Die 5 Besten am Donnerstag : Horrorfilme der 1980er Jahre

Es gab mal eine Zeit, in der ich zwar regelmäßig ins Kino gegangen bin, aber selten, um mir dort Horrorfilme anzusehen. Doch um genau die geht es in der heutigen Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ bei Passion-of-arts. Also gibt es heute bei mir nur einen Überblick über die Filme, die ich vorwiegend aus dem Fernsehen kenne. Außer dem einen, den ich diesmal zuerst nenne, weil ich ihn als DVD habe:

Frankenweenie (1984): Der fällt total aus der Reihe, weil dieser Kurzfilm von Tim Burton nur 29 Minuten lang dauert. Humorvoll und düster zugleich, geht es in dem schwarz-weißen Animationsfilm um einen Jungen, der mit Hilfe von Elektrizität sein kürzlich verstorbenes Haustier wieder zum Leben erweckt und daraufhin das Chaos ausbricht.

Katzenmenschen (1982): Wehe, das Objekt der Begierde ist kein Mitglied der eigenen Familie – denn dann verwandelt man sich in einen Panther, und eine Rückverwandlung ist nur möglich, wenn man einen Menschen tötet. Klingt schräg, wurde aber mit Nastassja Kinski und Malcom McDowell fürs Kino neu aufgelegt.

see these eyes so green… *** https://www.youtube.com/watch?v=n-VfQLIrwX0

Die Zeit der Wölfe (1984): Mein persönlicher Favorit – lange bevor Werwölfe in Mode kamen. Hier springen die besagten Gestaltwandler jedoch am Ende aus der Fantasie tatsächlich in die Realität.

Die Hexen von Eastwick (1987): Susan Sarandon, Cher und Michelle Pfeiffer als „Hexen“, die zunächst hin und weg von der Idee sind, mit einem geheimnisvollen Fremden in dessen Villa ein unkonventionelles Leben zu führen – doch irgendwann ist das Maß voll, und sie versuchen, den Teufel (Jack Nicholson) mit Hilfe von Voodoo-Magie loszuwerden.

Warlock – Satans Sohn (1989): Ein böser Hexenmeister (Julian Sands) auf der Suche nach der Grand Grimoire – und der Jäger (Richard E. Grant), der ihn verfolgt. 

ein wirklich fieser Typ *** https://www.youtube.com/watch?v=jrXieml4Mb4

Dienstags-Gedudel #244 – Das Zahlenrätsel

Passend zur dreistelligen Ausgabe, die die 200 schon lange überschritten hat:

Wer hier wohl gerade die Leviten gelesen bekommt? *** https://www.youtube.com/watch?v=nyMk4MOUykg

Auch wenn ich vom Text nichts verstehe – macht nix! Es groovt trotzdem.

Öfter mal was neues : Eine Ballade für den Montag

Geschrieben hat das gruselige Werk Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), und es ist 1842 erschienen. Auf mich verfehlt es nie seine Wirkung, egal wie oft ich es lese oder höre. – Leider ließen sich die Umbrüche in der ein oder anderen Zeile nicht vermeiden, denn sie entstanden automatisch. Ich bin ja schon froh, dass die Zeilenabstände so geblieben sind, wie ich sie im Wikipedia-Artikel über diese Ballade vorgefunden habe.

Media Monday # 696 : Wo ist die eine Stunde hin?

Der Witz des Tages: Da bekommt man endlich die im Frühling an die Sommerzeit verschenkte Stunde zurück, und dann wacht man noch vor der Zeitumstellung auf und kann nicht mehr einschlafen. Ich würde mal sagen: Diese eine Stunde war für die Katz!

Nicht für die Katz waren die beiden Kinobesuche, die ich mir hintereinander gegönnt habe: Am Freitag den 99 Minuten langen Dokumentarfilm „Googoosh – made of fire“ und am Samstag „The room next door“.

Der Dokumentarfilm vom Freitag zeichnet das Leben der iranischen Künstlerin Googoosh nach, die in ihrer Heimat ein Superstar war und nach dem Sturz des Schahs den Beginn einer neuen, diesmal religiösen Diktatur erlebte und von da an ihrem Beruf nicht mehr nachgehen durfte.

ein Zeitdokument mit aktuellen Bezügen *** https://www.youtube.com/watch?v=cbQQZhJ83rw

1. Es kann durchaus sein, dass ich im nächsten Jahr auslosen muss, wohin die Reise geht, denn inzwischen haben sich so viele mögliche Ziele angesammelt, dass ich mich nur schwer entscheiden kann. Vielleicht bleibe ich aber auch ganz einfach zu Hause.

2. So mancher Nachfolger hat es wirklich nicht leicht, in die Fußstapfen von seinem Vorgänger zu treten, besonders wenn der Verstorbene oder anderweitig Ausgeschiedene das Aushängeschild der Truppe war.

3. Ich will eigentlich gar nicht wissen, wie man sich darauf einigen möchte, ob man in Zukunft nur noch bei der Normalzeit oder bei der Sommerzeit zu bleiben gedenkt, wenn man beschließt, die Uhren nicht mehr umzustellen. Denn wie oft dieses Schweinchen schon durchs Dorf getrieben wurde, geht auf keine Kuhhaut mehr.

4. Der Slogan „Mein rasanter beruflicher Aufstieg in dieser Woche“ klingt zwar erst einmal vielversprechend, aber wenn ich euch verrate, dass unser Team einfach nur zwei Stockwerke höher zieht, fühlt ihr euch wahrscheinlich veräppelt.

5. Wenn ich schon lese, dass es demnächst noch eine Weihnachtsfeier geben soll, dann frage ich mich, wie das mit den Terminen hinhaut, denn zwei sind schon vergeben.

6. Das Konzert von Within Temptation am letzten Mittwoch in der Jahrhunderthalle in Höchst hätte so schön sein können, doch die unterirdische Akustik hat dafür gesorgt, dass ich auf ganzer Linie enttäuscht wurde.

7. Zuletzt habe ich mir eine ganze Reihe von Eintrittskarten fürs Kino gegönnt, und das war zum einen ein Ticket für das Ballett Schwanensee, von der Opéra National de Paris – und zum anderen alle drei Filme, die beim Irish Film Festival gezeigt werden, weil ich a) „Schwanensee“ schon immer mal sehen wollte, aber mir dazu nie die Zeit genommen habe und b) ich gespannt bin, wie es sich anfühlt, einen Film in gälischer Sprache mit Untertiteln zu erleben.

Im Arthouse-Kino meines Vertrauens *** https://www.arthouse-kinos.de/fileadmin/arthouse-kinos/import/_processed_/d/c/csm_fw33big_63_58a7df741f.jpg

Und: es ist das 1. Irische Filmfestival. Es ist cineastisch also völliges Neuland für mich. Ich bin gespannt, wie es wird.

52-Wochen-Challenge : KW 43 ~ negative space

Wir befinden uns am Ende der 43. Kalenderwoche (21. bis 27. Oktober) der 52-Wochen-Challenge von Norbert Eder. „Negative Space“ ist das aktuelle Thema, also die Darstellung des Raumes drumherum (z.B. ein winziger Vogel an einem das Bild dominierenden Himmel). Meine „negative spaces“ sind beide schwarz bzw. dunkel (einmal drinnen – und einmal draußen):

(Datum der Aufnahme: 23. Oktober)

(Datum der Aufnahme: 24. Oktober)

52-Wochen-Challenge : KW 42 ~ heimlich

In der 42. Kalenderwoche (14. bis 20. Oktober) der 52-Wochen-Challenge von Norbert Eder ging es um das Thema „heimlich“ – und leider hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie ich es umsetzten wollte, dafür aber jede Menge andere Baustellen. Jetzt, wo ich jedoch wieder Zeit habe, bin ich das Thema mit der Überlegung angegangen, was am besten den gesuchten Begriff symbolisieren könnte, und da ist mir wieder eingefallen, dass ich etwas ähnliches im letzten Sommer ausprobiert hatte: der Blick durch den Türspion meines Hotelzimmers.

Da ich aber keinen Spion im Haus habe, musste das Schlüsselloch in der Schlafzimmertür dran glauben:

Datum der Aufnahmen: 27. Oktober

Die Besten am Donnerstag : 5 Kreaturen

Ob es das Thema bei den „5 Besten“ auf dem Blog von Passion-of-arts schon mal gab oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis – da aber nun die ganze Filmwelt nach ihnen durchkämmt werden darf, wird die Auswahl riesig sein. Ich habe mich daher auf den guten alten (und auch modernen) Zeichentrick- bzw. Animationsfilm beschränkt – dafür aber bin ich gleich in mehreren Jahrzehnten fündig geworden. Und hier sind sie nun – meine fünf besten Kreaturen, und ich beginne mit dem ältesten Film (nicht der ältesten Kreatur, denn die kommt später):

eine wunderschöne, todtraurige Melodie *** https://www.youtube.com/watch?v=7evrU4TaU3Q

Erscheint es einem Kaninchen, so wird dieses bald ins Jenseits hinüber wechseln. Okay, ich gebe zu – dieser Einstieg ist so ziemlich makaber. Aber ich finde es einfach wunderschön und friedvoll gezeichnet, auch wenn ich dabei jedesmal hemmungslos in mein Kissen schluchzen muss.

wenn Gier die Schönheit bedroht *** https://www.youtube.com/watch?v=K8ClxCGA1SI

Auch hier dauert es nicht lange, bis sich bei mir die Schleusen öffnen – da reichen schon die Klänge des titelgebenden Songs „The last unicorn“.

Hauptsache, es schmeckt *** https://www.youtube.com/watch?v=HFAPCaUS2A8

Den finde nicht nur ich gut, sondern auch die Betreiber von Kanälen, die ihn stundenlang in Dauerschleife spielen:  „Eternal Calcifer | Yule Log Fireplace | Ambience HD“ (2:00:08), „Vibing with Calcifer in Howls Moving Castle | 8 Hour calming fireplace noise | Ghibli Atmosphere“ (8:00:00) oder „10 hour take a nap in the room [ASMR]  Sleep with vibing Calcifer, Music Box for Study, Sleep, Relax“ (10:36:19). Keine Angst, ich lasse hier kein Video von zwei, acht oder zehn Stunden Länge laufen.

Stell dich tot! – Hä?! *** https://www.youtube.com/watch?v=sGXLV7PfDO0

Heißt es nicht, ein Hund sei kein Geschenk fürs Weihnachtsfest, sondern fürs Leben? In diesem Fall hier ist jedoch Emilys Hochzeitsgeschenk für Victor eher ein Präsent für die Ewigkeit. Und tatsächlich hört der kleine Kerl auch aufs Wort. Er setzt sich auf Kommando und rollt sich auch auf Wunsch um seine eigene Achse. Nur mit dem Totstellen will es einfach nicht klappen, und der Hund ist verwirrt.

Oma spinnt nicht – es gibt ihn nämlich doch *** https://www.youtube.com/watch?v=HClg-3B5CUQ

Diese ehrwürdige Kreatur habe ich mir bis ganz zum Schluss aufgehoben, denn Sids Großmutter hat ein ganz besonderes Haustier: einen Leviathan melvillei (Livyatan), bei dem es sich laut Wikipedia um ein Exemplar einer seit 13 bis 12 Millionen Jahren ausgestorbenen Pottwalgattung handelt. Hier entpuppt sich Precious als Retter in der Not, der sich von Sid wie ein U-Boot lenken lässt und voll in den Angriffsmodus geht.

Media Monday # 695 : Neulich, im Kino…

Da will man sich einfach nur einen Film zusammen mit einer Kennerin des Nibelungenlieds und den Werken Wagners anschauen (Hagen – im Tal der Nibelungen), und zack! – bekommt man haufenweise Trailer für neue Filme präsentiert, von denen genau vier mein Interesse geweckt haben. Nun haben wir die Qual der Wahl: „Freud: Jenseits des Glaubens“ (ab dem 19.12.), „Woodwalkers“ (ab dem 24.10.), „Der Herr der Ringe – die Schlacht der Rohirrim“ (ab dem 12.12.) und „A complete unknown“ (ab dem 25.12.).

Wobei mich ganz besonders die Rückkehr nach Mittelerde fasziniert, denn hier handelt es sich um ein Anime, bei dem Miranda Otto als Erzählerin fungiert – die hatte in Peter Jacksons Trilogie die Rolle der Éowyn und war meine heimliche Heldin. Und was das Bob-Dylan-Biopic betrifft, das an Weihnachten anläuft – hier spielt kein Geringerer als Timothée Chalamet (der am gleichen Tage wie ich Geburtstag hat) die Rolle des Literaturnobelpreisträgers.

Aber was rede ich von zukünftigen Dingen, wenn jetzt erst einmal der aktuelle Media Monday vor der Türe steht:

Media Monday #695

1. Nach all den vielen, viel zu warmen Tagen, wird es nun merklich frischer, wenn auch immer noch nicht so kalt, wie ich erwartet hätte.

2. Rösti überbacken mit Raclette ist nicht wirklich das, was ich öfters essen würde, aber fürs erste Mal, dass ich das in unserer belgischen Stammkneipe probieren durfte, war es ganz ordentlich.

3. Niemand hätte wohl gedacht, dass ich mich mal für einen Anime begeistern könnte. Aber andererseits – immer noch besser, als wenn sich Disney der Schlacht der Rohirrim angenommen hätte.

4. So manches Kind im Publikum beim Konzert von SOPHIA hätte es wirklich verdient, dass man es in die erste Reihe gelassen hätte, damit es dort sein selbstgemaltes Plakat in die Höhe halten kann. Leider gibt es Konzertbesucher, denen so ein Wunsch ein Dorn im Auge ist.

5. Ich wünschte, es gäbe mal wieder ein tolles Biopic. Das war mein Gedanke vor ein paar Wochen, aber da wusste ich noch nicht, dass Timothée Chalamet den jungen Bob Dylan spielen würde. Was ich von dem Trailer gesehen habe, sieht für mich jedenfalls vielversprechend aus.

it’s a hard rain’s gonna fall *** https://youtu.be/2-DLANei5rM

6. Der Trailer zu „Hagen – im Tal der Nibelungen“ und das Expertengeschwätz drumherum verspricht schier, dass sich der Film auf die Perspektive Hagens konzentriert. Stellenweise hatte ich jedoch das Gefühl, in einer Variante von Game of Thrones gelandet zu sein und über weite Stellen, dass sich alles eben doch wieder um Siegfried dreht. Am Schluss habe ich dann erfahren, dass es sich um eine Verfilmung des Buchs „Hagen von Tronje“ von Wolfgang Hohlbein handelt. Aber da hatte ich das zweistündige Epos schon hinter mir.

7. Zuletzt habe ich an meinem Schreibprojekt weitergearbeitet, nachdem ich länger pausiert habe und das war einer kleinen Blockade geschuldet, weil ich nicht so recht wusste, aus wessen meiner vielen Charaktere ich das nächste Kapitel schreiben soll. Nun aber ist der Knoten geplatzt und auch die Vorschläge für die Monate Juli bis Oktober, die ich mir ausgesucht habe, lassen sich gut in die Handlung integrieren.

Das Werk zum Wort ~ 42 : Diktatur

Heute mal kein Lied oder ein Film – obwohl die Serie dazu vor einiger Zeit in aller Munde war – sondern:

Das Werk, auf dem die Serie basiert…

… ist ein Buch, das in einer Zukunft spielt, die ich nie erleben möchte. In dieser ist das durch diverse Katastrophen verseuchte Amerika eine Diktatur im Gewand des christlich-fundamentalistischen Staat Gilead – und somit das Werk zum Thema „Diktatur“ in der 42. Kalenderwoche (19. bis 25. Oktober) von „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

Verfilmt wurde der dystopische Roman von 1985 bereits 1990 von Volker Schlöndorff unter dem Titel „Die Geschichte der Dienerin“, doch so richtig populär wurde die im Videoportal Hulu ausgestrahlte Variante von 2017.

Möge dieser Horror nie bei uns Wirklichkeit werden *** https://www.youtube.com/watch?v=QStf8MF8Cvo