Media Monday # 352 : Mein Leben ist zu kurz für schlechte Bücher *)

 

 

In der vergangenen Woche ist für einen kurzen Moment der Winter zurückgekehrt, und das war der Grund, warum ich auf die diesjährige Luminale in Frankfurt am Main so überhaupt keine Lust hatte. Mein achterbahnfahrender Kreislauf, wundgetanzte Füße und Schneetreiben am Donnerstag taten ihr übriges dazu. Also habe ich mich den Medien gewidmet, die ich mir in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte:

die beiden Staffeln der Serie „The Paradise“, die Bücher „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey und „Das Urteil der Sieben“ von George R. R. Martin *) sowie ein Reisevideo über Bornholm. Damit das Vorgeplänkel zum Media Monday nicht zu sehr ausufert, breche ich an dieser Stelle ab und widme mich erst einmal den sieben Lückentexten auf dem Blog medienjournal

Was ich sonst noch zu sagen hätte, stelle ich dann an den Schluss.

 

Media Monday # 352

1. Jüngst erst wieder einen Film mit einer ganz tollen Ausstattung, was Ort und Kostüme betrifft, gesehen und war enttäuscht, dass nach zwei Staffeln schon wieder Schluss war, doch darauf gehe ich bei Frage 7 näher darauf ein.

 

2. Die Kombination aus dem Frühling, der jetzt endlich aus dem Winterschlaf erwacht ist, latentem Heuschnupfen (danke, Erle/Birke/Hasel) und Zeitumstellung, die für dunkle Morgenstunden sorgt, macht mich ja regelrecht fertig, schließlich , gibt es kein besseres Mittel gegen meine momentanen Stimmungstiefs viel Licht und der Gesang der Vögel. Hoffentlich werden die Tage auch recht bald länger, so dass es morgens wieder zur gewohnten Zeit hell wird.

Für alle, die wegen der Umstellung auf Sommerzeit schlechter schlafen können als sonst, ein weiterer Kandidat für den „Soundtrack of my life“: Faithless mit „Insomnia“

 

3. Eine der mitunter besten Videospiel-Verfilmungen ist für mich „Prince of Persia : Der Sand der Zeit“ mit Jake Gyllenaal in der Hauptrolle, aber fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich mir aus Videospielen nichts mache und bei diesem Thema kaum mitreden kann. Eventuell könnte mich noch die neue Lara-Croft-Verfilmung mit Alicia Vikander reizen, aber ich fürchte, wenn’s dann soweit ist, schaffe ich es doch wieder nicht ins Kino.

 

4. Die Sonne ist wieder da! Da wird ein oder andere Museumsbesuch wohl zurückstehen müssen zugunsten eines Absackers im Biergarten oder in der Eisdiele .

 

5. Dank/seit ich meine große Liebe für die Musik der 80er Jahre wiederentdeckt habe, wachsen meine Playlists auf Youtube stetig an. Außerdem fallen mir so wieder ein paar Filme ein, die ich längst mal wieder sehen wollte. Aber ich beschränke mich nicht nur auf Musik von damals, sondern höre auch gerne neuere Songs oder solche, die nicht in mein übliches „Beuteschema“ passen.

 

 

6. Den Thriller „Die Katze“ von Joy Fielding konnte ich ja kaum aus der Hand legen, denn bis zum Schluss war ich auf einer falschen Fährte, was den Komplizen angeht und war am Schluss regelrecht erleichtert, dass es nicht der war, den ich die ganze Zeit über im Verdacht gehabt hatte. In welcher Verbindung zur Handlung die titelgebende Figur steht, hätte ich dann aber doch gerne gewusst.

 

7. Zuletzt habe ich die BBC-Serie „The Paradise“ über ein Kaufhaus in einer englischen Stadt als Leih-DVD gesehen, und das war am Anfang für mich etwas zäh, aber dann viel spannender als „Mr. Selfridge“, weil ich teilweise einen viel persönlicheren Zugang zu den Charakteren aufbauen konnte. Außerdem hat „The Paradise“ einen wunderschön gestalteten Vorspann:

 

 

Hier nicht zu spoilern, fällt mir nicht leicht, aber gerade in der zweiten und leider letzten Staffel rückt der Gedanke, dass Frauen Männern gleichgestellt sein sollten, in den Blickpunkt. Warum müssen die in dem Kaufhaus arbeitenden Frauen ihren Beruf aufgeben, sobald sie heiraten, während ihre männlichen Kollegen trotz ihres Berufs verheiratet sein dürfen? Wenn man sich vor Augen führt, dass es sich bei dem Film um eine Adaption eines Romans von Emile Zola aus dem Jahr 1884 handelt, bekommt das Drama für mich noch einmal eine ganz andere Dimension.

 

Ein längeres Statement zum Abschluss:

 

*) Zum Thema „Schlechte Bücher“ fällt mir ein, dass ich mich zum letzten Mal mit „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ so gelangweilt habe, dass ich das Lesen nach 50 Seiten abgebrochen und es meiner Schwester zurückgegeben hatte, weil die Handlung durch das Gezicke der Weasleys einfach für mich nicht in Gang kam. So ging es mir diesmal mit der Vorgeschichte zu „Das Lied von Eis und Feuer“, durch das ich mich 174 Seiten lang quälte und von dem ich mir mehr versprochen hatte, weil ich Serie „Game of Thrones“ so toll fand. Aber mit dem Schreibstil von Herrn Martin kann ich leider nicht viel anfangen, und vielleicht sind es auch die ganzen eingedeutschten Namen von Personen und Ortschaften, die sich für mich seltsam anfühlen. Aber es gibt auf meinem Stapel noch genügend andere Bücher, die auf mich warten. Eins davon habe ich jetzt begonnen zu lesen: „Ein Bär im Betstuhl“ von dem finnischen Schriftsteller Arto Paasilinna – nach „Im Jenseits ist die Hölle los“ und „Der wunderbare Massenselbstmord“ wieder ein Roman voll mit skurrilem Humor.

Wenn ich im Moment schon ständig düstere und melancholische Musik aus dem letzten Jahrhundert höre, brauche ich als ausgleichende Literatur etwas heiteres, auch wenn der Humor teilweise echt schräg daherkommt.

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7 Kommentare zu “Media Monday # 352 : Mein Leben ist zu kurz für schlechte Bücher *)

  1. Ja, sich durch Bücher quälen macht keinen Sinn. Dennoch habe ich bisher erst einmal aufgegeben. GRRM schreibt anstrengend, keine Frage, dennoch empfand ich die Bücher (die englische Fassung) als sinnvolle Erweiterung zur Serienwelt.

    • Danke dass es dir gefallen hat – das war ein Zufallstreffer, weil ich eigentlich auf der Suche nach Songs von Sharon den Adel war, in denen sie nicht so hoch singt wie bei WithinTemptation, und dann kam dieser mega-tolle Track heraus. Deswegen liebe ich Youtube – man bekommt öfters mal eine nette Zugabe.

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