Wie bereits kurz erwähnt, habe ich bei einem Volkshochschulkurs zum Thema Architekturfotografie mit meiner schon länger nicht mehr in die Hand genommene Kamera ausprobiert, da ich etwas aus der Übung war. Das hat man nun davon, wenn man zum Fotografieren jahrelang nur noch das Smartphone benutzt hat. Da ich aber auf Dauer damit nicht glücklich werde, fand ich, dass sich diese Veranstaltung zum Wieder-Reinkommen bestens eignete. Unsere fünfköpfige Gruppe (ohne Kursleiterin) durfte sich dabei rund um unser im Juli 1971 eingeweihtes Rathaus (und dabei natürlich auch in seinem Inneren) austoben, denn der Kurs stand unter dem Motto „Die Schönheit des Brutalismus“.
Jetzt höre ich schon die verständnislose Frage „Brutalismus – hä? Was um Himmels Willen ist an so einem klobigen Betonbau schön?“ – Gute Frage, ich kenne die Innenstadt nicht anders, aber das kann ja wohl nicht die einzige und alles erklärende Begründung sein: Nö – mir hat schon immer sein Innenleben mit Fliesen in warmen Farbtönen und bunten Wandelementen gefallen. Und man hat von oben einen tollen Blick über die Stadt.
Nun aber sollten wir das Gebäude und die dazugehörenden Ensembles mit der Kamera erkunden, und weil wir uns am Schluss die Ergebnisse gemeinsam anschauen wollten, war die Digitalkamera das Medium der Wahl. Und da hatten wir auch schon die erste Ausnahme: Ein Teilnehmer hatte etwas ganz Besonderes am Start – eine Plattenkamera…
… die wird jedoch nicht mit Glasplatten bestückt, wie zur Frühzeit der Fotografie, sondern mit Planfilm. Ein teures Vergnügen, das außerdem keine Ergebnisse liefert, die man sofort begutachten kann, weil a) die großformatigen Filmblätter erst noch im heimischen Labor entwickelt werden müssen und b) der Fotograf nur 12 Aufnahmen machen kann, was sorgfältiges Arbeiten mit längerer Vorbereitungs- und Belichtungszeit erfordert. Einfach drauf halten und losknipsen wie bei dem Rest der Gruppe, war in seinem speziellen Fall nicht drin.
Mit vollen Akkus und leeren Speicherkarten stürzten wir uns nach einer kurzen Einführung auf die einzelnen Aufgaben, für die wir jeweils 30 Minuten Zeit hatten. Na, mit fotografischen Aufgaben habe ich doch inzwischen Erfahrung, also nix wie ran. Gestellt wurden uns folgende Aufgaben:
01 – Außen: Den Bezug zu unserer Stadt bzw. Außenstehenden zeigen, wo wir uns befinden. *** 02 – Außen: Das Rathaus selbst aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. *** 03 – Innen: Kombination aus Pflanzen und Sichtbeton. *** 04 – Innen: Die Farbe Blau. *** 05 – Innen: Weite darstellen. *** 06 – Abschluss: Unser persönliches Bild des Tages aufnehmen.
Wie ich die Aufgaben umgesetzt habe? Da ich so viele Bilder gemacht habe, die den Rahmen dieses Artikels sprengen würden, folgen demnächst weitere Beiträge mit den Ergebnissen zu jeder Aufgabe sowie ein Abschlussfazit.






























