Media Monday # 439 : nach dem Konzert ist vor dem Konzert

 

Heute bin ich erneut spät dran. Grund dafür war das Konzert „Celtic Christmas“ von Bruce Guthro – dem ehemaligen Sänger der schottischen Folkrock-Band „Runrig“, der mit seinen Kollegen die Jahrhunderthalle in Höchst beehrte. Los ging es schon um 19 Uhr, und weil zur Zeit die Busfahrer streiken, war ich schon um 17 Uhr auf dem Weg zum Veranstaltungsort. Bis ich dann wieder zu Hause war, hatte ich nur noch einen Wunsch: tief und fest zu schlafen.

Die sieben Lückentexte zum Media Monday fülle ich jetzt am Montagabend aus:

Media Monday # 439

1. In Vorbereitung auf die nahende Adventszeit habe ich dieses Jahr zur Abwechslung ein Konzert unter dem Motto „Celtic Christmas“ besucht. An den Musikern gab es nichts zu meckern. Die waren toll. Allein die gruselige Beleuchtung an vielen Stellen waren für mich der größte Stimmungskiller, dicht gefolgt von den Leuten, die unbedingt mit Blitz fotografieren oder ganze Songs mitfilmen mussten.

2. Die Botschaft, die der ein oder andere deutsche im Radio gespielte Song einem vermittelt, empfinde ich als zu einseitig und nervig – denn seit wann schadet es, sein Hirn einzuschalten? Wenn noch mehr solche unerträglichen Parolen wie „Herz über Kopf“ und ähnliche Gefühlsduseleien auf die Menschheit losgelassen werden, bleibt der Dudelkasten ganz aus.

3. Manche Klischees sind ja wirklich nicht totzukriegen. Am schlimmsten finde ich, dass versucht wird, bestimmte Produkte ausschließlich Männern bzw. Frauen zuzuordnen. Was der Blödsinn mit den sogenannten Frauenfilmen soll, werde ic nie verstehen. Oder wenn pauschal behauptet wird, Männer mögen nur herbe Weine und Frauen nur liebliche… Mit süßer Plörre kann man mich jagen, und Filme wie „Le Mans 66 – gegen jede Chance“ begeistern mich mehr als der angeblich so hochgelobte Film „Bildnis einer jungen Frau in Flammen“.

4. Die Tatsache, dass viele Schauspieler und Schauspielerinnen auch auf der Bühne stehen, um Theater spielen oder Musik zu machen, ist fernab ihrer Filmrollen äußerst interessant für mich.

5. News aus der Film-Welt sind ja immer mit Vorsicht zu genießen, aber da ich weder eine Twitter- noch Facebook-Timeline habe, in der ich News jeglicher Art lesen könnte, beziehe ich meine Informationen vorwiegend aus Filmzeitschriften, und selbst da taucht nicht jeder Film auf, der meine Aufmerksamkeit gewinnen konnte.

6. Die diesjährige Anzahl an für mich sehenswerten Filmen ist so groß, dass ich mich frage, wie ich es dieses Jahr überhaupt geschafft habe, so oft ins Kino zu gehen. Von spontanen Entscheidungen bis langfristigen Planungen war dieses Jahr alles dabei.

7. Zuletzt habe ich die Savanne, die sich „mein Garten“ schimpft, in eine astreine Steppe verwandelt, und das war weniger anstrengend als ich gedacht hatte, weil ich die eine Hälfte schon eine Woche früher gemäht hatte. Womit ich allerdings nicht gerechnet habe, war der unfreiwillige Schritt in den gefüllten Gartenteich. Nasse Füße bis hoch an die Waden… im Sommer hätte sich das bestimmt besser angefühlt.

3 Kommentare zu “Media Monday # 439 : nach dem Konzert ist vor dem Konzert

  1. Da wären wir bei 1. ja wieder beim Thema 🙂 .
    Zu 2.: Mir gehen diese ganzen deutschen gefühlsduseligen Möchtegern-Tiefgang-Songs ungemein auf die Nerven. Viele hören sich einfach nur gleich an und so viele deutschsprachige SängerInnen, die früher noch englisch sangen, kommen wieder aus der Versenkung und vesuchen es noch mal auf deutsch. Einfach too much! 🙄
    Zu 3.: Das ist der größte Marketingquatsch überhaupt und leider fallen viele darauf rein. Der Trick wird auf Filme wie viele andere Produkte angewendet. Warum sollen Frauen sich nicht mit blauen Rasierern rasieren können?!

    • Bei Autos ist mir das auch schon aufgefallen, wenn Frauen die Zielgruppe sind, wird mit viel Platz im Kofferraum für die Erfolge beim Shopping geworben – bei Männern wird der Fokus auf sportliches Fahren gelegt. Finde ich doof.

  2. Die Sache mit den Produkten für Mann und Frau ist phantastisch. Mein Mann trinkt sehr gerne Weißwein und ich herbes Bier. Jedes Mal, wenn wir essen gehen, müssen wir die Getränke tauschen, nachdem sie gebracht wurden.

    Ich war schon ewig nicht mehr im Kino, fällt mir dabei ein.

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