Media Monday #534 : Neulich, im Kino…

Da sitzt man nichtsahnend im Kino wegen des Films, auf den man schon ewig gewartet hat, und dann kommen die nächsten Trailer für Filme, die im Oktober anlaufen. Zwei deutsche Spielfilme („Contra“ von Sönke Wortman und „Fly“ von Katja von Garnier) sowie der neue Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“. Noch nie erschien mir der Werbeblock so lange wie vor dem von „Dune“. Aber das Warten hat sich mehr als gelohnt.

Was es diese Woche noch so gab: Der Verein, in dem ich schottisch tanze (Scottish Country Dancing) hatte Besuch vom ZDF – und der fünf bis sechs Minuten lange Clip wird heute abend in der Sendung „Hallo Deutschland“ ausgestrahlt. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch arbeite, werde ich mir die Sendung aufnehmen (obwohl es ja auch noch die Option der Mediathek gäbe)… Und nun zu den aktuellen sieben Lückentexten des Media Monday:

Media Monday # 534

1. Selten habe ich ein so überzeugendes Ensemble erlebt wie in „This is us“ – eine Serie, von der ich die dritte Staffel leider immer noch nicht, wie geplant, ein zweites Mal gesehen habe. Dabei habe ich genau durch sie (im Fernsehen) die Serie überhaupt erst kennengelernt.

2. Ein Film steht und fällt ja oft mit den Darstellern – aber mindestens genauso wichtig ist für mich bei Fortsetzungen, dass der Anschluss zum Vorgänger nicht in zu großem zeitlichen Abstand erfolgen sollte. Als positives Beispiel möchte ich „Escape Room 2“ herausgreifen, den ich im August gesehen habe (zwei Wochen, nachdem ich den Vorgänger auf DVD erworben hatte). Bei dem vierten Film der Matrix-Reihe bin ich dagegen skeptisch. Und weil ich gerade so schön in Stimmung bin, versüße ich mir den neuen Tag mit einem Song von Dua Lipa, der das charakteristische Gitarrenriff aus dem INXS-Hit „Need you tonight“ enthält, dessen Video mich aber tatsächlich mehr an „Escape Room 2“ erinnert:

Escape Room 2 vibes – https://www.youtube.com/watch?v=Nj2U6rhnucI

3. Die traurige Tatsache, dass Corona für viele kleine Fachgeschäfte finanziellen Genickbruch bedeutet, hat nun auch die Zoohandlung erwischt, bei der ich stets das Futter für meine kleine Kornnatter gekauft habe – nun darf ich mich wieder nach einer neuen Futterquelle umsehen, da der reguläre Heimtierbedarf keine Option für mich ist.

4. Denis Villeneuves Neuverfilmung von „Dune“ ist ja wohl spektakulär sondergleichen, schließlich sind nicht nur die Darsteller top, sondern auch Optik, Bühnenbild und Kostüme. Besonders interessant fand ich die eindeutig von Libellen inspirierten Fluggeräte, und dem Hauptdarsteller (der übrigens am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat) nehme ich die Charakterdarstellung von Paul Atreides eher ab als dem Herrn, der ihn in David Lynchs Film von 1984 gespielt hat.

5. Von all den angekündigten Serienprojekten habe ich keine Kenntnis – aber mein eigenes Projekt sieht lange Episodenabende mit der Game-of-Throne-Komplettbox und dem zweiten Versuch von „Bablyon 5“ vor.

6. Das Thema Buch-Adaptionen ist so präsent wie eh und je und oft kenne ich nicht mal die Buchvorlage – wie zuletzt bei Dune – und bei den James-Bond-Filmen sowieso nicht. Das führt mich zu dem nächsten Thema, dem am 30. September anlaufenden „Keine Zeit zu sterben“, bei dem wir Daniel Craig zum letzten Mal als Spion im Geheimdienst Seiner Majestät erleben dürfen. Zur Einstimmung gibt’s heute diesmal einen Song von Shirley Bassey. Der war zwar nie in einem Bond-Soundtrack zu hören, erinnert mich aber trotzdem frappierend daran.

Get the 007-feeling – https://www.youtube.com/watch?v=vqNcyFNMfLM&list=RDvqNcyFNMfLM&start_radio=0

7. Zuletzt habe ich mit meiner besten Freundin eine Radtour unternommen und das war anstrengender als üblich, weil es ständig bergauf und bergab ging und wir am Schluss herausgefunden haben, dass man uns in die falsche Richtung geschickt hat. Und statt an einer Eisdiele haltzumachen, haben wir bei einem lokalen Imker Honig gekauft.

18 Kommentare zu “Media Monday #534 : Neulich, im Kino…

  1. Aufgrund des großen zeitlichen Abstands wirkt Matrix 4 auf mich, als wolle man einfach nur auf den Zug aufspringen, eine erfolgreiche Kuh noch einmal zu melken.
    Ich denke, es ist oft von Vorteil, wenn man die Buchvorlage einer Filmadaption nicht kennt. Man kann sich auf den Film einlassen, ohne immer darüber nachzudenken, was vom Buch übernommen, ausgelassen oder umgedeutet wurde.
    An der Bond-Reihe gefallen mir am besten die Titelsongs.

      • Den 1.Matrix-Film fand ich auch am besten. Beim Teil 2 habe ich mich dermaßen über das Ende geärgert („wie*s weitergeht, erfahrt ihr nächsten sommer im teil 3 – ätsch!), dass ich dann vom 3. Teil richtig enttäuscht war.

        Als der gleiche Unsinn dann auch noch bei „Die Tribute von Panem – Mockingjay“ aufkam, habe ich mir dann lieber gleich die Komplettbox gegönnt, weil ich ewiges Warten hasse wie die Pest. Da hat man ja schon wieder den Teil davor vergessen.

      • Genau aus dem Grund finde ich es immer ganz gut, wenn man eine Filmreihe oder Serie erst schaut, wenn es schon mehrere Teile/Staffeln gibt oder sie sogar schon abgeschlossen sind. Dann kann man ohne Warten direkt alles gucken. 😀

  2. Pingback: Media Monday #534 – Von einem guten Ensemble und einer traurigen Synchro – Filmexe – Blog über Filme und Serien

  3. Großes Lob für einen überaus reichhaltigen Beitrag. Der Drang zu antworten ist bei einigen Punkten für mich groß. 😉

    Zu 4. Da gehen unsere Meinung scheinbar auseinander. Ich fand Timothée Chamalet im Vergleich zu seinen Vorgängern Kyle MacLachlan (1984) und Alec Newman (2000/2003) relativ blass. Und trotz aller großartiger Bilder und Sounds hat mich Villeneuve inhaltlich etwas enttäuscht.

    Zu 5. Woran ist der erste Versuch von „Babylon 5“ gescheitert? Störst du dich wie viele andere an den schlecht gealterten CGI-Effekten?

    Zu 6. Der Hammer! Das kannte ich noch gar nicht. Aus der Reihe „Cover-Versionen besser als ihr Original“ heute Shirley Bassey mit ihrer Version von Pinks „Get the Party Started“. Eine absolut starke Stimme und ein super Video. Der Song kann meinetwegen die lahme Nummer von Billie „Ich hab keinen Bock zu singen deswegen brummel ich vor mich hin“-Eilish als Titelsong des neuen Bond-Films ersetzen.

    Ach ja, den Tanzbeitrag muss ich mir natürlich auch noch ansehen.

    • Da antworte ich doch gerne. Und zwar zu der Anmerkung zu Babylon 5… Es liegt nicht an der Serie oder den Effekten, sondern schlicht und einfach daran, dass das Abspielgerät inzwischen mehrere Anläufe braucht, um eine DVD einzulesen.

      Oft muss ich einfach nur die Oberfläche der DVD einer gründlichen Reinigung unterziehen – aber bei geliehenen DVDs muss ich meistens erst mal die ganzen Fingerabdrücke und Verschmutzungen entfernen, um sie überhaupt erst zum Laufen zu bringen.

      Ich schätze mal, wenn jetzt der Herbst kommt und meine Horrorfilmphase (October) vorbei ist, gönne ich meiner Sammlung einen Neustart.

      Was Shirley Bassey angeht, hatte diese Version tatsächlich Bond-Soundtrack-Qualität… und habe sie als Vorgeschmack auf den 30. September ausgesucht.

      Da kommt mir gerade noch so eine Idee… warum suche ich mir nicht Videos, die mich an gewisse Filme erinnern?

  4. Pingback: Media Monday #534: The Drowned Man, Schnitt, unangenehme Entscheidungen, Movieland, Das Rad der Zeit & der letzte Drücker | Sneakfilm - Kino mal anders

  5. Zugegeben, ich bin hier nur Zaungast, aber ich wüsste doch gern, wie du den Tanzclip fandest. Kann man dich irgendwie identifizieren oder möchtest du lieber anonym bleiben? 😉
    Hat mir gut gefallen. Ich habe eine Kindertanzgruppenvergangenheit, ich erkenne Parallelen, auch wenn es mit Erwachsenen todsicher mehr Spaß macht. Und das mit den „Pattern people“ fand ich sehr einleuchtend.
    Liebe Grüße
    Christiane 😀

    • Der Tanzclip… ich bin in dem Video ab und zu zu sehen – in einem blauen Rock und einem grünen Oberteil. Und was die Pattern People angeht… ich kenne mich zwar mit Schnittmustern aus (also auch pattern) und arbeite im Kundenservice unserer Bank und muss öfters Buchungen recherchieren und den sogenannten Buchhaltern auf die Füße treten.. Von daher fand ich das Argument mit den pattern people sehr witzig.

  6. Pingback: Media Monday #534 – GREIFENKLAUE – BLOG

    • Das ist eine gute Frage – weder noch, lese ich gerade auf Wikipedia. Geschrieben hat den Song Linda Perry (4 Non Blondes) 2001 – Pink hat ihn 2002 als Single ausgekoppelt – und Shirley Bassey hat ihn dann 2006 für eine vorweihnachtliche Werbekampagne im Stil eines James-Bond-Themas gecovert.

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