnt lassen möchte, ist die Rolle von Anybodys (gespielt von Susan Oakes), einem als Tomboy auftretenden Mädchen, das sich vergeblich einen Platz bei den Jets erhofft.

Einer schiebt’s auf den anderen – Gee Officer Krupke! *** https://youtu.be/j7TT4jnnWys


Moment mal, am Anfang 12 Years a Slave und jetzt dieses Südstaaten-Melodram, das HBO von seiner Streaming-Plattform genommen hat, um es später „neu zu kuratieren, zu kommentieren und (mit eventuellen Triggerwarnungen versehen), neu einzuordnen? Die Information über HBO habe ich übrigens vom Youtube-Kanal „Die Filmanalyse“. Auslöser war gemäß dem zitierten Beitrag ein Artikel von John Ridley in der Los Angeles Times mit seiner darin enthaltenen Forderung, der Streamingdienst dürfe den Film nicht wie jeden anderen behandeln, „da die Darstellung von Schwarzen massiv diskriminierend sei und überdies die Sklaverei in den Südstaaten des 19. Jahrhunderts verherrlicht werde.“

Wem der Name John Ridley nichts sagt: Er hat das Drehbuch zu 12 Years a Slave geschrieben. Ich glaube, wer sich den Film heute ansieht (zumindest die Leute, die ich kenne), kommt gar nicht erst auf den Gedanken, Sklaverei als etwas Positives zu sehen. Was bei mir jedoch außer den spektakulären Szenenbildern in Technicolor und der immensen Länge von 220 Minuten (ohne die Ouvertüren) haften blieb, ist neben Scarlett O’Hara und Rhett Butler, die sich beide keinen Deut darum scheren, was andere von ihnen denken, die eine Szene, in der die vom den Gedanken an Kriegs berauschten jungen Südstaatler als nicht gerade die hellsten Kerzen auf dem Leuchter rüberkommen. PS: Wer sich nicht das ganze Vier-Stunden-Drama geben möchte, dem empfehle ich die auf knapp 13 Minuten kondensierte Zusammenfassung mit Playmobil-Figürchen – die ist hier zu finden.

Warner Bros. Entertainment – Trailer: https://youtu.be/h2oX0zQA67U


So, das waren meine fünf Oscar-Kandidaten. Wir sehen uns wieder zur Verleihung der Goldenen Palme, denn die asiatischen Kampfkunst-Ikonen überspringe ich gepflegt.

Media Monday # 763 : Der orientalische Film

Mit diesem Oberbegriff fasse ich jetzt einfach mal all die Filme zusammen, die ich in diesem Jahr schon gesehen habe und noch folgen werden. Entweder spielen die Filme in dem betreffenden Land und/oder wurden dort gedreht oder auch gleich dort produziert. Einziger Nachteil: In vielen Fällen geht es nicht ohne Untertitel. Aber solange die Filmschaffenden ihr Handwerk verstehen, soll es mir recht sein.

Keine Untertitel braucht es allerdings für den Media Monday und seine 763. Ausgabe.

1. Wäre es nicht großartig, wenn die sogenannten „kleineren“ Filme öfters genauso großen Zulauf bekämen wie die Vorstellung, die ich mir gestern in der „Harmonie“ in Frankfurt ansehen durfte? So voll wie kurz vor 18 Uhr habe ich dieses Arthouse-Kino schon lange nicht mehr erlebt. Gespielt wurden „Silent Friend“ im größeren der beiden Säle und „Die Stimme von Hind Rajab“ – dem tunesischen Beitrag, der bei den Oscars für den besten ausländischen Film nominiert wurde – im kleinen Saal.


2. Brad Pitt ist eine einer der Größen der Zunft, der zusammen mit Joaquin Phoenix und Alfonso Cuarón als ausführender Produzent an „Die Stimme von Hind Rajab“ beteiligt war – das konnte ich im Abspann lesen.


3. Von einer Zeitreisegeschichte wie der französischen Komödie „Die progressiven Nostalgiker“ hätte ich mir so viel mehr erhofft als das vorhersehbare Ende.


4. Die Druckwerkstatt in meiner Stadt ist nun wirklich ein Kleinod, aber nicht an allen Tagen, an denen ich sie nutzen könnte, habe ich auch tatsächlich Zeit.


5. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schnell das Jahr verstreicht, wenn ich mir vor Augen halte, in welchem Tempo die letzten Wochen scheinbar nur so dahin geflogen sind.


6. Das Drama „Rule Breakers“ (Rule Breakers – Die Schule des Mutes) von Bill Guttentag mit Phoebe Waller-Bridge in einer Nebenrolle punktet mit einigen sehr einfallsreich gefilmten Szenen, in denen die Straße und die vorbeifahrenden Fahrzeuge zu Projektionsflächen von vorbeiziehenden Codes der Programmiererin werden, die auf sie schaut und sich dabei vorstellt, wie sie die Mädchen für Computer und das Bauen von Robotern begeistern kann.


7. Zuletzt habe ich festgestellt, dass einige Filme, die ich bisher gesehen habe und mir noch anschauen werde, entweder für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert sind oder es zumindest bis in die Vorauswahl geschafft haben – und das war neben „In die Sonne schauen“ (Vorauswahl) aus Deutschland „Die Stimme von Hind Rajab“ (Nominierung) aus Tunesien. Den irakischen Film „Ein Kuchen für den Präsidenten“ (Vorauswahl) schaue ich mir demnächst noch an, weil ich die Beschreibung dazu erst am Freitag gelesen habe, aber bisher noch keine Zeit dafür hatte. Außerdem reicht mir ein Film pro Tag, denn das Gesehene und Gehörte will ja auch verarbeitet werden.