Novemberleuchten : Tage 5 und 6

Nachdem Jess‘ Mitmachaktion namens „Herbstzeitlos“ am 31.10. zu Ende ging, habe ich mich entschlossen, nun beim „Novemberleuchten“ auf dem Blog von steinegarten mitzumachen:  

Also zeige ich diesen Monat alles, was leuchtet – und wenn es „nur“ die Farben sind.



Fotoprojekt 2025/Würfelspiel (ein Projekt von royusch)

Jetzt bin ich schon so oft darüber gestolpert, aber habe mir nie die Zeit genommen, mich damit näher zu beschäftigen: Das Fotoprojekt „Würfelspiel“ von royusch, bei dem es darum geht, per Würfelwurf eine Zahl und den damit entsprechenden Buchstaben des Alphabets zu ermitteln und dazu ein Foto zu finden – genaueres erklärt die Aufgabenstellung hier, auf seinem Blog.

Bei mir ist nach vier Würfen mit einem Würfel (4, 4, 3 und 1) die 12 herausgekommen, was dem 12. Buchstaben des Alphabets – also dem L – entspricht. Et voilà: Dieses 2019 in Ottawa aufgenommene Bild zeigt einen Lichtreflex in einem der Fenster eines Luxushotels oberhalb des Rideau-Canals:

Das L steht hier also auch für Luxushotel.

ABC -Etüden 2025 – November : Der Brief

Die Wortspende für die letzte reguläre Etüdenrunde vor den am 30.11.2025 beginnenden Adventüden (hier, auf dem Blog von Christiane) stammt diesmal von Cynthia alias Rübenigel (Querfühlerin) und lautet: 

Mit meiner Etüde begebe ich mich heute in die Vergangenheit – historische und zeitliche Unstimmigkeiten bitte ich zu entschuldigen.


Caitríonas Brief, der durch ein dummes Missgeschick bei der Post liegengeblieben war und Belfast erst am 2. April mit dem Schiff der White Star Line verließ, sollte sein Ziel nie erreichen. Umso überraschter war Caitríona, als sechzehn Tage später ein Bote vor der Tür stand und ihr ein Telegramm überbrachte, in dem ihr Aoife mitteilte, dass sie und ihre kleinen Geschwister dem angeblich unsinkbaren Seelenverkäufer mit einem der wenigen Rettungsboote entkommen waren und es wohlbehalten bis nach New York geschafft hatten.


Ergiebiger als gedacht, hat diese Wortspende bei mir diesmal zu einer Etüde von 295 Wörtern geführt.

Die 5 Besten am Donnerstag : Einsame Individuen im Film

Kaum sind die Halloween-Themen bei Passion-of-Arts vorbei, kommen schon die nächsten, bei denen ich tiefer graben musste, wie zum Beispiel bei dem ersten Thema: einsame Individuen im Film. Zitat:

Bei dem Thema musste ich an den Song Hikkomori von Zola Jesus denken – der beschreibt den extremen sozialen Rückzug von Menschen (Quelle siehe Link), die sich aus freien Stücken in ihrer Wohnung oder ihrem Zimmer einschließen und den Kontakt zur Gesellschaft auf ein Minimum reduzieren.

Deine Einsamkeit: https://youtu.be/4ZRxgtpn1fY

Auf die Individuen, die ich heute beleuchte, trifft dieses Verhalten aber nicht zu (oder nur in Ansätzen). Sie habe ich im jeweiligen Text im Fettdruck hervorgehoben – und wie immer sind meine Filme chronologisch geordnet.


Wolfgang Petersens Verfilmung des Bestsellers von Michael Ende kann gleich mit mehreren einsamen Individuen aufwarten: Bastian, die Uralte Morla, Werwolf Gmork… doch wer mir hier als erstes in den Sinn kam, war die Kindliche Kaiserin. Zwar ist sie Tag für Tag umgeben von ihrem Hofstaat, doch die Bedrohung, die sie und damit auch Phantásien befallen hat, kann nur durch den absoluten Alleingang abgewehrt werden. Ganz klar liegt auch bei der literarischen Vorlage der Fokus auf Bastian Balthasar Bux, aber der ist im Grunde nicht wirklich allein. Doch die Kindliche Kaiserin, die dringend einen neuen Namen braucht, damit Phantásien weiterbestehen kann, ist für mich eine wahrhaft einsame Gestalt.

sie muss ganz alleine losziehen, um Bastian wachzurütteln, damit der endlich eingreift *** https://youtu.be/wUttwzazq30


Niemand versteht Donnie – die meisten halten ihn für hochgradig gestört, und schnell wird auch klar, warum. Wie viele von uns sehen schon einen Typen im (gruseligen) Hasenkostüm, der das Ende der Welt in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden vorhersagt? Oder hören Stimmen, die den Befehl geben, die Schule zu verwüsten?

Ist alles doch vorherbestimmt? *** https://youtu.be/YBoPpF4VNnk


Hier haben wir zur Abwechslung eine reale Person und keine erdachte – ein junger Mann aus wohlhabendem Haus trennt sich aus scheinbar heiterem Himmel von seinen Besitztümern und spendet seine gesamten Ersparnisse an eine wohltätige Organisation, um fortan in der Wildnis Alaskas zu leben, da er in der Einsamkeit sein Glück zu finden hofft. Ein Vorhaben, das auf grausame Weise schon bald an mangelhafter Vorbereitung, einem nutzlosen Survival-Handbuch und schließlich am Verzehr giftiger Pflanzenteile scheitert. Christopher McCandless wurde nur 24 Jahre alt.

auf der Suche nach sich selbst *** https://youtu.be/3XtG4cHn6w8


Wie es um ihn steht, signalisiert schon der Filmtitel (The desolation of Smaug). Alle fürchten ihn – den Berg, in dem er haust und die Schätze, die er bewacht, wollen die Zwerge zurück – und im Grunde ist die einsamste Gestalt Mittelerdes eine arme Socke: Der Drache Smaug, dem Benedict Cumberbatch im Original seine Stimme leiht. Zwar mag auch ich ihn nicht sonderlich, aber am Ende tut er mir fast schon ein wenig leid.

ich weiß, dass du da bist *** https://youtu.be/sBN1E0VmP1M


Vom Raumschiff aus dem Hyperschlaf gerissen, muss James Preston (Chris Pratt) feststellen, dass noch 90 lange Jahre vor ihm liegen, bis das Schiff seinen Bestimmungsort erreicht. Ein ganzes Jahr erträgt er die Einsamkeit, bis er einen irreversiblen Schritt wagt und Passagierin Aurora Lane (Jennifer Lawrence) aufweckt. Fortan sind sie gemeinsam einsam.

Der Horror, wenn man der Einzige ist *** https://youtu.be/yVXQq2u6OP0


Weitere einsame Individuen kann man in folgenden Filmen sehen: Zac Hobson in „Quiet Earth – das letzte Experiment“ (1985), Chuck Noland in „Cast Away – Verschollen“ (2000), WALL·E in „WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf“ (2008), Dr. Ryan Stone in „Gravity“ (2013) und Mark Watney in „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ (2015).